Diebe, Drache, Dungeon – Klong [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

In Klong müssen die Spieler einen Dungeon erforschen und tollen Loot einsammeln. Ihre Aktionen machen aber unter Umständen Lärm.

  • „Klong!“ ist das Geräusch, das ihr macht, wenn ihr Lärm im Dungeon macht.
  • Durch jedes Klong steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Drache aufwacht.

Das Brettspiel Klong ist ein Deckbau-Abenteuer. In Klong! wollen die Spieler Beute machen, und zwar schneller und leiser als die Mitspieler. Jedes „Klong!“, das die Spieler im Dungeon machen, kann den gefährlichen Drachen wecken. Schnapp dir die Beute und lass dich nicht vom Drachen fressen!

Datenblatt zum Brettspiel Klong

Verlag: Schwerkraft Verlag
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Herausforderungen: Karten sinnvoll einsetzen, Wenig Lärm machen, schneller als die anderen sein, Ellenbogen ausfahren, Beute machen
Vergleichbar mit: Keyforge, Gloomhaven

Das Inventar von Klong

Klong vom Schwerkraft Verlag enthält ein doppelseitiges Spielbrett, das ein Dungeon ist, in dem sich die Spieler bewegen und Schätze sammeln wollen. Jeder Spieler hat eine Diebesfigur in seiner Spielerfarbe, und es gibt einen Drachenbeutel und einen Drachenmarker, der den großen Antagonisten in Klong darstellt.

Gespielt wird dieses Brettspiel mit Karten: Es gibt bei Klong 42 Vorratskarten und 100 Verließkarten. Außerdem gibt es pro Spieler einen Startkartenstapel mit je 10 Karten, und die Goblinkarte, deren Funktion ich im Folgenden beschreibe.

Wertvoll und siegpunktbringend sind die sieben Artefaktmarker, die neben den 11 großen Versteckmarkern und den 18 kleinen Versteckmarkern in den Räumen des Dungeons zu Beginn des Spiels befinden.

Außerdem enthält die Spielebox:

  • 3 Affengötzenmarker
  • 33 Goldmünzenmarker
  • 4 Meisterdiebmarker
  • 7 Warenmarker
  • 24 schwarze Drachensteine

Das Besondere an Klong sind die 120 Klong!-Steine in den 4 Spielerfarben. Sie zeigen an, welcher Spieler wie viel Lärm auf seinem Weg durch den Dungeon macht und erhöhen die Gefahr, dass der Drache aufwacht.

Wie spielt man Klong?

Jeder Spieler steuert einen der Diebe und wagt sich in den Dungeon hinein, um möglichst viel, schnell und leise Beute zu machen. Jeder Dieb darf nur eines der Artefakte klauen, die sich im Dungeon befinden. Zusätzlich zum Artefakt gibt es noch andere Beute.

Die Herausforderung von Klong ist es, den Zeitpunkt einzuschätzen, an dem man sich zurückziehen sollte. Wird der Drache zu früh wach und bist du noch im Dungeon, kannst du gefressen werden und deine gesamte Beute ist futsch.

Grundsätzlich läufst du durch den Dungeon und schnappst dir die Schätze, die du in den verschiedenen Räumen findest. Der erste Spieler, der in einen Raum kommt, nimmt sich den ersten Schatz, und nicht sofort beide Marker, die übereinander liegen. Somit lassen die Diebe etwas für ihre Mitspieler da.

Die Karten in Klong

Auf den Karten gibt es drei Symbole: Die Stiefel zeigen, wie schnell du dich im Verließ bewegen kannst. Die blaue Raute ist das Talent-Symbol. Es gibt an, wie gut du neue Karten für das eigene Deck kaufen kannst. Die roten Schwerter sind die Angriffspunkte.

Jeder Spieler hat zu Beginn des Spiels ein Kartendeck, das aus zehn Karten besteht. Ihr beginnt Klong mit sechs Plündern-Karten, zwei Stolper-Karten, einer Umgehen-Karte und einer Ducken-Karte. Eine Plünderkarte hat einen Talentpunkt. Die Stolperkarten machen ein Geräusch und sorgen dafür, dass der Drache wacher und aggressiver wird. Mit der Umgehen-Karte erhältst du einen Geschwindigkeitspunkt. Die Ducken-Karte ist eine Kombination aus einem Talentpunkt und einem Stiefel.

Mische die zehn Karten und ziehe fünf Karten auf die Hand. Mit diesen fünf Karten beginnst du deinen Zug im Brettspiel „Klong!“.

Markt & Fortbewegung

Im Dungeon gibt es einen Markt. Für sieben Gold kannst du dort einkaufen, was du benötigst. Mit einem Rucksack beispielsweise kannst du ein zweites Artefakt aus dem Dungeon stehlen.

