Auf zur Weltherrschaft! – Risiko [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Ich will die Welt regieren! Risiko ist total genial. In diesem Spiel positionieren die Spieler ihre Armeen in Gebieten auf unseren Kontinenten und marschieden in andere Länder ein, um schlussendlich die ganze Welt zu beherrschen.

  • Nimmst du einen Kontinent ein, erhältst du mehr Truppen pro Runde
  • Im Kampf hat der Angreifer grundsätzlich schlechtere Chancen als der Angreifer, wenn man die Würfelsituation allein betrachtet
  • Das Spiel macht zu zweit genauso viel Spaß wie zu fünft!

Bei Risiko geht es um die Weltherrschaft. Keinen geringeren Anspruch hat dieses Spiel von Hasbro, und es ist verhältnismäßig leicht erklärt. Die Strategien, die man in Risiko an den Tag legen sollte, sind allerdings immer etwas kompliziert und fortgeschritten, sodass man Risiko mehrmals spielen sollte, bis man es so richtig drauf hat. Genau das macht an diesem Spiel so richtig Spaß.

Datenblatt zum Brettspiel Risiko

Verlag: Hasbro
Anzahl Spieler: 2 – 5 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Herausforderungen: Strategie, Planen, Aktivitäten anderer kalkulieren
Vergleichbar mit:

Der Spielaufbau von Risiko

Bei Risiko gibt es ein Brett, Karten und eine Menge Spielfiguren. Je nach Spielversion, die du spielst, sind die Figuren anders ausgestattet. Ich habe Risiko noch damals mit spitzen Nadeln gelernt, wobei man die verschiedenen Truppen in das Brett steckt. Neuere Risiko-Varianten funktionieren mit losen Plastikfiguren, die man leichter verschieben kann.

Das Spielbrett besteht aus der Weltkarte. Dabei sind Länder zu Gebieten zusammengefasst, damit das Spiel realistisch bleibt, aber dennoch spielbar ist. Statt Deutschland, BeNeLux, Polen, Tschechien, die Schweiz und Österreich als einzelne Länder abzubilden, gibt es hier „Nordeuropa“. Somit ist jeder Kontinent in unterschiedlich viele Bereiche aufgeteilt. Afrika besteht beispielsweise aus Ägypten, Nordafrika, Ostafrika, Zentralafrika, Südafrika und Madagaskar. Jedes Land hat mindestens zwei Grenzen oder Seewege, die wie Grenzen behandelt werden. Somit grenzt Südeuropa an Ägypten, und Indonesien an Südostasien.

Auf dem Spielbrett ist notiert, wie viele Bonuseinheiten ein Spieler erhält, wenn er einen Kontinent vollkommen allein besetzt hat. Afrika besteht beispielsweise aus sechs gebieten und bringt drei Bonustruppen. Südamerika gibt zwei Bonustruppen und hat vier Gebiete. Jeder Kontinent hat seine Vorteile und seine Nachteile.

Es gibt drei Arten von Truppenspielsteinen. Es gibt einzelne Soldaten, Reiter auf einem Pferd und Kanonen. Die einzelnen Soldaten stehen für die Infanterie. Die Reiter stehen für die Kavallerie und die Kanone für die Artillerie. Sie sind austauschbar und sollen nur zeigen, wie viele Truppen du in einem Land positioniert hast. Ein Reiter ist so viel wert wie fünf Soldaten, eine Kanone so viel wie zwei Pferde. Somit handelt es sich bei diesen Figuren um Spielmarker, die die Währung in Risiko angeben.

Das Spiel wird aufgebaut, und dann kann es schon losgehen.

Wie Risiko gespielt wird

In Risiko gibt es drei Phasen, die jeder Spieler durchläuft, wenn er am Zug ist.

In der ersten Phase gibt es Nachschub an Truppen. Pro Runde bekommt jeder neue Einheiten, um sie in seinen Gebieten verstärkend einzusetzen. Wie viele Einheiten man bekommt, kann man leicht errechnen: Die Anzahl der besetzten Gebiete dritteln und abrunden und anschließend Kontinent-Boni hinzurechnen. Außerdem kannst du Karten gegen neue Einheiten austauschen. Je nach Kartenkombinationen kannst du je drei Karten gegen eine bestimmte Anzahl Einheiten austauschen. Mehr dazu steht in der Spielanleitung. Man kann Risiko aber auch ohne Karten spielen.

