Gib mir das Gold! – Tempel des Schreckens [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Im Tempel des Schreckens warten Wächter auf euch Abenteurer, und sie haben keine Lust auf euch. Bis zu zehn Spieler können mit psychologischen Spielchen, Lügen und Diskussionen zum Sieg kommen.

  • Die Abenteurer wollen Gold finden
  • Die Wächter legen Feuerfallen

Sei Mitglied einer Abenteurergruppe und suche den Goldschatz im Tempel des Schreckens. Aber Vorsicht: Wächter wollen bewahren, was dir nicht gehört. Innerhalb von vier Runden werden du und deine Abenteurer-Kollegen herausfinden, wer wirklich auf eurer Seite ist und wem das Gold am Ende gehört. In diesem Artikel rezensiere ich gerne für dich „Tempel des Schreckens“.

Datenblatt zum Kartenspiel Tempel des Schreckens

Verlag: Pegasus Spiele
Anzahl Spieler: 3 – 10 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Herausforderungen: Psychologische Spielchen, Lügen, Überzeugen, Diskutieren
Vergleichbar mit: Quartett, schwarzer Peter

Tempel des Schreckens Spieleinventar

Im Kartenspiel „Tempel des Schreckens“ sind unterschiedliche Karten vorhanden. Das Spiel besteht aus…

  • Sieben Rollenkarten von Abenteurern
  • Vier Wächterinnen-Karten
  • 50 Schatzkammer-Karten
  • Eine Schlüsselkarte
  • Eine Aufteilungs-Karte
  • Drei Übersichtskarten

Insgesamt gibt es elf Rollenkarten, sieben davon sind Abenteurer und vier sind Wächterinnen. Tempel des Schreckens wird im Team gespielt. Dabei weißt du nicht, wer der anderen Mitspieler ein Abenteurer und wer eine Wächterin ist. Dazu gibt es fünfzig Schatzkammer-Karten. 37 davon sind leer, 10 sind mit Gold gefüllt. Außerdem gibt es drei Feuerfallen. Hierbei wird stark ersichtlich, wie das Spielprinzip von Tempel des Schreckens im Groben funktioniert.

Aber lass mich zunächst etwas zum Aufbau des Spiels sagen: Tempel des Schreckens bereitet ihr vor, indem ihr die Rollenkarten entsprechend der Tabelle in der Spielanleitung an die Spieler verteilt. Spielt ihr zu dritt, legt ihr einen kleinen Stapel aus zwei Abenteurer- und zwei Wächterinnen-Karten an. Zu viert sind es drei Abenteurer und zwei Wächterinnen, bei fünf ebenso. Die Tabelle sieht wie folgt aus:

Anzahl Spieler Anzahl Abenteurer Anzahl Wächterinnen
3 2 2
4 3 2
5 3 2
6 4 2
7 5 3
8 6 3
9 6 3
10 7 4

Jeder Spieler erhält verdeckt eine der Karten aus dem Stapel. Somit kennt er seine Rolle und muss die Karte verdeckt vor sich legen.

Anschließend verteilt ihr weitere geheime Karten. Je nach Spielerzahl verteilt ihr Schatzkammer-Karten. Auch hier sieht die Anleitung eine Tabelle vor. Legt einen Stapel mit der entsprechenden Verteilung von Kartenarten an und verteilt an jeden Spieler fünf zufällig, verdeckte Karten.

Schatzkammerkarten setzen sich im Stapel wie folgt zusammen:

Anzahl Spieler Leere Schatzkammerkarten Schatzkammern mit Gold Feuerfallen
3 8 5 2
4 12 6 2
5 16 7 2
6 20 8 2
7 26 7 2
8 30 8 2
9 34 9 2
10 37 10 3

Der Startspieler wird mit der Schlüssel-Karte markiert, darf diese vor sich ablegen und dann beginnt das Kartenspiel endlich auch.

Das Spielprinzip im Tempel des Schreckens

Alle Spieler haben ihre Karten auf der Hand und kennen ihre Rolle. Sie müssen glaubhaft machen, wer sie sind (und werden behaupten, dass sie Abenteurer sind) und sagen, was sich in ihren Schatzkammern befindet. In der Regel befinden sich zwei oder mehr Wächterinnen (je nach Spieleranzahl) unter ihnen, was den Tempel des Schreckens hier zu einem schönen Spiel psyschologischer Spielchen und ausgeklügelter Lügen macht.