Kaufst du einen Schlüssel, kannst du dich auf gesperrten Wegen bewegen. Die Wege in Klong haben unterschiedliche Symbole: Jedes Stiefel-Symbol ermöglicht dir grundsätzlich, von einem Feld zum anderen zu laufen. Bei einem Monster-Symbol kommt dir eine Kreatur entgegen, die du besiegen musst, um von einem Feld zum nächsten Feld zu gehen. Konkret heißt das: Du musst pro Monster-Symbol ein Schwert haben, um den Weg passieren zu können. Bei einem Schloss-Symbol musst du mit einem Schlüssel bezahlen, um vorwärts zu kommen. Wenn kein Symbol auf einem der weißen Wege abgebildet ist, kannst du dich beliebig zwischen den beiden Feldern bewegen. Es gibt zu guter Letzt auch noch das Schuh-Symbol. Um diesen Weg zu passieren, brauchst du zwei Stiefel-Symbole. Deine Bewegung musst du in einer Kristallhöhle beenden. Manche Wege haben Pfeile und sind somit Einbahnstraßen. Du darfst dann nicht andersherum zwischen den Räumen laufen. Die Kristallhöhlen kannst du nicht mit deiner Geschwindigkeit einfach übergehen, sie sind immer Stopp-Felder, auf denen deine Bewegung beendet wird.

Wenn du eine Krone kaufst, bekommst du direkt Siegpunkte dafür. Die erste gekaufte Krone ist zehn Siegpunkte wert. Die zweite Krone ist neun Siegpunkte wert. Jede weitere gekaufte Krone ist je einen Siegpunkt weniger wert. Hier heißt es also mal wieder: Schnell sein!

Karten kaufen

Für deine Talentpunkte kannst du neue Karten kaufen. Immer, wenn ein Spieler aus der Handelsauslage eine Karte kauft, wird hierfür eine neue Karte gezogen und offen ausgelegt.

Du kannst Söldner kaufen, die dir endlich die Angriffspunkte geben, die du im Grunddeck vermisst hast. Erkunden-Karten bringen dir Talentpunkte und Geschwindigkeit. Es gibt darüber hinaus Werkzeugkarten wie beispielsweise die Leiter, mit der du noch mehr Geschwindigkeit erhalten kannst.

Eine Spitzhacke bringt dir neues Gold, wenn du sie zum Ausgraben benutzt, oder ist zwei Angriffspunkte wert, wenn du sie als Waffe verwendest.

Kaufst du eine Karte, legst du diese mit Ausnahme von Werkzeugen auf deinen Ablagestapel. Du kannst sie nicht direkt auf die Hand nehmen, sondern baust mit den gekauften Karten nach und nach dein eigenes Kartendeck. Dieses wird vor dem Nachziehen immer neu gemischt.

Wenn du ein Werkzeug kaufst, kannst du es sofort verwenden.

Außerdem enthält die Handelsauslage Monster. Du kannst dir also Monster kaufen, die du besiegen musst. Wenn du ein Monster besiegt hast, erhältst du Gold oder Talentpunkte als Belohnung.

Der Goblin, der mit zwei Angriffspunkten und einem Gold als Belohnung daherkommt, bleibt immer offen liegen, nachdem er bekämpft wurde.

Der Drache erwacht!

Die Drachenleiste befindet sich unten rechts auf dem Spielplan. Sobald der erste Spieler ein Artefakt gesammelt hat, schreitet der Drachenmarker voran. Auch immer, wenn ein Spieler ein Drachenei findet, wird der Drache um ein weiteres Feld wütender. Jedes Mal, wenn der Drache ein Feld nach vorne schreitet, ziehen die Spieler Drachensymbole aus dem Sack, die das Aufwachen des Drachen natürlich immer wahrscheinlicher machen.

Sobald der erste Dieb den Dungeon mit seiner Beute verlassen hat, wird er nach jeder Runde der anderen um ein Feld in den Außenfeldern weiter vor gesetzt. Auf dem ersten Feld gibt es einen Klong, auf dem zweiten zwei und im dritten drei. Beim letzten Feld erwacht der Drache, egal, wie viele Klongs es gegeben hat. Das bedeutet konkret: Sobald ein Spieler den Dungeon verlassen hat, haben die anderen Spieler noch fünf Züge Zeit, um den Dungeon mit ihrer Beute zu verlassen.

Fazit zu Klong

Das Brettspiel Klong vom Schwerkraft Verlag macht riesigen Spaß. In der Vergangenheit habe ich das Deckbauspiel Keyforge eher negativ bewertet, weil es mich überhaupt nicht abgeholt hat. Auch erinnere ich mich daran, dass ich bisher kein Dungeon-Spiel mit hochgestreckten Armen und Jubelschreien gefeiert habe. Bisher dachte ich, das Thema und auch die Spielmechanik seien nichts für mich, weshalb ich bei Klong keine hohen Erwartungen hatte.

Aber soll ich mal ehrlich sein (ja!)? Klong hätte mich auch begeistert, wenn ich hohe Erwartungen gehabt hätte. Es ist ein schönes Spielprinzip, macht riesigen Spaß, und mir macht das Thema sogar Spaß! Ich weiß nicht, ob ich mich entwickelt und verändert habe, aber ich bin sehr zufrieden und glücklich, dass ich Klong spielen konnte.

Ein Extra-Juhu möchte ich noch da lassen: Wer auf die Idee kam, das Spiel „Klong!“ zu nennen, weil der Lärm im Dungeon das Geräusch „Klong!“ macht, ist einfach nur genial. Ich feiere das!

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