Teenager Nom Nom Nom – Monster Slaughter [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Das Brettspiel Monster Slaughter versetzt die Spieler in die Rolle von Mumien, Aliens, Zombies oder andere Monster. Ihr versucht mit zwei bis vier Spielern, in eine Hütte einzubrechen und Partygäste zu verschlingen.

  • Das Besondere: Ihr wettet darauf, welche Charaktere in welcher Reihenfolge getötet werden sollen
  • Ihr spielt kooperativ, aber durch die Wetten werden die taktisch klugen Ellenbogen ausgefahren
  • Monster Slaughter hat eine sehr einfache Spielmechanik und macht vor allem wegen des Themas Spaß

Monster Slaughter kennt ihr vielleicht bereits von Kickstarter. Das Spiel wurde erfolgreich finanziert und ist inzwischen im freien Handel erhältlich. Das Brettspiel ist im Horror-Setting angelegt, aber die Spieler sind in diesem Spiel die Monster! Das Ganze ist als ironische Anlehnung auf „Cabin in the Woods“ zu verstehen. In diesem Artikel rezensiere ich das Spiel, beginne aber zunächst mit den Spielregeln.

Datenblatt zum Brettspiel Monster Slaughter

Verlag: ADC Blackfire Entertainment
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herausforderungen: Wetten abschließen, Zufall, Glück, Strategie
Vergleichbar mit: Betrayal at House on the Hill, Villen des Wahnsinns

Das Inventar von Monster Slaughter

Monster Slaughter von ADC Blackfire Entertainment hat eine große Schachtel, in der jede Menge Inventar enthalten ist. Das Zentrum des Spiels bildet die Hütte, in der Teenager eine Party feiern. Diese Hütte besteht aus Wänden, die ihr so zusammenbaut, dass die verschiedenen Räume wirklich dreidimensional auf dem Tisch stehen. Darunter befindet sich der Hauptspielplan, der ausnahmsweise kreisförmig ist – habe ich auch noch nicht gesehen bei einem Brettspiel!

Dazu gibt es jede Menge Marker und Karten. Zentrales Spielelement sind die Monsterkarten. Jeder Spieler spielt drei Monster einer Familie und erhält dazu noch Plättchen. Diese Plättchen bestimmen die Kill-Reihenfolge. Die Spieler geben eine Wette darauf ab, welche Partygäste in welcher Reihenfolge sterben werden und bestimmen unter ihnen eine Lieblingsmahlzeit.

Die Monster gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • Mumien (eine freie Erschrecken-Aktion)
  • Golems (ein Extra-Würfel beim Angriff)
  • Aliens (eine freie Smash-Aktion pro Zug)
  • Maniacs (Automatisch eine Wunde zufügen, wenn sie ein Opfer finden)
  • Zombies (Lassen sich schwerer verjagen)
  • Werwölfe (Zwei freie Bewegungen pro Zug)

Die Raumkarten bestehen aus Fallen, Teenagern und Objekten. Jeder Spieler kann im Spiel maximal sieben Karten auf der Hand haben. Immer, wenn ein Raum durchsucht wird, ziehen die Spieler Karten von den Raumkarten, die außen auf dem Brett nach Räumen sortiert verdeckt aufgestapelt sind.

Ansonsten gibt es noch bis zu acht Partygäste, die in der Cabin um ihr Leben bangen können. Je mehr Gäste im Spiel sind, desto schwieriger wird eine Partie Monster Slaughter.

Wie spielt man Monster Slaughter?

Das Brettspiel Monster Slaughter erinnert stark an „Cabin in the Woods“. In diesem Film sind Teenager im Wald und haben Angst vor Monstern, und da das Ganze ein Horrorfilm ist, ist klar, was passiert. Ziel des Spiels ist es, die klischeehaften Horrofilm-Teenager aufzufressen, bevor die Sonne aufgegangen ist. Alternativ ist es auch möglich, dass ein Teenager bis zum Sonnenaufgang überlebt. In diesem Fall endet das Spiel ebenfalls. Wer die meisten Punkte zusammengefressen hat, gewinnt Monster Slaughter.

Bist du an der Reihe, kannst du eines von dreien Monstern aktivieren. Jeder Spieler hat eine Monsterfamilie bestehend aus Mutter, Vater und Kind, die er oder sie durch das Spiel steuern kann. Monsterkarten müssen gleichmäßig aktiviert werden. Hast du in der ersten Runde die Mutter aktiviert, musst du in der Runde danach Vater oder Kind aktivieren, bis du schließlich alle Monster einmal durchgespielt hast. Aktivierst du ein Monster, drehst du die Monsterkarte um.

