Die Verteidigung des Königreichs der Karten– Valeria [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Befreit euer Königreich von den berohenden Monstern. Als Herzöge ist es eure Aufgabe, Bürger zum Kampf zu rekrutieren. Was ihr dafür braucht? Natürlich große Landen und Wohlstand.

  • Würfelglück trifft auf Strategie
  • Du kannst Valeria auch alleine spielen, aber bis zu vier weitere Spieler freuen sich, wenn du sie mitspielen lässt.
  • Erlegte Monster bringen direkte Siegpunkte

Das Königreich Valeria wird von Monstern bedroht. Da der König nicht dazu in der Lage ist, müssen die Herzöge sich darum kümmern, die Monster in die Flucht zu schlagen. Im wirklich wunderschön gestalteten Kartenspiel „Valeria – Königreich der Karten“ übernehmt ihr die Rolle eines Herzogs, vergrößert eure Ländereien und rekrutiert Bürger für den Kampf gegen die Monsterhorden.

Datenblatt zum Kartenspiel Valeria

Verlag: Schwerkraft Verlag
Anzahl Spieler: 1 – 5 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Herausforderungen: Würfelglück, Strategien entwickeln
Vergleichbar mit:  

Ein ganzes Königreich in einer Box: Inhalt

Valeria vom Schwerkraft Verlag kommt in einer Spielebox, in der sich 215 Spielkarten und 189 Marker befinden. Dazu kommen 32 Registerkarten und 12 Multiplikatoren. Zwei Würfel und die Spielanleitung vervollständigen das Königreich in der Verpackung.

Das Kartenspiel Valeria erfordert nur wenig Vorbereitung und sobald ihr die verschiedenen Kartenstapel auf dem Tisch platziert habt, könnt ihr auch schon loslegen.

Wie spielt man Valeria?

Zu Spielbeginn von Valeria hat jeder Spieler nur zwei Karten. Einen Ritter und einen Bauern. Der Traum vom eigenen Königreich beginnt also bescheiden und mit gerade mal zwei Goldstücken und einem Magiemarker in der Tasche. Jeder Spieler bekommt außerdem eine Herzogkarte. An den Vorgaben auf dieser Karte solltet ihr euch im Spielverlauf orientieren, um zum Schluss möglichst viele Zusatzpunkte abzusahnen. Somit ist auch das Ziel des Spiels klar: Um das Königreich der Karten zu regieren müsst ihr mehr Siegpunkte sammeln als eure Gegenspieler.

Das Spiel besteht aus mehreren Runden, die aus jeweils zwei Phasen bestehen. Während immer nur ein Spieler aktiv ist, können trotzdem alle Spieler in jeder Runde Ressourcen sammeln.

Die Ressourcen Phase

Der aktive Spieler würfelt. Das Ergebnis hat mehrfache Bedeutung. Die Augenzahl jedes einzelnen Würfels, aber auch die Summe beider Würfel kann jedem Spieler Ressourcen einbringen. Auf die ausgelegten Bürgerkarten aller Spieler sind Zahlen aufgedruckt. Jeder Spieler schaut jetzt, was das Würfelergebnis ihm einbringt und sammelt die dementsprechenden Ressourcen ein. Das sind Gold, Stärke und Magie. Da jeder Spieler zu Beginn nur wenige Bürgerkarten zur Verfügung hat, solltet ihr mehr Bürger rekrutieren, um somit im Verlauf des Spiels mehr Ressourcen zu generieren.

Die Aktionsphase

Der aktive Spieler kann jetzt weitere Bürger anheuern, indem er sie mit Gold bezahlt. Hier kommt eine strategische Komponente zum Tragen. Da die verschiedenen Bürgerklassen natürlich bei unterschiedlichen Würfelergebnissen Ressourcen abwerfen, müsst ihr überlegen, ob ihr lieber mehrere Bürger der gleichen Klasse sammelt, um so bei einer bestimmten Zahl mehr Ressourcen zu sammeln oder ob ihr lieber versucht, bei unterschiedlichen Würfelergebnissen Ressourcen zu ergattern, die vermutlich häufiger kommen, euch aber weniger einbringen. Dabei solltet ihr auch bedenken, wie ihr am Ende mit eurer Herzogkarte die meisten Zusatzpunkte sammeln könnt.

Die Bürger dienen zudem auch als Zahlungsmethode für Gebiete. Habt ihr die entsprechenden Bürger und das nötige Gold, könnt ihr eurem Herzogtum ein Gebiet hinzufügen. Jedes Gebiet bringt bestimmte Vorteile wie zusätzliche Ressourcen oder Rabatte auf Bürger und Gebiete.

Eine weitere mögliche Aktion ist das Erlegen eines Monsters. Diese Monster bringen direkt Siegpunkte. Um sie zu besiegen, benötigt ihr die auf der Karte angegebenen Stärke und Magie in Form von Stärkemarkern und Magiemarkern. Mit jedem besiegten Monster wird das nächste aufgedeckt und die Monster werden immer stärker, bis hin zu einem Endgegner, der die besten Belohnungen abwirft, aber natürlich auch am meisten Stärke und Magie erfordert, um sich geschlagen zu geben.

Das Spielende

Das Spiel endet, wenn entweder alle Gebiete gekauft wurden, alle Monster besiegt wurden oder eine bestimmte Anzahl von Kartenstapeln aufgebraucht wurden. Das hängt allerdings von der Anzahl der Spieler ab. Bei mehr Spielern müssen logischerweise mehr Stapel erschöpft werden, um das Spiel abzuschließen.

Am Ende sammeln alle Spieler ihre Siegpunkte, durch besiegte Monster und die Herzogbelohnungen ein und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel und vermutlich auch die ewige Dankbarkeit des Königs von Valeria. Wie der seine Retter belohnt, ist nicht übermittelt, aber ich bin sicher, es ist etwas ganz tolles.

Für Einzelspieler oder für ein Spiel mit fünf Spielern variieren die Regeln etwas, im Kern bleiben sie aber gleich.

Fazit zu Valeria

Das Kartenspiel Valeria bietet durch immer neue Strategien und Taktiken langen Spielspaß. In der Spielanleitung finden sich auch noch Variationen, die verschiedene Schwerpunkte auf bestimmte Ressourcen legen, wodurch immer wieder neue Spielerfahrungen entstehen. Durch zahlreiche Erweiterungen lässt sich das Königreich zudem ausbauen und mit neuen Regeln bestücken. Leider gibt es wenig Interaktion unterhalb der Spieler. Abgesehen von Ressourcen zu sammeln und Karten zu kaufen gibt es nicht viel zu tun und jeder Spieler ist durchgehend mit sich selbst beschäftigt. Dadurch fehlt ein bisschen das Gefühl, gemeinsam im Königreich zu kämpfen. Das ist aber nur ein minimaler Kritikpunkt, denn die Runden vergehen wie im Flug und nach dem Ende habt ihr sicher direkt Lust auf einen weiteren Besuch in Valeria.

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