Djenga von unten nach oben – Men at Work [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Men at Work ist ein Geschicklichkeitsspiel, in dem es um die Balance geht.  Es ist für Familien und Freunde, Kinder und Erwachsene geeignet.

  • Ihr deckt nach und nach Karten auf. Durch Zufallsprinzip sagen diese den Mitspielerinnen und Mitspielern, welches Bauteil als nächstes unter welchen Bedingungen auf das Gerüst zu legen ist.
  • Die Bauaufseherin Rita vergibt die „Mitarbeiter des Monats“-Plaketten. Diese können später entscheidend sein, wer gewinnt!
  • Zwei bis fünf Spielerinnen und Spieler werden instant süchtig nach Men at Work.

Die Männer arbeiten auf der Baustelle: Jeder Arbeiter trägt einen Helm, und ihr müsst euch an die Sicherheitsvorschriften halten. Ihr baut aus violetten, schwarzen, weißen und orangenen Holzstäben auf der Baustelle und müsst Geschicklichkeit und Balance beweisen. Baut nach und nach ein unbestimmbares Gerüst auf, haltet Balance, versucht, möglichst hoch und weit zu kommen, und dabei müsst ihr verschiedene Aufgaben erfüllen und Rita glücklich machen.

Datenblatt zum Geschicklichkeitsspiel Men at Work

Verlag: Pegasus Spiele
Anzahl Spieler: 2 – 5 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Herausforderungen: Balancieren, Aufgaben erfüllen, Zufall & Glück, Sicherheit geht vor, Geschick
Vergleichbar mit: Djenga

Das Inventar von Men at Work

Men at Work von Pegasus Spiele enthält 16 Meeples, die aus Holz bestehen. Diese sind die Bauarbeiter, denen du reihum vor dem ersten Spiel einen Helm aufsetzen kannst. Es gibt auch einen Kran, den du in der Mitte des Bauvorhabens aufstellen und somit stützen kannst.

Außerdem enthält Men at Work viele Holzstäbe, die in diesem Geschicklichkeitsspiel als Stahlträger dienen. Dünnere Holzstäbe sind die Balken in Men at Work, die kleinen Steine sind Backsteine. Dazu gibt’s ein paar Zementblöcke, im Spiel sind das die Stützen, quadratische Karten und die Mitarbeiter-des-Monats-Plaketten sowie Sicherheitszertifikate, die später im Spielverlauf mit Rita wichtig werden.

Mitarbeiter des Monats wirst du, wenn Rita vor Ort ist und du in deinem Zug höher baust als alle anderen. Sicherheitszertifikate sind die verbleibenden Leben der Mitspielerinnen und Mitspieler. Sie verringern sich später, wenn du ungeschickt bist und etwas zum Einsturz bringst.

Außerdem gibt es einen Maßstab, mit dem ihr abmessen könnt, wie hoch das aktuelle Gebilde geworden ist.

Das Spiel baut ihr mit drei Stützen und drei verschiedenfarbigen Stahlträgern auf. Legt alle anderen Materialien geordnet auf den Spieltisch, und schon kann es losgehen.

Wie spielt man Men at Work?

Das Geschicklichkeitsspiel Men at Work beginnt mit dem Kartenstapel. Auf der Rückseite befinden sich Symbole, die für Bauteile stehen. Auf der Vorderseite findest du Aufgaben, die die Geschicklichkeit und Balance der Spieler herausfordern. Der Spieler, der dran ist, deckt eine Karte auf. Diese Karte bildet gemeinsam mit der zunächst kommenden, noch verdeckten Karte, die aktuelle Aufgabe.

Die zweite Karte sagt, welches Bauteil in welcher Farbe verwendet werden soll. Das können natürlich Stahlträger, Balken, Zementblöcke oder Ziegelsteine sein, aber es gibt auch Sonderkarten unter den Baustellenschild-Symbolen. Rita ist die Bauleiterin.

