Gottheiten und Weltenerschaffer – Orbis [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

In Orbis von Asmodee spielen zwei bis vier Spielerinnen und Spieler Gott. Erschafft eigene Welten, indem ihr Landschaftsplättchen pyramidenartig anordnet.

  • Göttliche Hilfe: Ein Mal pro Spiel müsst ihr euch die göttliche Hilfe holen
  • Orbis wird über 15 Runden gespielt: Am Ende besteht eure Welt aus 14 Landschaftsplättchen
  • Strategie vor Komplexität!

Wer schon immer mal ein Gott sein wollte, bekommt mit dem Spiel Orbis die Möglichkeit dazu. Hier könnt ihr eure eigene Welt erschaffen und euch mit anderen Göttern anfreunden. Wie viel Spaß das Leben als Gott macht, sehen wir uns jetzt mal genauer an.

Datenblatt zum Brettspiel Orbis

Verlag: Asmodee
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Herausforderungen: Viele Bedingungen erfüllen, den richtigen Gott wählen
Vergleichbar mit:

Göttliche Grundmaterie: Inhalt

Welten zu erschaffen ist kein Kinderspiel und selbst die größten Götter brauchen dafür einige Hilfsmittel. Diese befinden sich selbstverständlich in der Spielebox zum Brettspiel Orbis. Neben den Spielregeln brauchen Götter 100 Anhänger in fünf Farben und 65 Landschaftsplättchen in drei verschiedenen Stufen. Außerdem könnt ihr keine Welten bauen ohne jeweils fünf Vergünstigungsplättchen und Tempelplättchen und 18 »Nicht erfüllt«–Plättchen. Ein wenig Hilfe kann nicht schaden, deshalb sind auch noch 10 Gottheitsplättchen dabei, um euch unter die Arme zu greifen.

Wer baut die schönste Welt?

Bevor die große Schaffensperiode losgehen kann, müsst ihr ein paar kleine Vorbereitungen treffen. Zuerst sortiert ihr die Landschaftsplättchen nach den drei Stufen und legt dann zufällig neun Plättchen als Zentralablage auf den Tisch. Dazu kommen fünf Gottheiten, die ihr offen auslegt. Die Menge der Tempelplättchen orientiert sich an der Spielerzahl. Alles andere wie die Anhänger und Vergünstigungsplättchen legt ihr als Vorrat an die Seite.

Weltenbau mit ägyptischen Bauplänen

Jeder Spieler baut sich im Verlauf des Spiels seine eigene Welt, die im Pyramidensystem erschaffen wird. Die untere Reihe besteht aus fünf Landschaftsplättchen, die darüber aus vier, dann drei und schließlich zwei. Die Spitze der Pyramide bildet eine Gottheit.

Die Schwierigkeit liegt bei Orbis von Asmodee liegt nun darin, dass man in den oberen Reihen der Welt immer nur Landschaften legen darf, die der gleichen Farbe wie mindestens einer Landschaft darunter entsprechen. Wollt ihr eurer Welt beispielsweise ein Waldstück hinzufügen, müsst ihr bereits in der Reihe darunter ein Waldstück haben. Das gilt für alle Reihen abgesehen von der Unteren, bei der ihr frei wählen dürft. Es ist also von Beginn an etwas Strategie beim Aufbau gefragt.

Zusätzlich müsst ihr darauf achten, dass ihr für jede Landschaft am Ende auch die Bedingungen erfüllt, um die begehrten Schaffenspunkte zu bekommen, die Ruhm und Ehre auf dem Olymp versprechen; und den Sieg im Spiel bringen.

Die Landschaften bezahlt ihr mit den Anhängern und bekommt je nach Wahl einen Effekt. Diese Effekte können dauerhafter Natur sein, wie zum Beispiel ein Vergünstigungsplättchen, durch das ihr in den weiteren Runden Anhänger spart oder Tempelplättchen am Spielende, die weitere Punkte bringen.

Wenn es gar nicht anders geht, könnt ihr eine Landschaft auch umdrehen und als Wildnis auslegen. Das ist so eine Art Joker, die an alle Länder angrenzen darf. Allerdings bringt jede Wildnis am Ende Minuspunkte, also solltet ihr darauf wirklich nur zurückgreifen, wenn ihr keine andere Möglichkeiten mehr habt.

Göttliche Hilfe

Im Verlauf des Spiels müsst ihr genau einmal eine Gottheit an eure Seite holen, die ihr dann bis zum Ende behaltet und auf die Spitze eurer Welt setzt. Ihr müsst mit eurer Wahl aber nicht bis zum Spielende warten. Die Gottheiten bringen am Ende zusätzliche Schaffenspunkte, die aber meist an Bedingungen geknüpft sind. Deshalb ist es taktisch nicht unklug, sich seinen Gott recht früh im Spiel zu suchen, um auf diese Bedingungen hin zu bauen.

Der Preis für die beste Welt

So spielt ihr 15 Runden. Dann habt ihr alle eure Welt aus 14 Landschaften gebaut und eine Gottheit gewählt. Anschließend kommt es zur Punktezählung. Es gibt Punkte für Länder und Götter, sofern ihr die Bedingungen erfüllt habt. So gibt es Landschaften, die nur Punkte bringen, wenn sie an bestimmte andere Landschaftsplättchen angrenzen oder Götter, die nur dann Punkte bringen, wenn man die meisten Landschaften einer bestimmten Farbe hat. Ist dem nicht so, deckt ihr die Punkte auf der jeweiligen Karte mit einem »Nicht erfüllt«–Plättchen ab. Der Spieler, der die meisten Schaffenspunkte gesammelt hat, gewinnt logischerweise und kann sich nun als Gott seiner eigenen Welt entspannt zurücklehnen und diese Welt sich selbst überlassen, um im nächsten Spiel eine neue zu erschaffen.

Fazit zu Orbis

Das Spiel Orbis von Asmodee ist ein schön gestalteter Weltenbauspaß. Zumindest, was die Götter und Landschaften betrifft, die in ihrem hübschen Comicstil wirklich was hermachen. Die Anhänger und restlichen Plättchen kommen eher unspektakulär daher.

Das Spiel bietet nicht sonderlich viel Komplexität, aber trotzdem einige strategische und taktische Möglichkeiten. Da könnte aber auch ein wenig der Knackpunkt liegen. Für echte Brettspielgurus ist das Spiel vielleicht schon zu simpel und bietet wenig Abwechslung. Für neue Spieler hingegen könnte es durch die ganzen Bedingungen und damit verbundenen Strategien schon wieder etwas zu viel sein. Es ist wohl in erster Linie etwas für Spieler dazwischen. Der Umstand, dass jeder Spieler seine eigene Welt baut und somit nie das Gefühl aufkommt, dass man hier gemeinsam ein Spiel spielt, kann auch etwas die Freude trüben. Ansonsten ist es aber ein spaßiges Spiel für eine Runde zwischendurch.

Space Cowboys ASMSCORB1US Orbis
  • Werde der beste Gott und mache dein wohlhabendstes Universum!
  • Verwalten Sie Ihre Anbeter, um die attraktivsten Regionen zu erhalten und den besten Gott zu beschwören.
  • Wunderschön einfach und dennoch reich an Strategie, Orbis ist jedes Mal ein anderes Spiel
  • Sobald alle Spieler ihr Universum geschaffen haben, wird der Spieler mit den meisten Kreationspunkten zum Sieger gekrönt.
  • Für 2 bis 4 Spieler 45 Minuten Spielzeit Ab 10 Jahren

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