Städtebau in klein und kompliziert – Tiny Towns [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Packt die Holzwürfel aus, wir bauen eine Stadt! In Tiny Towns baut ihr Formen mit Holzwürfeln nach und errichtet somit Gebäude in eurer Stadt. Das Spiel beginnt sehr abstrakt und erinnert etwas an Schiffe versenken (nur anders herum), ist aber ziemlich innovativ und macht unfassbar viel Spaß.

  • Ihr legt Ressourcen in ein 4×4-Raster, um sie zu Gebäuden umzuwandeln
  • Je mehr du baust, desto mehr Siegpunkte bekommst du
  • Je mehr du baust, desto weniger Platz hast du für neue Formationen

In Tiny Towns legt ihr Muster aus Ressourcen auf euren Spielertableaus entsprechend der Vorgaben auf Karten, die sich in der Mitte des Spieltisches befinden. Zu Beginn ist Tiny Towns ein einfaches und schnelles Spiel – aber ihr kombiniert die Vorgaben auf eurem Spielertableau und bekommt nach und nach natürlich Platzprobleme.

Datenblatt zum Brettspiel Tiny Towns

Verlag: Alderac Entertainment
Anzahl Spieler: 1 – 6 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herausforderungen: Planen und umsetzen, flexibel sein, abstraktes Denken, Tetris-Kenntnisse
Vergleichbar mit: weder Schiffe versenken noch Tetris, aber irgendwie doch.

Das Spielprinzip von Tiny Towns

Tiny Towns von Alderac Entertainment kommt mit Spielertableaus, Karten und Holzmarkern aus. Die Spieler versuchen, mit den Holzmarkern so lange wie möglich zu bauen.

Das Brettspiel ist dabei auf den ersten Blick recht abstrakt, macht aber dadurch nicht weniger Spaß, als wenn es nicht so abstrakt wären. Die Gebäude selbst haben liebevoll gestaltete Holzmarker, aus denen sie zusammengesetzt werden und schließlich auf dem Spielertableau Form annehmen, aber im Spiel geht es hauptsächlich um die abstrakt anzuordnenden Holzmarker.

So werden beispielhafte Gebäude in Tiny Towns gebaut:

  • Kapelle: zwei graue und zwei blaue Holzmarker in L-Formation
  • Brunnen: ein brauner und ein grauer Holzmarker nebeneinander
  • Theater: zwei braune, ein blauer und ein grauer Holzmarker in T-Formation
  • Fabrik: ein brauner, zwei graue und zwei rote Marker in langgezogener L-Formation
  • Taverne: Zwei rote und ein blauer Holzmarker nebeneinander
  • Farm: zwei gelbe und zwei braune Holzmarker
  • Kathedrale von Caterina: grau, blau und gelb um’s Eck

Baust du ein Gebäude, legst du die für die Ressourcen stehenden Holzmarker auf die Gebäudekarten, um es zu bezahlen und wandelst die auf deinem Tableau ausgebreiteten Ressourcen in hölzerne Miniaturen der Gebäude um.

Die Spieler bauen Gebäude aus den verschiedenfarbigen Holzmarkern und erhalten dafür unter anderem Siegpunkte. Je mehr Tavernen du baust, desto mehr Siegpunkte erhältst du in Tiny Towns. Aber es gibt nicht nur fürs Bauen an sich Siegpunkte!

Baust du beispielsweise einen Brunnen, erhältst du einen Siegpunkt für jedes angrenzende Cottage. Baust du ein Theater erhältst du zusätzliche Siegpunkte je verschiedenartiges Gebäude, das du in einer Reihe oder einer Spalte auf deinem Tableau errichtest.

Wie spielt man Tiny Towns?

Das Brettspiel Tiny Towns beginnt, indem jeder Spieler ein Tableau vor sich liegen hat. In der Mitte des Spieltisches liegen Gebäudekarten, die die Spieler bauen können. Die Ressourcenmarker und die hölzernen Gebäude legt ihr ebenfalls auf den Tisch, sodass jeder an alles rankommen kann.

Die farbigen Holzwürfel stehen für folgende Ressourcen:

  • gelb: Weizen
  • rot: Ziegel
  • blau: Glas
  • grau: Stein
  • braun: Holz

Die Spieler nehmen sich abwechselnd eine Ressource und positionieren sie auf ihrem Spielertableau. Dabei entscheidet der Startspieler, welche Farbe der Holzmarker in dieser Runde gespielt wird. Nimmt er eine blaue Ressource, müssen alle anderen Spieler in dieser Runde ebenfalls mit Blau arbeiten.

Gebäude könnt ihr gespiegelt oder gedreht bauen, aber ihr müsst euch an die Vorgaben auf den Gebäudekarten halten. Sobald du Ressourcen so auf dein Tableau gelegt hast, dass du eine Form eines Gebäudes erfüllst, musst du den Bau deines Gebäudes ankündigen. Baust du ein Gebäude, entfernst du die Ressourcen von deinem Spielertableau und nimmst dir die Gebäudeminiatur aus Holz. Stelle das Gebäude auf ein Feld auf deinem Tableau. Jetzt hast du einen Platz weniger, um deine Ressourcen tetrisartig auszubreiten und neue Gebäude zu bauen.

Fazit zu Tiny Towns

Die Herausforderung vom Brettspiel Tiny Towns von Alderac Entertainment ist hauptsächlich, seine Stadt zu planen und diesen Plan umzusetzen. Wie jeder aber weiß, müssen Pläne flexibel sein, denn die Gegner bestimmen zum Teil, welche Ressourcen als nächstes kommen. Je mehr du baust, desto schwieriger wird Tiny Towns, und nach einer bestimmten Zeit kriegt jeder Spieler die Krise. Ich liebe Spiele, bei denen man die Krise kriegt 😉

Meiner Meinung nach ist dieses Spiel innovativ und einfach, zugleich aber irgendwie bekannt und komplex. Es ist super für zwischendurch, für lange Abende mit vielen Partien hintereinander, und egal, gegen wen ich in Tiny Towns bisher gespielt habe: Es gab immer eine Revanche!

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