Erfülle die Saga! – Unheil über Kilforth [Rezension]

0
672
Das Wichtigste in Kürze

In Unheil über Kilforth geht es um Monster, Dämonen und Drachen. Die bis zu vier Spieler kämpfen gegen den Fortschritt der Dunkelheit, die sich in der Nacht ausbreitet. Sie erfüllen Quests der 25 Ortskärtchen und gewinnen nur, wenn sie schneller als die sich ausbreitende Dunkelheit sind.

In „Unheil über Kilforth“ befinden sich die Spieler in einer Welt voler Monster, Dämonen und Drachen. In diesem Kartenspiel arbeiten sie Dungeons ab, während der Ort Kilforth nach und nach der Dunkelheit zum Opfer fällt. Ich versuche mich hier an einer spoilerfreien Rezension und Erklärung der Regeln.

Datenblatt zum Kartenspiel Unheil über Kilforth

Verlag: Schwerkraft Verlag
Anzahl Spieler: 1 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Herausforderungen: Quests erfüllen, am Leben bleiben, Endgegner besiegen, Saga erfüllen
Vergleichbar mit: Arkham Horror

Das Inventar von Unheil über Kilforth

Bei „Unheil über Kilforth“ handelt es sich zwar um ein reines Kartenspiel, aber das macht den Umfang des Spiels nicht weniger beeindruckend. Neben den 25 Gebietskarten, die den Hauptspielplan ersetzen werden, gibt es in Kilforth allerlei Karten. Es gibt je acht Rasse- und Klassekarten für die Charaktere sowie acht Figuren und Ständer, die die Spieler in diesem schönen Kartenspiel spielen werden. Mit 32 Fähigkeitenkarten ist gewährleistet, dass diese auch individuell bleiben.

Die 25 Nachtkarten dienen dem unaufhörlichen Fortschritt der Dunkelheit, die sich über Kilforth zieht. Damit es unterschiedliche Szenarien und Missionen gibt, rütteln 24 Sagenkarten, vier Uraltenkarten und vier Uraltenfähigkeitskarten sowie 24 Verschwörungskarten das Spiel auf.

Die Quests rund um Kilforth werden ergänzt durch 82 Begegnungskarten und 74 Belohnungskarten. Gespielt wird das Ganze mit sechs sechsseitigen Würfeln.

Darüber hinaus enthält die Spielebox jede Menge Marker:

  • 16 Feindmarker
  • 16 Schicksalsmarker
  • 4 Tarnmarker
  • 60 Goldmarker
  • 30 Aktionspunktmarker
  • 30 Lebenspunktmarker
  • 24 Hindernismarker
  • 82 Beutemarker

Ich versuche, im Folenden so spoilerfrei wie möglich zu beschreiben, worum es in „Unheil über Kilforth“ geht, also werde ich nur einen Bruchteil des Inventars konkret erklären. Alles Weitere kannst du vorerst deiner Fantasie überlassen und dir „Unheil über Kilforth“ selbst kaufen.

Bevor das Unheil über Kilforth losgeht

In Unheil über Kilforth besteht die Karte aus einzelnen Karten, die um das Zentrum herum aufgebaut sind. Das 5 x 5 Karten große Feld bildet den Hauptspielplan von Unheil über Kilforth. Die 24 Karten um die Stadt Sprawl herum werden zufälig verteilt. In Sprawl haben die Spieler im Verlauf des Spiels die Möglichkeit, sich auszuruhen oder zu handeln. Neben dem Gebiet von Kilforth legen die Spieler zu Beginn des Spiels die vier Ortskarten-Typen auf je einen Stapel für jede Gebietsart: Wald, Gebirge, Sumpf und Ebene. Auf der anderen Seite gehören vier Stapel für den Verlauf des Spiels: Zaubersprüche, Ausrüstungsgegenstände, Fähigkeiten und Begegnungen.

Jetzt mischt ihr die Nachtkarten, und der allgemeine Spielaufbau ist fertig. Weiter geht es mit dem persönlichen Spielaufbau.

Charaktere, Sagen und der Endgegner

Gespielt wird „Unheil über Kilforth“ in Runden, die in eine Tag- und eine Nachtphase aufgeteilt sind. In jeder Nacht wird einer der 25 Orte vom Unheil, von der Dunkelheit, befallen und birgt fortan Gefahren für de Spieler. Wenn alle 25 Nachtkarten gezogen worden sind und ganz Kilforth in Dunkelheit verfallen ist, haben die Spieler das Spiel verloren.

