Goldsucher undercover? – Saboteur [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

In Saboteur seid ihr Goldsucher und müsst Lügen, Betrügen und vielleicht auch mal echtes Teamwork an den Tag legen. Bis zu zehn Spielerinnen und Spieler können bei diesem Kartenspiel Spaß haben.

  • Zielkarten, Rollenkarten, Goldkarten, Startkarten und Wegekarten bestimmen das Spiel, dennoch braucht ihr einen großen Spieltisch
  • Ihr legt euch nach und nach einen Weg und hofft, ans Gold zu kommen
  • Saboteur wird über drei Runden gespielt. Wer dann das meiste Gold gesammelt hat, gewinnt.

Amigo hat eine neue Perle herbeigezaubert: Saboteur ist ein Kartenspiel, bei dem Goldsucher und Saboteure an einem Tisch sitzen und vermeintlich an einem Ziel arbeiten. Ein Tunnel vom Start zum Goldschatz muss her! Dabei werden die Saboteure aber versuchen, das Ziel zu vermeiden. Ein tolles Kartenspiel zum Diskutieren, Betrügen und für echtes Teamwork.

Datenblatt zum Kartenspiel Saboteur

Verlag: Amigo
Anzahl Spieler: 3 – 10 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Herausforderungen: flexibel sein, Wege legen, verdeckt betrügen
Vergleichbar mit: Carcassonne, das verrückte Labyrinth

Das Spielprinzip von Saboteur

Die Spieler schlüpfen in Saboteur die Rolle von Goldsuchern und Saboteuren. Bei diesem Kartenspiel gibt es entsprechend zwei Spielziele: Ziel der Goldsucher ist es, das Gold zu finden. Saboteure gewinnen, wenn sie das Ziel der Goldsucher verhindern.

Dabei wird ein Tunnel vom Startpunkt bis hin zum Schatz gelegt. Der so entstehende Weg wird von allen Spielern gemeinsam gebaut und sorgt dafür, dass die Mitspieler Verdachte auf den Saboteur schieben. Wer den Goldsuchern (vermeintlich) in die Karten spielt, kann geblockt und somit ausgebremst werden. Oder es ist der Saboteur, der einen Spieler wegen eines ungünstigen Spielzuges beschuldigt und somit seine eigene Tarnung aufrecht erhält.

Das Inventar von Saboteur

Saboteur von Amigo wird ausschließlich mit Karten gespielt. Es gibt unterschiedliche Kartentypen, die ich dir hier vorstellen möchte:

  • Zielkarten: Zwei Zielkarten sind leer und enthalten keinen Schatz. Eine enthält den Schatz. Sie werden in Saboteur verdeckt ausgespielt und bilden das Ziel des Spiels.
  • Rollenkarten: Es gibt Goldsucher und Saboteure. Wer wer ist, wird zu Beginn des Spiels mit diesen Karten ausgelost. Die Rollenkarten sind bis zum Ende jeder Runde verdeckt aufzubewahren.
  • Goldkarten: Die Belohnungs-Währung des Spiels. Wer eine Runde gewonnen hat, wird in Goldkarten ausgezahlt. Am Ende des Spiels gewinnt der mit den meisten Goldkarten.
  • Startkarte: Die Startkarte gibt die Möglichkeiten an, in welche Richtung die Tunnel auf dem Weg zum Goldschatz gelegt werden dürfen. Gekennzeichnet ist diese Karte mit einer Leiter, durch die die Goldsucher in das Tunnelsystem einsteigen.
  • Wegekarten: Sie sehen aus wie die Spielplättchen aus dem verrückten Labyrinth und funktionieren wie die Gebiete in Carcassonne. Sie werden Zug um Zug auf dem Spieltisch ausgelegt.

Aktionskarten in Saboteur

Als letzte Kartenart sind die Aktionskarten zu nennen. Diesen möchte ich aber eine eigene Auflistung widmen:

  • Mit der Aktion „Schatzkarte“ darfst du dir eine Zielkarte verdeckt ansehen.
  • Die Aktion „Stolleneinsatz“ kann bereits gebaute Tunnel zurückbauen. Spielst du diese Karte aus, kannst du eine beliebige Wegkarte aus dem Spiel entfernen. Somit ist der Weg wieder frei für neue Tunnelwege.
  • Die kaputte Hacke, die Lore und die Laterne sind dazu da, sich gegenseitig zu behindern. Spielst du sie aus, legst du sie vor einen Mitspieler. Er ist geblockt und kann keine neuen Wege mehr bauen, bis ihm jemand hilft.
  • Reparaturkarten: Mit Reparaturkarten entfernt ihr blockierende Karten. Der geblockte Spieler darf sich mit einer solchen Karte selbst helfen. Du kannst die Karte aber auch verwenden, um jemand anderem zu helfen. Somit können Saboteure sich gegenseitig unterstützen. Aber auch Goldsucher können ihr gemeinsames Ziel vorwärts bringen, indem sie sich gegenseitig helfen.

