Gemeinsam auf den Mars! – Terraforming Mars [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

In Terraforming Mars besiedeln die Spieler zusammen den Mars – nun, das wollen sie zumindest. Zunächst muss der Mars für die Menschheit bewohnbar gemacht werden.

  • Gemeinsam arbeitet ihr an Temperatur, Sauerstoffgehalt und Wasser auf dem roten Planeten.
  • Das Spiel ist für bis zu fünf Spieler, aber auch alleine spielbar.
  • Inzwischen gibt es eine Venus-Erweiterung oder auch die Erweiterung „Hellas & Elysium„.
  • Die Spieler führen Projekte aus und bauen Gebäude, um den Mars bewohnbar zu machen.

Lasst uns den Mars besiedeln! In Terraforming Mars bauen die Spieler gemeinsam den Mars auf, sodass er am Ende bewohnbar wird. Dabei lernt man nicht nur, was im echten Leben nötig wäre, um den Mars bewohnbar zu machen, sondern hat gemeinschaftlichen Spaß und wieder einmal ein tolles Spiel mit vielen Ressourcen, Gebäuden und Aktionen.

Datenblatt zum Brettspiel Terraforming Mars

Verlag: Schwerkraft-Verlag
Anzahl Spieler: 1 – 5 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Herausforderungen: Ressourcen- und Platzmanagement, gemeinsamer Aufbau, Planung
Vergleichbar mit: 51st State, Die Burgen von Burgund

Die Spielelogik von Terraforming Mars

Ziel des Spiels ist es, den Mars bewohnbar zu machen. Auf dem Spielplan befindet sich der Mars, kreisrund aufgezeichnet und eingeteilt in Sechsecke. Auf diese Felder legen wir sechseckige Plättchen, die den Mars terraformen, also verändern.

Darunter sind:

  • Grünflächen
  • Städte
  • Wassergebiete

Städte kannst du bauen. Wasser- und Grüngebiete werden ebenfalls im Verlauf des Spiels angelegt.

Sobald 9 % des Mars mit Wasser bedeckt sind, entsteht ein hydrologischer Kreislauf. Man kann Grünanlagen bauen und Wasserbereiche anlegen. Durch eine neue Grünanlage wird die Sauerstoffkonzentration in der Luft erhöht. Durch die Ozean-Plättchen steigt der Terraforming-Wert und du erhöhst deine Einnahmen. Die Temperatur auf dem Mars soll im Verlauf des Spiels von – 30 auf + 8 Grad klettern.

Auf der Karte vorgedruckt sind Ressourcen, die man bekommt, wenn man an diesen Stellen baut. Außen befindet sich eine Terraforming-Leiste. Dort werden Runden gezählt. Jeder Spieler startet bei 20. Das bedeutet, dass jeder Spieler 20 Mega-Credits Einkommen pro Runde hat. Wenn der Wert steigt, bekommst du eine Geldeinheit und eine Siegeinheit mehr.

Darüber hinaus enthält Terraforming Mars Spielertafeln mit Ressourcen und Geldeinheiten. Mit verschiedenen Würfelnt zählst du die Einheiten: Der große goldene Würfel steht für zehn Einheiten, der mittlere silberne Würfel steht für fünf und die bronzene Farbe zählt einen Wert. Erhältst du also 16 Einheiten einer Ressource, nimmst du dir je einen goldenen, silbernen und bronzenen Würfel.

Es gibt in Terraforming Mars viele unterschiedliche Ressourcen, mit denen gearbeitet wird. Es gibt Geld, Stahl, Titan, Energie, Wärme und den Ökowert.

Von Stahl kann man Gebäude bauen und sich somit Geld sparen. Kostet ein Gebäude 13 Mega-Credits, kann man auch in Stahl bezahlen. Es ist auch möglich, die Kosten aufzuteilen und Stahl als ergänzendes Zahlungsmittel einzusetzen. Titan ist ausschließlich für Weltraumprojekte bestimmt, die nicht mit Geld oder Stahl bezahlbar sind. Auf den zu bauenden Karten ist in diesem Fall das Titan-Symbol abgedruckt, sodass du sofort siehst, womit es zu bezahlen ist.

Unten auf der Anzeigetafel befinden sich die drei weiteren Ressourcen für die Pflanzenproduktion, Energie und Wärme.

Pflanzenproduktion: Wenn du acht Ökowerte, also Pflanzeneinheiten, verdient hast, kannst du ein Landschaftsplättchen auf den Mars legen. Dafür gibt es einen Punkt im Terraforming, und in der nächsten Runde verdienst du einen Mega-Credit mehr. Je nach dem, wie viele Karten an eine Grünanlage anliegen, kannst du mehr Belohnungen dafür erhalten. Städte sind mehr wert, wenn sie an möglichst viele begrünte Sechsecke angrenzen.

Dann gibt es noch Energie und Wärme. Unbenutzte Energie wird automatisch am Ende einer Runde zu Wärme. Für acht Wärme-Einheiten erhöhst du die Temperatur des Mars um einen Grad.

Standard-Projekte, Karten und Gebäude

Mit Geld ist alles möglich!