Die zweite Phase ist der Angriff. Du kannst mit deinen Truppen eines Landes in ein anderes Land gehen. Dabei muss aber eine Infanterie-Einheit im Ursprungsland bleiben. Dann wird gekämpft. Willst du ein Land beispielsweise mit drei Einheiten erobern, und in dem Zielort gibt es vom Gegner nur eine Einheit, bist du in der Überzahl. Das hilft dir jetzt beim Würfeln. Der Angreifer würfelt mit drei Würfeln. Der Verteidiger darf mit so vielen Würfeln würfeln, wie viele Einheiten er im angegriffenen Land hat. Wer die höhere Zahl würfelt, darf eine Einheit des Gegners aus dem Spiel nehmen. Dabei gilt: Bei Gleichstand gewinnt der Verteidiger. Bei den Würfeln werden immer die höchsten Würfel gegeneinander gewertet: Würfelt der Angreifer eine 6, eine 3 und eine 2 und der Verteidiger eine 4, eine 3 und eine 1, so verliert der Verteidiger eine Einheit (6 ist höher als 4) und der Angreifer verliert auch eine Einheit (die 3 des Verteidigers ist höher als die 3 des Angreifers). Hast du mindestens eine Schlacht in der Phase 2 gewonnen, darfst du eine Karte ziehen. Diese kannst du in deiner nächsten ersten Phase einsetzen.

Hast du einen Spieler besiegt, bekommst du all seine Gebietskarten.

Nach diesem Prinzip darf der Spieler, der am Zug ist, alle Gebiete angreifen, wie er lustig ist. Beendet er seinen Zug, darf er seine Einheiten in seinen Gebieten, die aneinander angrenzen, frei verteilen, um die Fronten zu stärken.

Das Spiel hat gewonnen, wer die alleinige Weltherrschaft hat. Das erreichst du, indem du alle Mitspieler besiegst, oder indem der letzte Gegner aufgibt. Das ist meiner Meinung nach tatsächlich ratsam, denn ziemlich oft kämpfen meine Truppen, die die halbe Welt eingenommen haben, am Ende nur noch gegen Südostasien und Australien.

Übrigens: Greifst du mit zwei Einheiten ein Land mit nur einer Einheit an, liegt deine Gewinnchance lediglich bei 57,9 %.

Meine Risiko-Strategie

Ich lasse den Leuten Australien. Dort siedel ich mich meist nur mit einer Truppe an, um meinen Mitspielern etwas Zeit zu stehlen, bis sie ihre Extra-Truppen aus Australien kriegen. Asien lasse ich größtenteils unberührt, packe meine Truppen nach Möglichkeit nur an die Grenze von Asien und Afrika. Wo ich mich sehr stark aufstelle, das ist meistens Südamerika. Dazu baue ich im Süden Nordamerikas und im Westen Afrikas die stärksten Truppenverstärkungen auf und verteile mich in Südamerika großflächig in den Ländern. Bei der ganzen Gier der anderen nach Asien und der kleinen Panik, den anderen möglichst schnell Kontinente für die Startaufstellung zu verbauen, komme ich mit dieser zunächst unscheinbaren Taktik am Anfang meist sehr weit.

Habe ich Südamerika mit der Grenze zu Afrika gut abgeschirmt, arbeite ich mich meist nach Nordamerika hoch und sichere mir Kasachstan als starkes Grenzgebiet ab, während ich von Großbritannien aus versuche, in Europa einzuschreiten. Meine Strategie in Risiko ist tatsächlich risikoreich, aber wenn sie funktioniert, bin ich teuflisch glücklich.

Unser Fazit zu Risiko

Risiko ist mein Monopoly. Bei Monopoly, das gebe ich zu, spiele ich gerne unfair und belaber meine Mitspieler beim Handel so lange, bis sie vergessen, dass ich noch nicht bezahlt habe. Ich liebe diese Art der Kapitalismus-Spiele, in denen derjenige, der viel hat, viel bekommen kann. Wer stärker wird, bekommt mehr Truppen, und somit ist Risiko angenehm ungerecht für diejenigen, deren Strategie geschwächelt hat. Das liebe ich, und es gibt für mich kein Spiel, bei dem ich ein schlechterer Gewinner bin als bei Risiko. Es ist absolut mein Spiel.

Angebot
Risiko, DAS Strategiespiel, Brettspiel für die ganze Familie, spannendes Gesellschaftsspiel, für Kinder & Erwachsene, der Klassiker beim Spieleabend
  • Die Welt ist nicht genug: Wenn beim Familienabend leidenschaftliche Hobby-Feldherren Länder erobern, Schlachten schlagen und Feldzüge führen, dann ist meist das beliebte Strategiespiel RISIKO nicht weit.
  • Aufregendes Gemeinschaftsspiel für Erwachsene: Das aufwendig gestaltete Strategiespiel im Nostalgie-Look überzeugt Retro-Fans zudem mit detailreichen Spielfiguren, geheimen Missionskarten und Kartonkisten als praktische Materiallager.
  • Lieferumfang: 1 x RISIKO, DAS Strategiespiel von Hasbro.
  • Für 2 bis 5 Personen: Ob Auftrags-Missionen, spannende Duelle, klassisches RISIKO oder die Turbo-Variante - jeder Spieler findet unter den 4 Spielvarianten seinen Favoriten.
  • Strategiemeeting mit Napoleon Bonaparte: Erwecken Sie historische Schlachten um die Weltherrschaft zum Leben - nur wer Taktik mit Geschicklichkeit und einer Portion Risiko kombiniert wird am Ende als Sieger vom Feld gehen.

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