Die Zombies kommen… Jetzt! Winter der Toten – die lange Nacht [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Zombie-Liebe! Ein Wort, das wohl nur wenige Menschen verwenden. Ich lese gerne Dystopien mit Zombies und spiele entsprechende Computerspiele, und das Ganze jetzt auch noch als Brettspiel vor der Nase zu haben, ist einfach grandios.

  • 2 – 5 Spieler ab 14 Jahren müssen überleben und die Zombies nicht reinlassen
  • Aber einer der Spieler ist ein Verräter, der gar nicht sooo sehr am Überleben seiner Mitspieler interessiert ist …
  • Ihr geht zu verschiedenen Orten (Supermarkt, Tankstelle, Krankenhaus …), um euch Vorräte zu holen. Dabei gibt es immer ein gewisses Risiko, dass Zombies erscheinen.
  • Zombies sind astreine Brettspiel-NPCs

Winter der Toten – die lange Nacht ist ein winterliches Spiel mit Herausforderungen aus dem Horror-Genre. Es handelt sich dabei um ein kooperatives Spiel mit dem Schicksal, in dem es um Zombies geht. Bei „die lange Nacht“ handelt es sich um das Grundspiel, das auch mit „Kampf der Kolonien“ erweiterbar ist. Wir rezensieren für euch Winter der Toten – die lange Nacht.

Datenblatt zum Brettspiel Winter der Toten – die lange Nacht

Verlag: Plaid, Jonathan Gilmour Isaac Vega
Anzahl Spieler: 2 – 5 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herausforderungen: Ressourcenmanagement, Kooperation, Zufallsereignisse handlen, Verräter finden
Vergleichbar mit:

Die Kolonie in Winter der Toten – die lange Nacht

Bei Winter der Toten – die lange Nacht handelt es sich um ein kooperatives Spiel. Es besteht immer die Möglichkeit, dass einer der Spieler im Geheimen gegen die Gruppe arbeitet. Ihr lebt in einer Kolonie und versucht, zu überleben. Dafür müsst ihr Krisen bewältigen, Zombies bekämpfen und verlassene Orte durchsuchen.

Das Spielfeld besteht aus einem Hauptspielbrett, auf dem die Moralleiste unten dargestellt wird und die Moral eurer Kolonie anzeigt. Auf der linken Seite befindet sich die Rundenleiste. Je nach dem, wie viele Runden hier angezeigt werden, so viele Runden habt ihr, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Ist der Rundenmarker auf Null, ist das Spiel verloren. Sind alle Menschen tot, gilt es ebenfalls als verloren.

Die Kolonie besteht aus euren Überlebenden, die Charakterkarten haben. Sie werden auf dem Spielplan als stehende Figuren dargestellt. Aber es können bis zu 30 Überlebende in eurer Kolonie leben. Dazu gehören auch Fremde, die ihr beim Durchsuchen von Orten finden könnt. Sie tun im Prinzip nichts – und futtern euch fröhlich die Nahrung weg.

Rund um die Kolonie gibt es sechs verschiedene Zombie-Spots. An jedem dieser sechs Spots gibt es jeweils vier Spawnpunkte. Diese können mit Barrikaden-Markern versehen werden, um Zombies davon abzuhalten, in eure Unterkunft einzudringen.

In der Kolonie befindet sich ein gemeinsamer Nahrungsvorrat unten rechts. Auf der linken Seite finden sich vier Plätze für Kartenstapel. Hier legt ihr das gemeinsame Ziel, um das es sich in dieser Spielrunde von Winter der Toten dreht, offen hin. Ein Abfallstapel dient der Ablage benutzter Durchsuchungskarten und zugleich dem Abfall-Lager in eurer Kolonie. In jeder neuen Runde wird eine Krisenkarte aufgedeckt. Daneben befindet sich die Ablage für den Beitrag zur Krisenbewältigung.

Die Orte in Winter der Toten – die lange Nacht

Um den Hauptspielplan herum verteilt ihr beim Spielaufbau von Winter der Toten – die lange Nacht

die verlassenen Orte. Dabei handelt es sich um…

  • die Polizeiwache
  • die Schule
  • die Bücherei
  • das Krankenhaus
  • die Tankstelle
  • der Supermarkt

Oben auf den Ortskarten findet ihr verschiedene Symbole. Sie zeigen beispielsweise Nahrung, Medizin, Werkzeug oder andere Ressourcen. Das Symbol, das weiter links steht, zeigt die höchste Wahrscheinlichkeit dessen, was du an diesem Ort beim Durchsuchen finden kannst. Neben Ressourcen kannst du hier auch Überlebende finden. Beim Supermarkt hast du die höchste Wahrscheinlichkeit, Lebensmittel zu finden. In der Polizeiwache gibt es am wahrscheinlichsten Waffen, und im Krankenhaus, wie könnte es anders sein, gibt es wohl die meisten Medikamente.

Auf jedem Ortstableau befindet sich ein Stapel mit Gegenständen, die man dort finden kann. Diese Karten werden Durchsuchungskarten genannt. Dabei handelt es sich nicht nur um Nahrung, Medikamente oder Fremde. Es können auch Schneeschuhe oder Schraubzangen dort liegen, die für bestimmte Krisen und Zustände eurer Überlebenden wichtig werden können.