Sobald diese Karte in Aktion kommt, legt ihr Rita auf den Spieltisch. Ab jetzt können die Spieler Zertifikate und Plaketten verdienen. Derjenige, der mit seinem aktuellen Zug am höchsten gekommen ist,  erhält ein Mitarbeiter-Des-Monats-Zertifikat. Das behältst du für den gesamten Spielverlauf. Am Ende, wenn keine Bauteile mehr vorhanden sind und euer Werk nicht zusammenbricht, gelten diese Plaketten als Wertungseinheit.

Aktionen und Balance

Die erste Karte gibt Aufgaben, wie beispielsweise:

  • Berühre zwei andere Farben mit deinem Bauteil
  • Berühre eine Kante mit deinem Bauteil
  • Neue Stütze auf Stahlträger + berühre eine beliebige Farbe
  • Mit zwei Balken
  • „Starker Bauarbeiter“: Ein Balke muss auf einem Bauarbeiter ruhen
  • „Balancieren“: Dein Stahlträger darf nur auf einem Punkt aufliegen
  • Mit einem Backstein (lege einen Backstein auf dein Bauteil)

Der aktive Spieler muss diese Aufgabe erfüllen und sein Bauteil so auf das Stahlgerüst legen, dass er oder sie die Aufgaben und Bedingungen erfüllt hat. Es ist nicht erlaubt, bereits platzierte Bauteile zu berühren. Nur mit deinem eigenen, noch nicht platzierten Bauteil kannst du andere Bauteile verschieben.  

Die Konstruktion bricht zusammen

Der Spieler, der dafür verantwortlich ist, dass euer Bauvorhaben zusammenbricht, muss ein Sicherheitszertifikat angeben. Der nächste Spieler ist nun dran, aufzuräumen. Aber Men at Work beginnt jetzt nicht einfach von vorn wie Djenga.

Du nimmst den Maßstabs-Haken und entfernst mit ihm alles, was den Spieltisch berührt. Achte darauf, dass du mit deinem Haken nicht noch mehr abräumst und zum Fall bringst! Im schlimmsten Fall beginnt ihr dann wieder von vorn.

Die Baustelle verlassen

Men at Work ist beendet, wenn ein Spieler die erforderliche Anzahl an Mitarbeiter-des-Monats-Plaketten gesammelt hat, wenn alle anderen ihre Sicherheitszertifikate verloren haben, oder wenn keine Bauteile mehr verfügbar sind, um Men at Work weiterzuspielen.

Du hast gewonnen, wenn …

  • du der oder die einzige mit Sicherheitszertifikaten bist
  • du erhältst je nach Spielerzahl x-Mal die Plakette „Mitarbeiter des Monats“
  • keine Bauteile vorhanden sind und du die meisten Plaketten und Zertifikate hast

Fazit zu Men at Work

Das Geschicklichkeitsspiel Men at Work von Pegasus Spiele wirkte zuerst sexistisch auf mich. Ich hatte Sorge, dass hier mit zu vielen Klischees gespielt wird, denn auch Frauen können Bauarbeiter sein, und Männer können auch ohne die weibliche Aufsicht ordentlich bauen.

Sofort, als ich die erste Runde Men at Work gespielt habe, wurde klar: Das Spiel will überspitzt auf Klischees eingehen, sie mit einem Augenzwinkern zum Thema machen und einfach nur Spaß machen. Fertig. Kein Sexismus, keine Vorurteile, keine schlechte Kindererziehung – einfach nur ein namensgebender Scherz, der in diesem hervorragenden Geschicklichkeitsspiel eingebaut ist. Dass sich das Spiel nicht sehr ernst nimmt, merkt man auch daran, dass die Bauarbeiter wie Bauteile in das Gerüst eingebaut werden und schnell mal langfristig einen Stahlträger auf dem Kopf tragen müssen.

Men at Work macht Spaß und fordert gerade durch die Karten immer wieder neues Balance-Geschick. Durch die Balken und Backsteine wird der Spaß noch größer, die Balance schwieriger. Und dass wir bei Zusammenbruch nicht einfach neu beginnen, sondern spielerische Aufräumarbeiten verrichten und weiterspielen, ist einfach nur hervorragend.

Eine absolute Kaufempfehlung für dieses Spiel!

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