Das soll natürlich vermieden werden! Dazu wählen die Spieler zu Beginn des Spiels einen eigenen Charakter aus, mit dem sie das Spiel antreten werden und entscheiden sich für eine persönliche Saga sowie für einen der vier Nemesis-Endgegner. Diese muss im Endkampf besiegt werden.

Die Charaktere in „Unheil über Kilforth“ können acht Rassen angehören. Jede Rasse hat bestimmte Vorteile gegenüber anderen. Außerdem hat jeder Charakter neben seiner Rasse eine Klasse. Du kannst Barbar, Zauberer, Dieb oder beispielsweise Magier spielen. Somit ist jeder Charakter, den die Spieler spielen, nahezu individuell und jede Partie, die die Spieler in Kilforth spielen, wird einzigartig.

Die persönliche Saga, die die Spieler zu Beginn des Spiels wählen, bestimmt, inwiefern die Charaktere aufleveln und sich somit in bestimmten Fähigkeiten verbessern können. Die Sagen haben unterschiedliche Ziele, durch die „Unheil über Kilforth“ gewonnen werden kann, sind dazu aber auch noch in Kapitel unterteilt. Jedes Mal, wenn die Spieler ein Kapitel abgeschlossen haben, steigen ihre Charaktere in den Leveln auf.

Quests & Leben

Die Spieler bewegen sich über die Orte Kilforths und schließen Quests ab. Es gibt zu plündernde Dungeons und neue Ausrüstung, aber auch Begegnungen und Kämpfe, durch die die Spieler neue Karten erlangen können.

Die Lebenspunkte des Charakters stellen zugleich auch die Aktionspunkte dar. Die Aktionen in „Unheil über Kilforth“ können die Spieler allerdings frei wählen. Je nach dem, wie gesund der eigene Charakter noch ist, können die Spieler sich also bewegen, kämpfen oder interagieren.

Da der Gesundheitszustand des Charakters entsprechend wichtig ist, entscheiden die Spieler im Verlauf des Spiels alles hinsichtlich des Gesundheitszustandes. Somit können sie gezielt Quests verfolgen und sich mit neuer Ausrüstung versorgen, oder aber auch Monster jagen und eine Menge kämpfen. Wenn du „Unheil über Kilforth“ spielst, wirst du schnell den Griff raushaben, wann du eine Begegnung vielleicht besser später erfüllst und dich besser unauffällig verhältst, um die Lebenspunkte, also die Aktionspunkte deines Charakters zu schonen.

Neigt sich das Spiel dem Ende entgegen, beginnt das Sagen-Finale. Hier können die Spieler die eigenen Fähigkeiten massiv aufwerten. Ist das letzte Szenario erfüllt, erscheint der Nemesis-Endgegner. Der Endkampf entscheidet, ob Kilforth in die Dunkelheit fällt oder nicht, und ob die Spieler das Spiel für sich entscheiden können.

Fazit zu Unheil über Kilforth

Ich habe versucht, diese Rezension weitestgehend spoilerfrei zu halten. Ich hoffe, der Einblick hat dir zeigen können, in welche Richtung sich „Unheil über Kilforth“ bewegt. Es ist ein klassischer Duneon-Crawler, und damit nicht gerade das Spiel mit meinem liebsten Spielprinzip. Nachdem ich mich für Klong begeistern konnte, dachte ich, ich könne mehr mit der Thematik anfangen, aber dem ist leider nicht so. Abgesehen davon, dass ich ein persönliches Problem mit Dungeons aller Art habe, ist „Unheil über Kilforth“ aber ein durchaus spielenswertes Spiel. Es haut mich nicht vom Hocker, wirkt, als sei es schon in zigfacher Variante da gewesen, aber vielleicht ist es ja genau das, was du suchst?

Für Fans von Dungeons und co ist Kilforth definitiv ein sehr interessantes Spiel, zumal es als reines Kartenspiel und ohne sperrigen Hauptspielplan funktioniert. „Unheil über Kilforth“ ist komplex, spannend und gut ausbalanciert.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here