Rechts unten auf dem Ortstableau siehst du Ohr-Symbole. Sie zeigen die Lautstärke beim Durchsuchen an. Je mehr Lärm ein Überlebender macht, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zombie dich entdeckt und an dem Ort erscheint.

Die Erstausstattung mitten in der Zombie-Apokalyse

Lasst die Spiele beginnen! Ist das Spiel soweit aufgebaut, geht es um die Erstausstattung eurer Überlebenden, damit das Spiel individuell wird und eine einzigartige Geschichte erzählt. Zunächst zieht ihr per Zufallsprinzip ein gemeinsames Ziel oder wählt demokratisch darüber ab. Auf der Karte steht der entsprechende Zeitaufwand, sodass du Winter der Toten – die lange Nacht auch in kürzeren Partien spielen kannst. Somit wird eine konkrete Spielaufgabe festgelegt.

Ein gemeinsames Ziel legt fest, bei welchem Moral-Zustand das Spiel beginnt und wie viele Spielzüge Zeit sind, um das Ziel zu erreichen. Im Beiheft gibt es einen Abschnitt, der passend zum Spielziel vorgelesen wird. Er ist realistisch formuliert und versetzt euch in das einzigartige Spielgefühl von Winter der Toten – die lange Nacht .

Jeder Spieler zieht fünf Startkarten, die er als Handkarten behält. Es handelt sich dabei um Ressourcenkarten, die auch beim Durchsuchen von Orten gefunden werden können.

Zu Beginn des Spiels zieht jeder Spieler Überlebendenkarten. Insgesamt gibt es 30 davon. Jeder Spieler zieht 4 Stück. Zwei davon wählst du als deine Überlebenden aus, die anderen beiden mischt du wieder in den Stapel. Auf den Karten siehst du deine Charaktere mit liebevollen Illustrationen, die dich noch mehr in die Stimmung des Spiels versetzen. Oben rechts befindet sich ein eingekreister Einflusswert. Je höher dieser Einflusswert ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Charakter dein Gruppenanführer wird.

Unter dem Einflusswert stehen zwei weitere Zahlen. Die Angriffszahl mit dem Explosions-Symbol daneben zeigt, mit welcher Durchschlagskraft der Charakter gegen Zombies kämpfen kann. Das Durchsuchungs-Symbol ist die Lupe und zeigt, wie gut diese Person im Durchsuchen der Orte ist.

Unten auf der Karte steht noch eine Spezialfähigkeit, mit der die Charaktere individuell und besonders werden. Die Überlebendenkarten legst du offen auf den Tisch und suchst dir die dazugehörigen Spielfiguren. Die Spielfigur positionierst du sie in den Raum der Kolonie, auf dem „Lasst sie nicht rein!“ steht.

Es gibt geheime Zielkarten mit und ohne Verrat-Symbol. Von den „guten“ Zielen kommen für jeden Mitspieler zwei Karten in das Potpourri, aus dem die Ziele zufällig gewählt werden. Von den Verrats-Zielkarten gerät unabhängig von der Spielerzahl nur eine einzige unter die geheimen Zielkarten ohne Verratssymbol. Jeder Spieler zieht anschließend eine geheime Zielkarte aus diesem Kontingent. Die Karten, die übrig bleiben, legt ihr an die Seite. Dadurch ist nie klar, ob es einen Verräter gibt oder nicht.

Hast du die Aufgabe deiner geheimen Zielkarte erreicht, gewinnst du das Spiel. Es kann somit sein, dass das gemeinsame Spielziel erreicht wird, aber dennoch Verlierer unter den Mitspielern weilen, die ihr persönliches Ziel nicht erreicht haben.

Wie das Spiel funktioniert und wie es konkret gespielt wird, erfährst du im folgenden Artikel, in dem wir auch noch die Erweiterung „Winter der Toten – Kampf der Kolonien“ rezensieren.

Unser Fazit zum Spielprinzip von Winter der Toten

Winter der Toten – die lange Nacht macht unheimlichen Spaß. Um das Spiel zu verstehen, aufzubauen und die erste Runde zu spielen, sind gute zwei Stunden erforderlich. Die Idee ist gut, sie packt mich und ich bin enorm gespannt, wie die Erweiterung das Spiel bereichern wird. Mich persönlich hat das Spiel von Anfang an gepackt und ich will kaum etwas anderes spielen. Es ist zugegebenermaßen ein schweres Spiel, aber genau das erhöht den Spaßfaktor umso mehr. Dieses Spiel macht auf lange Zeit Spaß und ich bin zuversichtlich, dass es auch in einem Jahr noch in meiner Top 10 der Lieblingsspiele sein wird. Ich bin enorm glücklich, dieses vollkommene Spiel mit detailreicher Grafik, ordentlich Zufalls-Wumms und einer interessanten, dystopischen Thematik entdeckt zu haben.

Plaid Hat Games PHGD0011 Winter der Toten-Die Lange Nacht
  • Autor: Jonathan Gilmour Isaac Vega
  • Spieldauer: 60 - 120 Minuten
  • Spieleranzahl: 2 - 5
  • Spielzeug
  • plaid head games

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