Das Kartenspiel Saboteur beginnen

Zu Beginn des Spiels werden die Rollen verteilt. Dafür braucht ihr insgesamt eine Karte mehr, als Spieler am Tisch sitzen. Bei fünf Spielern braucht ihr also ein Deck aus vier Goldsuchern und zwei Saboteure. Die Karten werden gemischt. Jeder Spieler zieht eine Karte. Die überflüssige Karte wird ungesehen aus dem Spiel genommen.

Somit ist nicht klar, wie viele Saboteure sich unter den Spielern befinden. Das erhöht den Spielspaß und das wirre Verdächtigen der Mitspieler.

Dann bereitet ihr den Spieltisch vor. Die Startkarte legt ihr sieben Kartenbreiten von den drei Zielkarten entfernt hin. Im einfachsten Fall des Spiels braucht man also sieben Züge, um zum mittleren Ziel zu kommen. Die Wegekarten haben aber Abzweigungen, sodass Saboteur bedeutend länger dauert.

Unter den Zielkarten befindet sich außerdem nur ein Schatz.  Die Goldsucher peilen vielleicht ein Ziel an, das ihnen nichts bringt.

Nun mischt ihr die Wege- und Aktionskarten. Je nach dem, wie viele Spieler an Saboteur teilnehmen, zieht nun jeder Handkarten. Eine Karte mehr als teilnehmende Spieler. Bei drei Spielern hat jeder vier Handkarten, bei acht Spielern hat jeder neun Handkarten.

Wie spielt man Saboteur?

Im Spielverlauf werden die Wege- und Aktionskarten von Saboteur von der Startkarte bis zu einer der Zielkarten gelegt. Die Saboteure versuchen natürlich, das zu verhindern.

Der Spielablauf ist denkbar einfach. Wer am Zug ist, spielt eine Karte. Er kann dabei drei der folgenden Möglichkeiten durchführen:

  • Wegekarte anlegen
  • Aktionskarte ausspielen
  • Handkarte auf Ablagestapel werfen

Nachdem der Spieler, der am Zug ist, eine dieser Aktionen ausgeführt hat, zieht er eine Karte nach. Damit ist der Zug beendet und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Mit den Wegekarten entsteht ein Tunnel von der Startkarte bis zu den Zielkarten. Es ist nur erlaubt, den begehbaren Weg fortzuführen. Wenn Wegabschnitte ins Leere zeigen, darfst du an ihn nicht anlegen. Wege abzuschneiden oder Karten quer zu legen ist ebenfalls nicht erlaubt.

Wenn du keine Wegekarte, sondern eine Aktionskarte legst, wird diese nicht in das Tunnelsystem eingebaut. Aktionskarten legst du direkt vor dir oder vor einem Mitspieler aus. Blockaden gibst du natürlich an andere weiter. Reparaturen, Schatzkarten oder der Stolleneinsatz legst du vor dich.

Das Spiel gewinnen

Wenn ein Spieler die Karte mit dem Goldschatz erreicht, ist die Runde beendet. Die Goldsucher haben gewonnen! Auch, wenn der Saboteur den Weg ermöglicht hat, gewinnen die Goldsucher. Das ist einem Eigentor gleichgestellt. Sind alle Handkarten ausgebraucht und wurde der Goldschatz nicht erreicht, gewinnen die Saboteure.

Hat eine Partei gewonnen, deckt ihr die Rollenkarten auf.

Die Belohnung wird in Gold ausgeschüttet. Die Gewinner erhalten Goldkarten.

Nachdem die Goldkarten ausgezahlt wurden, beginnt die nächste Runde.

Saboteur wird drei Runden lang gespielt. Wer nach drei Runden insgesamt mehr Goldstücke hat, gewinnt. Bedenke dabei: In jeder Runde werden die Rollenkarten neu verteilt. Du kannst also eine Runde als Saboteur und zwei Runden als Goldsucher spielen.

Fazit

Das Kartenspiel Saboteur ist einfach, knackig und abwechslungsreich. Nicht gerade super für unterwegs, was ich von Kartenspielen oft erwarte, aber dennoch ist es erstaunlich spaßig. In meinen Brettspielkreisen ist der Spaßfaktor bei allen Spielen, die Betrügen, Lügen und Fintenlegen erfordern, enorm hoch. So auch beim Saboteur. Ich empfehle das Spiel jedem, der etwas Abwechslung zwischendurch haben möchte.

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