Alle Monster-Mütter haben zwei Aktionen pro Runde, für die dir drei Würfel zur Aktionen zur Verfügung stehen. Dem Vater stehen vier Würfel bei gleicher Aktionenzahl zur Verfügung. Da das Kind noch klein und flink ist, stehen ihm drei Aktionen, aber nur zwei Würfel zur Verfügung.

Jeder der Partygäste befindet sich in einem der Zimmer der Hütte. Die Monster wissen nicht, wer sich wo befindet. Durch die Kartenstapel der Überlebenden wird bestimmt, wer wo ist, aber das wissen die Monster natürlich nicht.

Die Aktionen in Monster Slaughter

Die Aktionen der Monster bestehen aus einer kostenlosen Bewegungsaktionen, der Peak-Aktion,

Bei der kostenlosen Bewegungsaktion kann eines deiner Monster in einem Außenbereich um die Hütte herum erscheinen, sich draußen bewegen oder in die Hütte eindringen. In die Hütte einzudringen funktioniert nur, indem ihr Türen eintretet.

Durch die Peak-Aktion kannst du in einen Raum leise hineinschauen, bevor du in einen Raum eindringst und die Teenager auf dich aufmerksam machst. Nimm die obere Karte eines Raumes. Du erfährst geheim, welche Person sich in dem Raum befindet.

Außerdem kannst du die Teenager erschrecken, ohne sie anzugreifen. Bei dieser Aktion kannst du ein Opfer, das bereits aufgedeckt wurde, verscheuchen. Abhängig von deinem Würfelergebnis ist das erfolgreich oder nicht. Bei Erfolg flieht der Teenager in einen angrenzenden Raum und versteckt sich. Seine Figur wird aus der Hütte genommen, und ihr mischt den entsprechenden Kartenstapel.

Wenn du eine Tür aufbrechen willst, versteckt sich automatisch die Person, die sich im entsprechenden Raum gefunden hat. Du würfelst und kannst bei genug Erfolgen die Tür von der Hütte entfernen und in den Raum eindringen. Mit der Aktion „durchsuchen“ kannst du nun nach einem Opfer suchen.

Die fünfte mögliche Aktion ist Durchsuchen. Befindest du dich in einem Raum, kannst du würfeln und für jeden Erfolg auf dem Würfel eine Karte ziehen. Ziehst du dabei eine Opferkarte, findest du einen Teenager und ihr stellt seine Figur in den Raum. Findest du eine Falle, musst du tun, was auf der Karte steht, und bei Objektkarten darfst du die Karten auf die Hand nehmen.

Lecker-Schmecker Teenager

Wenn du ein Opfer gefunden hast, gibt’s endlich Essen. Greife dein Opfer an und versuche, es zu verspeisen. Einer deiner Mitspieler nimmt kurz die Rolle des Opfers ein und würfelt gegen dich, um den Erfolg der Aktion auszumachen. Andere Monster können dir aber mit Gegenständen zu Hilfe kommen. Das werden sie tun, wenn dein geplanter Angriff auch ihrer Kill-Liste entspricht.

Erhält dein Opfer Schaden, setzt ihr den entsprechenden Marker für die NPCs auf der Opferskala nach unten. Ist ein Teenager bei Null angekommen, ist er tot. Wenn du jemanden getötet hast, erhältst du Knochenmarker, gegebenenfalls Favourite-Meal-Marker und ein Gehirn, wenn dein Opfer in der Kill-Liste an der richtigen Stelle war.

Nach jeder Runde wandert der Sonnenmarker um eine Position weiter und der Sonnenaufgang rückt näher.

Das Spiel endet, wie bereits erwähnt, wenn die Sonne aufgegangen ist oder wenn alle Teenager gefressen wurden.

Fazit zu Monster Slaughter

Das Brettspiel Monster Slaughter von ADC Blackfire Entertainment macht Spaß! Ich finde die Idee hervorragend, die Seite der Antagonisten zu spielen. Das Thema sagt mir sehr zu, und die Spielmechanik ist denkbar einfach. Monster Slaughter wirkt auf den ersten Blick komplex und besonders, ist aber im Prinzip sehr simpel. Die Spieler geben ihre Wetten ab, haben ihre Spezialfähigkeiten und stürmen taktisch so klug wie möglich die Hütte. Ich glaube, würde mich das Thema nicht so sehr ansprechen, würde mir Monster Slaughter schnell langweilig werden. Tut es aber nicht. Im Gegenteil, ich will weiterspielen! Eine klare Kaufempfehlung für alle, die sich mit einem simplen Spiel, das definitiv kein Kennerspiel-Niveau hat, lange beschäftigen können und mit dem Horrorsetting etwas anfangen können.

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