Tiervölker ordnen – Tal der Kaufleute [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Im Tal der Kaufleute ordnen zwei bis vier Spieler Tiervölker, um das Kartenspiel zu gewinnen.

  • Die Tiere sind anthropomorph, haben also Kleidung und Berufe. Liebevolle Illustrationen machen das Tal der Kaufleute einmalig.
  • Baut euer Deck während des Spiels auf und ordnet die Karten aufsteigend nach ihrer Ordnungsnummer.

Tal der Kaufleute ist ein Kartenspiel des Schwerkraft-Verlags, das ursprünglich als Kickstarter Spiel rauskam. Die Spieler legen Kartenstapel in aufsteigenden Werten von 1 bis 8 ab und arbeiten dabei mit einem Kartendeck, um sich neue Karten vom Markttableau zu kaufen.

Datenblatt zum Kartenspiel Tal der Kaufleute

Verlag: Schwerkraft Verlag
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Herausforderungen: Aufsteigende Stapel erstellen, Deckbau, Zeitpunkt zum Ausspielen von Karten abpassen
Vergleichbar mit:

Das Inventar von Tal der Kaufleute

Tal der Kaufleute vom Schwerkraft Verlag kommt in einer kleinen, handlichen Box, und es handelt sich dabei um ein kurzweiliges Deckbau-Spiel. In der Spielebox enthalten ist ein Markttableau, ein Spezialwürfel und ein Regelheft sowie 110 Spielkarten.

Das Markttableau ist die Handelsauslage von Tierkarten, die auf den Feldern ausliegen. Jede Karte hat bestimmte Kosten, aber der Markt bestimmt den Preis! Über den Feldern auf dem Markttableau siehst du Zahlen, die den Preis der einzelnen Karten erhöhen. Ganz rechts liegt eine Karte, die so viel kostet, wie auf der Karte abgebildet. Links davon kostet die Karte eins mehr, links davon zwei mehr, bis ganz links eine Karte vier mehr kostet, als auf der Karte eigentlich abgedruckt.

Je länger eine Karte auf dem Markt ist, desto günstiger wird sie. Kaufst du eine Karte von rechts, rücken alle anderen Karten nach, sodass die Karte, die zuvor +2 gekostet hat, jetzt auf +1 liegt.

Außerdem gibt es unter den Spielkarten ein Ramschdeck, das aus allgemeinen Karten besteht.

Die Spielkarten und ihre Effekte

Die Spielkarten bestehen aus sechs Tiervölkern. Jedes Volk hat eine Farbe, und jedes Tier ist anthropomorph, hat also einen menschlichen Beruf. Außerdem hat jede Tierkarte eine Aktion, die du im Spielverlauf von „Tal der Kaufleute“ ausführen kannst. Beim dreisten Feilscher (rot, Stufe 1) kannst du beispielsweise ein Mal in deinem Spielzug den Würfel werfen und den Wert des dreisten Feilschers in deinem Spielzug um das Würfelergebnis erhöhen.

Im lilafarbenen Tiervolk gibt es in der Stufe eins den gerissenen Kerl, durch den du deinen Ablagestapel mit deinem Deck tauschen kannst.

Der hellblaue Hinterhofhändler beispielsweise sorgt dafür, dass du Ramschkarten in dem Marktstand benutzen kannst, den du mit dieser Karte baust. Manche der Karten haben das Attribut „passiv“ und manche das Attribut „Technik“. Bei passiven Aktionen spielst du später einen dauerhaften Effekt aus. Diese Karte ist ein Beispiel für einen passiven Effekt.

Das schwarze Tiervolk beginnt mit der Nummer 1 durch den loyalen Partner. Der loyale Partner sorgt dafür, dass du alle Karten vom Markt wegwerfen und das Markttableau mit neuen Karten befüllen darfst.

Zuletzt gibt es die mittelblaue 1, die ich hier exemplarisch vorstellen möchte: Mit dem flinken Makler (übrigens ein Papagei im Pullunder), kannst du alle deine Handkarten gegen neue Karten aus deinem Deck tauschen.

Je nach Spieleranzahl wählt ihr Tiervölker aus. Wenn ihr nur zu zweit spielt, verwendet ihr in dieser Partie von „Tal der Kaufleute“ nur drei Tiervölker. Je mehr Spieler mitspielen, desto mehr Tiervölker sind im Spiel.

