Schnell, Saulecker, Super – Sushi War [Rezension]

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Das Spiel heißt „Sushi War – All you can hit!“. Ich denke intuitiv an „Sushi – All you can eat!“ und bin ab sofort total Ohr. Das knackige Würfelspiel Sushi War möchte ich in diesem Artikel erklären und rezensieren. Hol dir ein paar Surimi-Sticks und genieß die folgenden Worte. Ich habe Hunger und Bock aufs Spielen.

Datenblatt zum Würfelspiel Sushi War

Verlag: CosplaYou
Anzahl Spieler: 2 – 5 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 7 Jahren
Herausforderungen: Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Übung mit Stäbchen
Vergleichbar mit: Make and break

 

Das Spielprinzip von Sushi War

Im Würfelspiel Sushi War bauen die Spieler Türme aus Sushi. Die Türme sollen zügig zusammengebaut werden und stehen bleiben. Dabei können die Spieler ihre Türme gegenseitig sabotieren und sie zu Fall bringen. Wir sprechen hier von echten Würfeln, die zu echten Türmen aufgebaut werden. Und das: Mit Stäbchen!

Hier zeigt sich: Wer wirklich auf Sushi steht, ist klar im Vorteil. Ich persönlich ernähre mich jetzt schon seit 2013 nach traditioneller chinesischer Ernährung (plus Sushi en masse!) und habe die besten Voraussetzungen, um Sushi War zu spielen und zu gewinnen. Bringt mir eine asiatisch erzogene Person! Ich brauche Konkurrenz. Und Sushi. Nom.

 

Das Inventar

Das Inventar von Sushi War von CosplaYou ist denkbar simpel. Es gibt Stäbchen, die wie handelsübliche Essstäbchen eingesetzt werden, und es gibt Würfel. Zu den Würfeln gibt es Plättchen, die die Spielertableaus darstellen. Darüber hinaus gibt es noch einige Spielkarten, die das Spiel überhaupt erst ins Rollen bringen. Rollen – ihr wisst schon, wie so’n Sushi-Rollfeld. Nom.

 

Wie spielt man Sushi War?

Die Spieler-Tableaus sind Tischchen. Auf diesen Plättchen liegen die Würfel mit dem Tisch-Symbol nach oben. Jeder Spieler nimmt seine Stäbchen in die präferierte Hand, verneigt sich vor den anderen und sagt: „Sushi War!“.

Anschließend deckt einer der Spieler die oberste der gemischten Spielkarten auf, und der Turmbaukrieg im Sushi-Style kann beginnen.

Die Sushi War Karten erinnern stark an das Kinderspiel (das ich auch als Erwachsene gerne mal spiele), was da heißt: „Make and break“. Die Karten geben vor, wie rum die Würfel gestapelt werden sollen. Jeder Turm besteht aus fünf Sushi-Teilen. Darunter gibt es im Grunde nur Gunkan mit Forellenrogen und Nigiri. Die Nigiri unterscheiden sich in ihrer Hauptzutat. Es gibt je nach Würfelseite welche mit Lachs, mit Thunfisch, mit Garnele, oder aber auch Shiromi Nigiri, also Weißfisch.

 

Kurzes Sushi-ABC

Das „Standard-Sushi“ mit außen Seetang, innen Reis und in der Mitte Fisch, Avocado oder sonstige Zutaten, das nennt man Maki.

Unter Nigiri versteht man Reisbällchen, auf denen sich roher Fisch, Gemüse oder die japanische Eizubereitung befindet.

Onigiri sind Reisbällchen mit Seetang „zum Anfassen“, sie sind mit der gewünschten Zutat gefüllt.

Gunkan nennt man Sushi, das außen wie Maki mit Seetang ummantelt ist, innendrin aber keine Innen-Zutat und Außen-Reis-Aufteilung hat, sondern eine Aufteilung nach oben und unten. Unten befindet sich der Reis und oben beispielsweise Fischeier. Somit sieht Gunkan aus, als seien die dunkelgrünen Nori-Blätter rein mit den roten Fischeiern gefüllt.

 

Weiter mit Sushi spielen!

Ziel des Spiels ist es, jetzt den Turm auf der Tischplatte auf dem Plättchen zu bauen. Jeder Würfel darf nur mit den Stäbchen angehoben, bewegt, gedreht und platziert werden. Dabei müssen alle fünf Würfel mit den richtigen Symbolen nach oben gestapelt werden.

Zeigt die Karte nur einen Turm von vier Sushi-Teilen, kannst du, sobald du den Turm fertiggestellt hast, mit dem übrigen Sushi-Teil nach dem Turm deines Gegners werfen.

 

Mehr als Türme

Neben den Türmen gibt es noch weitere Sushi War Karten. Es gibt Sushi Golf, Sushi Tennis und Sushi Snake sowie auch Sushi Billard. Es gibt dabei verschiedene Methoden, durch die ihr mit euren Essstäbchen die Würfel durch die Gegend schieben und mit ihnen spielen müsst.

 

Den Turmbau gewinnen

Hast du eine Karte zuerst erfüllt, gehört sie dir. Hast du zusätzlich einem Gegner geschadet, wird sie doppelt gewertet. Wer zwanzig Punkte hat, gewinnt Sushi War.

Als völliger Angeber darf ich an dieser Stelle sagen, dass ich Sushi War mit links spiele, um meinen Mitspielern zu entsprechen, die noch nie etwas von Sushi War gehört haben. Inzwischen kann ich Sushi auch mit Links essen, und ganz ehrlich: Nach einer Runde Sushi War hat jeder Bock, es mit links und rechts in sich reinzuschaufeln. Sushi, nicht die Würfel.

Alternativ gebt mir einfach einen guten Sake, lieber noch Pflaumenwein, und ihr habt eine faire Chance.

 

Fazit

Das Würfelspiel Sushi War ist total genial. Es ist kurz, für Geschicklichkeit und total witzig. Wer mit Stäbchen umgehen kann, ist klar im Vorteil, und das Spiel macht nicht nur Spaß, sondern auch extrem viel Lust auf mehr. Würden die Sushi-Restaurants doch mehr Zeit bei der Zubereitung der Speisen brauchen, könnte man eine kleine Partie am Tisch spielen (und sich artgerecht daneben benehmen).

Ein abschließendes Wort, das ich für wichtig halte, sei nun noch gesagt: Sushi War hat ein perfektes Themen-Balancing. Man könnte das Spiel auch völlig schlicht als Würfel-Stapel-Spiel spielen, aber erst das Thema und die süßen Illustrationen machen aus diesem Spiel ein ungewöhnliches und süßes Partyspiel. Gute Spiele können herausragend werden, wenn das Thema passt. Zuletzt beobachtet habe ich das bei Das tiefe Land. Ein Negativ-Beispiel, was die Themen von Gesellschaftsspielen angeht, ist für mich Santa Maria. Schau‘ dir gerne die entsprechenden Rezensionen an. Das Thema macht das Spiel!

 

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