Ravensburger [Verlagsvorstellung]

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Das Wichtigste in Kürze

Ravensburger ist Deutschlands größter Spieleverlag und führt einige bekannte Spielemarken. Der größte Wiedererkennungswert ist aber vermutlich das blaue Dreieck, das sich auf jeder Spielebox des Verlags befindet.

  • Das erste Brettspiel des Verlags hieß Reise um die Erde und erschien 1884
  • Das Logo mit dem blauen Dreieck existiert erst seit 1971
  • Besitzt einen eigenen Freizeitpark. Das Ravensburger Spieleland

 

Ravensburger hat vor allem in den Achtzigerjahren große Erfolge gefeiert, aber natürlich veröffentlicht der Spieleverlag auch heute noch regelmäßig Brettspiele, Kartenspiele und Puzzles

Vom Buch zum Spiel

Otto Maier übernahm die Anteile seiner Eltern an einer Verlagsbuchhandlung im Jahr 1876 und gründete im Jahr 1883 seinen eigenen Verlag. Damals noch unter dem Namen Otto-Maier-Verlag veröffentlichte er sein erstes Spiel nur ein Jahr später. Von Beginn an gehörten Ratgeber und Kindererzählungen zum Sortiment des Verlags. Später kamen Bilderbücher und Romane hinzu. Der Name Ravensburger Spiele wurde im Jahr 1900 patentiert. Bis in die Fünfzigerjahre waren Gesellschaftsspiele aber eher eine Ergänzung zum Buchsortiment, das den Hauptteil des Verlags ausmachte.

Erste Erfolge und Wachstum

Im Jahr 1959 landete Ravensburger Spiele seinen wohl bis heute größten Erfolg mit dem simplen Gedächtnisspiel memory, von dem bis heute über 50.000.000 Exemplare verkauft wurden. Durch den großen Erfolg entwickelte sich der Verlag innerhalb der nächsten Jahre zu einem großen Medienunternehmen, mit Tochterfirmen im Ausland und Aufteilung in einen Spieleverlag und einen Buchverlag.

Das berühmte Dreiecklogo wurde erstmals im Jahr 1957 genutzt. Damals war das Dreieck noch schwarz und das Logo des Otto-Maier-Verlags war implementiert. Erst im Jahr 1971 nutzte der Verlag erstmals das heute bekannte blaue Dreieck und hat es seitdem nicht mehr geändert.

Diese Spiele von Ravensburger kennst du vielleicht

Neben den ersten großen Erfolgen mit Spielen wie memory und Malefiz hatte Ravensburger in den Achtigerjahren einen guten Lauf und brachte einige bis heute erfolgreiche Spieleklassiker heraus.

Mögt ihr Märchen? Dann ist „Sagaland“ ein Spiel für euch. Im Märchenwald müsst ihr nach bestimmten Gegenständen aus berühmten Märchen suchen, die unter Bäumen versteckt sind. Den Gürtel vom tapferen Schneiderlein, Aschenputtels Schuhe, die Spindel von Dornröschen und zehn weitere märchenhafte Objekte liegen im Wald versteckt. Bei eurer Suche müsst ihr schneller als eure Gegenspieler sein und heimlich unter die Bäume schauen, um dem König das gewünschte Objekt ins Schloss zu bringen. Sagaland wurde 1982 als Spiel des Jahres ausgezeichnet und befindet sich seitdem ununterbrochen im Spieleangebot von Ravensburger Spiele.

Die Suche nach Gegenständen steht auch in „Das verrückte Labyrinth“ im Mittelpunkt. Hier müsst ihr vor euren Gegenspielern eine bestimmte Anzahl von Schätzen im Irrgarten erreichen. Das Problem: Die Wege des Labyrinths verändern sich. Vor jedem Zug muss der Spieler eine Reihe des Labyrinths verschieben. So entstehen immer neue Wege und Sackgassen und Schätze können plötzlich an einer ganz anderen Stelle liegen als zuvor. Das verrückte Labyrinth zog einige Fortsetzungen nach sich, wovon aber keine den großen Erfolg des Originals wiederholen konnte.

Die meisten Leser dieses Blogs haben bestimmt die Fluch der Karibik Filme gesehen. In der Reihe spielen die Piraten gerne ein Würfelspiel namens „Pirate’s Dice“. Ravensburgers „Bluff“ könnte man durchaus als Inspiration für das Piratengewürfel bezeichnen. Die Spieler würfeln verdeckt mit fünf Würfeln und versuchen anschließend zu schätzen, welche Augenzahlen sich insgesamt auf dem Tisch befinden. Dabei müssen sie sich entweder immer weiter überbieten oder jemanden als Lügner oder in diesem Fall Bluffer entlarven. 1993 wurde das Spiel als Spiel des Jahres ausgezeichnet.

Architekten kommen beim Strategiespiel „Asara“ auf ihre Kosten. Im Auftrag des Kalifen ist es eure Aufgabe, Türme zu bauen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Gunst des Kalifen für sich zu gewinnen. Ihr könnt den höchsten Turm bauen oder viele unterschiedliche kleine Türme oder Türme in bestimmten Farben. Jede Strategie bietet ihre Vor- und Nachteile und ihr müsst gleichzeitig darauf achten, welchen Plan eure Gegenspieler verfolgen, um sie entweder zu überbieten oder eure Taktik rechtzeitig zu ändern. Asar erhielt den österreichischen Spielepreis Spiel der Spiele im Jahr 2011.

Von vielen Ravensburger Spielen sind auch kleinere Varianten erhältlich, die sogenannten Mitbringspiele. Diese bieten sich wunderbar dafür an, sie mit in den Urlaub zu nehmen, um in neuer Kulisse eine weitere Partie zu spielen. Warum also nicht mal auf einer alten Burg eine Partie „King Arthur“ spielen oder im Schottlandurlaub in „Scotland Yard“ Mister X jagen?

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