Jetzt wird wie beim Quartett gespielt: Der Startspieler sucht dich bei einem beliebigen Mitspieler der Runde eine Schatzkammer aus und legt diese offen vor ihn hin. Dann wandert die Schlüsselkarte zu diesem Spieler, der nun am Zug ist und ebenfalls von einem beliebigen Mitspieler eine Karte ziehen und offenlegen darf.

Dabei wollen die Abenteurer möglichst viel Gold finden. Sie können sagen, wie viele Schatzkammern mit Gold sie auf der Hand haben, denn wenn ihre gefüllten Schatzkammern aufgedeckt werden, freuen sie sich und kommen ihrem Ziel näher.

Die Wächterinnen wollen, dass andere in ihre Feuerfallen tappen oder leere Schatzkammern aufdecken. Ab hier beginnt der eigentliche Spielspaß von Tempel des Schreckens. Die Wächterinnen behaupten natürlich ebenfalls sie seien Abenteurer und hätten zwei Goldkarten, dabei sind es Feuerfallen, und somit können sie Finten legen und ihre Mitspieler reinlegen.

Dadurch entstehen Diskussionen am Tisch. Der eine will den anderen überzeugen, bei ihm Karten aufzudecken, andere halten sich zurück, und es ist ein wildes Durcheinander, das ähnlich viel Spaß macht wie die Werwölfe vom Düsterwald.

Eine Runde endet, wenn so viele Schatzkammern aufgedeckt wurden, wie Spieler teilnehmen. Spielt ihr zu viert, ist die erste Runde vorbei, sobald vier Karten offen auf den Tisch gelegt wurden. Die restlichen Handkarten müsst ihr nun wieder zusammenlegen, mischen und neu verteilen. Dadurch erhält jeder Spieler eine Karte weniger als vorher, und die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Karten auf den Händen spitzen sich zu.

Wie man Tempel des Schreckens gewinnt

Das Spiel ist zu Ende, wenn die letzte Schatzkammer mit Gold gefunden wurde. Dann haben die Abenteurer gewonnen. Wie viele Schatzkammer-Karten es gibt, muss man der Tabelle entnehmen. Wurden alle Feuerfallen aufgedeckt, haben die Wächterinnen gewonnen, und der Tempel des Schreckens endet ebenfalls.

Aber in ihrer Rolle als Antagonisten sind die Wächterinnen in diesem Spiel im Vorteil: Wenn nach vier Runden weder alle Goldkarten gefunden wurden, noch alle Feuerfallen betreten wurden, endet das Spiel ebenfalls und die Wächterinnen gewinnen.

Fazit

Der erste Eindruck von Tempel des Schreckens war ein Furchtbarer. Die Tabellen haben mir nicht gefallen, und die Spielanleitung hat mich etwas genervt. Ich habe erst nach mehr als der Hälfte herausgefunden, worin das Spiel wirklich Spaß machen soll und ging mit eher verhaltenen Gefühlen an die Sache heran.

Beim Spielspaß vom Tempel des Schreckens geht es vor allem um die Diskussionen. Mit den richtigen Leuten am Tisch macht dieses Kartenspiel richtig Spaß. Aber auf Dauer ist es kein Spiel für mich. Mir fehlt ein bisschen das Alleinstellungsmerkmal. Es fühlt sich an wie ein nicht ganz ausgereiftes Spiel, ich kann damit einfach nicht so ganz grün werden. Meine drei Kollegen, mit denen ich Tempel des Schreckens gespielt haben, waren allerdings mehr als begeistert vom Spiel. Mach‘ dir deine eigene Meinung!

Angebot
Schmidt Spiele 75046 Tempel des Schreckens, Spiel und Kartenspiel
  • Tempel des Schreckens ist ein sehr kommunikatives Bluff- und Ärgerspiel
  • Mit wenig Regeln und viel Spielspaß
  • Spieldauer 10 bis 15 Minuten
  • Spieleranzahl: 3 - 10
  • Spielzeug

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