Für bestimmte Geldwerte kannst du Projekte umsetzen. Die sind fest aufgedruckt und nicht variabel. Es ist hierbei die Rede der sogenannten Standard-Projekte. Jeder Spieler kann beispielsweise jederzeit für 14 Mega-Credits die Temperatur um einen Grad steigen lassen oder für 23 Mega-Credits ein Grünstück auf den Mars legen und somit die Produktion von acht Pflanzenwerten umgehen. Außerdem ist es möglich, dass du Karten, die du nicht gebrauchen kannst, für je eine Mega-Credit verkaufst.

Dann gibt es in Terraforming Mars noch Karten und Gebäude.

Neben den Baukosten, die jede Karte mit sich bringt, gibt es Mindestanforderungen an den Mars, damit ein Projekt umgesetzt werden kann. Wellenkraftwerke kannst du beispielsweise nur bauen, wenn es insgesamt schon mindestens drei Ozeane gibt. Windräder brauchen mindestens 7 % Sauerstoffgehalt in der Luft, damit du sie bauen kannst. Liegt der Sauerstoffgehalt bei 6 % und du kannst die Baukosten bezahlen, darfst du das Windrad nicht „auf Vorrat bauen“.

Die grünen Gebäudekarten bringen einen einmaligen Effekt, der den individuellen Spielerplan angeht: Du kannst durch ein Gebäude beispielsweise eine weitere Einheit Energie pro Runde erhalten. Manche Gebäudekarten bringen dir zusätzlich zu ihrem konkreten Nutzen noch Siegpunkte für das Ende von Terraforming Mars.

Blaue Karten sind den grünen sehr ähnlich im Aufbau. Sie haben Effekte und Aktionen zur Folge. Sie bleiben aber liegen und können nach Belieben aktiviert werden, wenn du die geforderten Kosten bezahlen kannst, die auf die blaue Karte aufgedruckt sind. So kannst du beispielsweise vier Energieeinheiten verbrauchen, um zwei Stahl zu bekommen und den Sauerstoffgehalt in Terraforming Mars um einen Prozentpunkt zu erhöhen.

Effektkarten erinnern stark an die Ereigniskarten bei Monopoly. Sie bedeuten Events, die den Spieler beeinflussen. Effektkarten müssen nach ihrer Benutzung auf einen Ablagestapel gelegt werden, der nur für den Spieler gilt. Es gibt keinen Ablagestapel, der für alle Spieler gilt, da die Karten am Ende von Terraforming Mars Siegpunkte bringen können.

Der Spielablauf von Terraforming Mars

Terraforming Mars wird in vier Phasen gespielt. Du findest sie auf der Karte mit der Überschrift „Generatioenn“. In der ersten Phase, der Startspielerphase, wird der Startspielermarker im Uhrzeigersinn weitergereicht. Hast du den Spielermarker? Dann bist du an der Reihe.

In der Forschungsphase bei Terraforming Mars zieht jeder Spieler vier Karten. Diese sind kostenlos. Möchte man mehr Karten ziehen, kann man diese für je drei Mega-Credits kaufen.

Danach kommt die Aktionsphase. In dieser Phase kannst du als Spieler aktiv werden. Du kannst eine oder zwei Aktionen ausführen. Beispielsweise eine Karte ausspielen, ein Standard-Projekt nutzen, eine Aktion einer Karte nutzen, Pflanzen oder Wärme in Grünflächenplättchen oder Temperaturanstieg investieren, oder eine Auszeichnung finanzieren. In der letzten Phase, bevor der nächste Spieler dran ist, erhältst du Ressourcen entsprechend deiner Produktionsparameter und deinem Terraforming-Wert.

Spielende und Fazit zu Terraforming Mars

In Terraforming Mars wird der Mars aufpoliert, um bewohnbar zu werden. Der Terraforming-Wert steigt und steigt über den gesamten Spielverlauf. Die Temperatur steigt auf bis zu 8 Grad Celsius an und die Wasser- und Grünflächen machen ihn zu einem funktionierenden System.

Sind alle diese Werte auf Maximum und sind alle Ozean-Felder gelegt, endet das Spiel. Nun zählt jeder Speiler seine Siegpunkte. Wer die meisten Punkt hat, hat gewonnen.

Wir finden, dass Terraforming Mars ein herausragendes Spiel ist. Es macht immensen Spaß, vor allem mit jüngeren Mitspielern, die Faktoren herauszufinden, durch die ein Planet bewohnbar gemacht werden kann. Ein bisschen Allgemeinbildung schadet auch den älteren Mitspielern nicht, die sich vielleicht noch keine Gedanken über den Mars gemacht haben. Dieses Aufbaustrategie-Spiel hat einen Suchtfaktor, der sich nicht verstecken lässt. Es ist ein kooperatives Spiel, in dem die Spieler im wahrsten Sinne des Wortes Mitspieler und keine Gegenspieler sind. Es ist leicht zu verstehen und macht in der Familie wie auch mit Freunden großen Spaß. Hut ab, Schwerkraft-Verlag! Terraforming Mars ist ein gelungenes und schönes Spiel.

Stronghold Games STG06005 - Terraforming Mars, Familien Strategiespiel (ENGLISCH)
  • Ab 12 Jahre
  • Spieldauer: 90-120
  • Spieleranzahl: 1-5
  • Spielzeug
  • Stronghold Games

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