Das Spiel der Unendlichkeit – Verbotene Welten [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

In Verbotene Welten wagt ihr euch in das Warhammer 40k Universum. Befehlsplättchen lenken den Spielverlauf im spannenden Weltall.

  • Für zwei bis vier Spielerinnen und Spieler
  • Ab zwölf Jahren
  • Das Kampfsystem ist so ausgeklügelt, dass es in dieser Rezension keinen Platz gefunden hat.

Der Heidelberger Spieleverlag hat etwas ganz Besonderes für uns: Im Warhammer 40k Universum spielen wir heute Verbotene Welten. Die Spielschachtel ist riesig und gut gefüllt. Freut euch auf ein komplexes Brettspiel, dargestellt in vereinfachter Spielerklärung und einer persönlichen Rezension vom Brettspielguru.

Datenblatt zum Brettspiel Verbotene Welten

Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Herausforderungen: Seine Fraktion kennen, Ausdauer, Ressourcen, Kämpfe und Wege
Vergleichbar mit: Starcraft: Das Brettspiel, Risiko

Das Spielprinzip von Verbotene Welten

Das Brettspiel Verbotene Welten dauert um die drei Stunden. Eine Partie kann sehr lange dauern, aber ermüdet nicht so schnell. In Verbotene Welten breitet ihr euch aus und sucht euch Ressourcen, um später in der Galaxis eure Gegner auszuschalten. Der Spielaufbau erinnert an Risiko, ist aber ein asymmetrisches Strategiespiel.

Insgesamt spielt ihr acht Runden Verbotene Welten. Dabei sammelt ihr Zielmarker ein, baut eure Einheiten auf und bekämpft euch gegenseitig.

Das Inventar & Spielaufbau von Verbotene Welten

Verbotene Welten von Heidelberger Spieleverlag ist ein absolutes Strategiespiel. Das zeigt bereits das Inventar.

Es gibt unterschiedliche Parteien, die die Spieler spielen können. Eine Fraktion besteht aus den klassischen blauen Space Marines. Die roten Chaos Space Marines, die grünen Orks und in Gelb die Elder. Die vier Fraktionen sind in allen Aspekten unterschiedlich. Es gibt zwar gleiche Klassen in verschiedenen Stärken, aber die Werte der einzelnen Einheiten unterscheiden sich von Fraktion zu Fraktion. Jede Fraktion hat andere Fähigkeiten und Kampfeigenschaften. Die Fraktionsfähigkeit bringt noch mehr Abwechslung in den Spielverlauf.

Auf dem Spieltisch ist die Welt zu Beginn des Spiels schon komplett ausgelegt. Hier gibt es nichts zu erkunden, alles ist bereits erforscht. Das geschieht durch den Hauptspielplan. Für vier Spieler mit allen vier Fraktionen gibt es zwölf Einheiten auf dem Spielbrett. Spielt ihr zu zweit, gibt es nur sechs Gebiete.

Die Schiffe können sich nur in leeren Räumen bewegen. Bodeneinheiten können sich nur von Planet zu Planet bewegen.

In Verbotene Welten geht es um Zielplättchen. Sie sind auf dem Spielplan verteilt, und zwar in den Gebieten der Gegner. Ziel des Spiels ist es, die eigenen Zielplättchen aus den gegnerischen Gebieten zu sammeln.

Jeder Planet hat mindestens zwei Angaben. In grün sagt eine Zahl, wie viele Ressourcen der Planet pro Runde produziert bzw. produzieren kann. Durch diese Ressourcen kannst du neue Einheiten produzieren. Außerdem gibt es rechts ein Symbol, das besondere Ressourcen darstellt. Diese Ressourcen kann der Planet bei einer Aktion produzieren. Manche Planeten haben keine dieser Ressourcen.

Warp-Stürme sind bewegliche Barrieren zwischen unterschiedlichen Spielfeldern. Durch sie kann man sich nicht hindurch bewegen. Während des Spiels bewegt ihr diese Stürme, sodass sich neue Wege und neue Blockaden ergeben.

Wie spielt man Verbotene Welten?

Jeder Spieler hat zu Beginn des Spiels unterschiedliche Kampfkarten. Diese können durch Effekte aufgewertet werden. Außerdem könnt ihr Gebäude bauen und euren Kommando-Level erhöhen.

Die unterschiedlichen Aktionsmöglichkeiten in Verbotene Welten werden „Befehle“ genannt. Davon darf jeder Spieler vier Stück zu Beginn einer Runde ausspielen.