Wie spielt man Tal der Kaufleute?

Tal der Kaufleute bauen die Spieler einen Marktstand mit Karten aufsteigender Zahlen. Jede Tierkarte hat eine Zahl, die oben links aufgedruckt ist. Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler eine Einserkarte von jedem Tiervolk, das an der Partie teilnimmt, sowie sieben Ramschkarten. Mischt euer Deck und zieht fünf Karten auf eure Hand. Der restliche Stapel liegt auf der Seite. Er ist dein Nachziehstapel.

Deine Aufgabe ist es nun, acht Stapel zu bilden. Der erste Stapel soll einen Wert von 1 haben, der zweite einen Wert von 2, der dritte einen Wert von 3 und so weiter.

Bist du am Zug, hast du vier Aktionsmöglichkeiten.

Du kannst Karten entsprechend ihrer Kosten am Stand kaufen. Bezahle dabei mit den Karten, die du auf der Hand hast. Die Karten, mit denen du bezahlt hast, legst du vor dir ab. Die Karte, die du gekauft hast, nimmst du direkt auf die Hand. Sie wird im Gegensatz zu anderen Deckbau-Spielen nicht ins Deck gemischt!

Du kannst aber auch, wenn du am Zug bist, eine Aktion deiner Karten ausführen. Jedes Tiervolk hat andere Fähigkeiten und Aktionen. Die Aktionen der Einser-Karten habe ich oben bereits beschrieben.

Als dritte Aktionsmöglichkeit kannst du deine Einserkarte eines Tiervolks nehmen und den ersten Marktstand bauen.

Wenn du die sogenannte Inventaraktion ausführst, kannst du beliebig viele Handkarten abwerfen.

Am Ende einer Runde zieht jeder Spieler Karten aus seinem Deck nach, bis er wieder fünf Karten auf der Hand hat, und die leeren Plätze auf dem Markttableau werden aus dem allgemeinen Nachziehstapel wieder aufgefüllt.

In „Tal der Kaufleute“ ist das Deck recht schnell aufgebraucht. Alle Karten, mit denen du am Marktstand bezahlt hast, werden dann gemischt und wirken verdeckt nun wieder als neues Deck.

Die Marktstände

Zunächst wollen die Spieler ihr Deck aufbauen, da es schwer ist, die Acht des letzten auszulegenden Stapels schwer zu erreichen ist. Wenn du eine Tierkarte auslegst, zählt sie in diesem Stapel als Wert entsprechend der oben links abgedruckten Zahl.

Kaufst du dir eine 2, nachdem du den Stapel 1 ausgelegt hast, kannst du deine Zweierkarte neben der 1 auslegen. Die Tiervölker in deinen acht Karten, die du auslegst, dürfen variieren, wenn einzelne Karten nichts anderes sagen.

Der Spieler, der zuerst die aufsteigende Reihenfolge von 1 bis 8 in seinen Marktstand gelegt hat, hat „Tal der Kaufleute“ gewonnen. Statt einer Vier kannst du allerdings auch zwei Zweier oder einen Einser und einen Dreier auf einen Stapel legen.

Fazit zu Tal der Kaufleute

Ich finde den Markt genial! Der Markt bestimmt den Preis, und gleichzeitig bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis zusätzlich. Das heißt: Je länger eine Karte nicht gekauft wird, desto günstiger wird sie. Finde ich total genial und innovativ.

Das Kartenspiel Tal der Kaufleute von Schwerkraft Verlag ist kurz und kurzweilig, macht Spaß und wirkt in jeder neuen Runde frisch. Besonders toll finde ich es, dass von den 110 Spielkarten im Spiel zu zweit gerade einmal die Hälfte benutzt wird. Durch die verschiedenen Aktionen der Tiervölker macht das Spiel mir persönlich deutlich mehr Spaß als Phase zehn und erinnert vom Spielspaß, der Atmosphäre und der Spielgeschwindigkeit an Beasty Bar, auch wenn die beiden Kartenspiele völlig unterschiedliche Mechaniken aufweisen.

Ein Spiel für die ganze Familie, und vor allem perfekt für Reisen im Zug oder zwischendurch.

Devir – Das Tal der Kaufleute, Brettspiel (bgvalle)
  • Ab 10 Jahren
  • Für 2 bis 4 Spieler
  • Laufzeit 30 Minuten
  • Spielzeug
  • Devir

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