Befehle

Verbotene Welten wird über Befehlsplättchen gesteuert. Jedes Gebiet hat ein Sechseck in der Mitte, auf das du dein Befehlsplättchen legen kannst. Auch mehrere dürfen übereinander liegen, und du kannst auch dein Befehlsplättchen über das eines Gegners legen. Nur das Plättchen, das oben liegt, darf ausgeführt werden. Was die Befehlsplättchen bringen, steht auf der Rückseite des Sechseckplättchens:

  • Produktion (Einheiten und Gebäude bauen)
  • Strategie (Befehls- oder Kampfaufwertung erwerben)
  • Herrschaft (Güter erhalten)
  • Vormarsch (Einheiten bewegen und einen Kampf ausführen)

Produktion

Baust du Gebäude oder Einheiten, musst du das Kommandolevel beachten. Es gibt für das Kommando-Level Null, Eins, Zwei und Drei unterschiedliche Einheiten, die freigeschaltet werden. Wenn du eine Stadt hast, rückst du ein Kommandolevel nach oben. Mit einem Ressourcenmarker kannst du anzeigen, wie viele Ressourcen diene befreundeten Welten herstellen.

Strategie

Du kannst Aufwertungskarten ziehen. Jede Fraktion hat dabei unterschiedliche Befehls- und Kampfaufwertungen.  Dadurch kannst du beispielsweise günstiger produzieren oder stärker kämpfen.

Herrschaft

Du erhältst Güter entsprechend der Produktionen, die in allen befreundeten Welten im entsprechenden Gebiet bestehen. Somit erhältst du beispielsweise Werkzeuge oder Depots, durch die du deine zukünftigen Baukosten reduzieren und generell Ressourcen für den Bau erwerben kannst.

Vormarsch

Das Gebiet, in das du dein Plättchen gelegt hast, wird von dir erobert. Du kannst einmarschieren. Überall, wo gegnerische Einheiten dir im Weg stehen, kommt es zum Kampf. Bodeneinheiten dürfen dabei von Planet zu Planet bewegt werden. Um Leeren zu überbrücken, musst du ein Schiff zwischen zwei Planeten positioniert haben. Sie bilden die Brücken zwischen den Planeten. Achte beim Befehl „Vormarsch“ darauf, ob du dich zum Ziel bewegen kannst. Pro Bewegung darfst du nur einen Kampf auslösen.

Die Organisationsphase

Wenn alle Spieler ihre vier Befehle ausgeführt haben, kommt es zur Organisationsphase. Jetzt darf jeder Spieler die Zielmarker einholen, die er erobert hat. Befindet sich eine Einheit auf dem Planeten mit einem Zielmarker, darf der Spieler ihn aufnehmen.

Dann stellt jeder Spieler sein Ressourcenrad neu ein. Je nach dem, wie viele Ressourcen die Welten produzieren, die du besetzt hast, bekommst du mehr oder weniger Ressourcen im Vergleich zur vorherigen Runde.

Anschließend zieht jeder Spieler seine Ereigniskarten. Warp-Stürme werden bewegt, und es geht wieder weiter mit der nächsten Runde: Jeder Spieler hat vier Befehle, und weiter geht’s!

Fazit

Das Brettspiel Verbotene Welten kann Freundschaften zerstören. Und allein deshalb liebe ich es schon mal. Ist doch klar, oder?

Insgesamt gefällt mir die Thematik, obwohl ich das Warhammer Universum vorher nicht kannte. (Schande über mich?). In meiner Rezension habe ich das Kampfsystem und viele kleine Eigenheiten von Verbotene Welten außer Acht gelassen, weil das den Rahmen dieser Brettspielrezension gesprengt hatte. Das Spiel ist sehr komplex und lang, macht aber Spaß. Verbotene Welten ist kein Spiel, das mich vom Hocker haut wie jüngst Berge des Wahnsinns. Es ist nett, okay, toll und gut. Aber in meinen Augen eben nicht herausragend, ausgezeichnet oder obermegageil.

Um aber die gesamten Tiefen von  Verbotene Welten kennenzulernen und eine ausführliche Runde zu spielen, orbitale Schläge auszuführen, erbittert zu kämpfen und technologischen Fortschritt zu genießen, solltest du dir Verbotene Welten unbedingt selbst zulegen und ausprobieren.

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