Das Fallout Brettspiel [Rezension]

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Ein Konsolenspiel als Brettspiel? Genau das wollen wir! Das Fallout Brettspiel ist 2018 als deutsche Version bei Asmodee erschienen. Im Ödland erledigen die Spieler verschiedene Aufgaben, kämpfen gegen mutierte Wesen und füllen dabei ihren Storybogen aus. Begleite mich ins Ödland und erfahre, wie das Fallout Brettspiel funktioniert und wie der Brettspielguru dieses Spiel bewertet.

 

Datenblatt zum Fallout Brettspiel

Verlag: Asmodee
Anzahl Spieler: 1 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herausforderungen: Quests abschließen, Story genießen, Kämpfen und überleben
Vergleichbar mit: Bionicles: Quest for Makuta

 

Das Inventar von Fallout

Fallout von Asmodee enthält ziemlich viele Spielelemente. Schon beim Auspacken macht es Spaß, all die Dinge zu sehen, die man hoffentlich in Kürze versteht. Als erstes fielen mir die sechseckigen Spielplanteile auf. Ich liebe Sechsecke!

Ihr spielt Fallout in vier verschiedenen Szenarien. Die Szenarienbögen sollen Abwechslung in das Spiel bringen und können jeden Spieler anders herausfordern.

Weiterhin enthalten sind:

  • 5 Charaktere: Kunststofffiguren mit Charakterkarten und S.P.E.C.I.A.L.-Markern
  • 75 Begegnungskarten in der Vault, im Ödland und in der Siedlung
  • 12 Markierungsstifte
  • vier Spielertableaus
  • 3 Würfel (VATS-Würfel)
  • 27 Gegnermarker
  • 35 S.P.E.C.I.A.L.-Marker
  • 12 Eigenschaftsmarker
  • 8 Questmarker
  • 10 Fraktionsmarker
  • 54 Kronkorkenmarker
  • 2 Machtmarker
  • jede Menge Karten

Die Karten im Fallout Brettspiel bestehen aus 14 Skillkarten mit unserem allseits beliebten Fallout-Männchen. Dazu enthält das Spiel 100 Questkarten, 34 Beutekarten, 36 Vorteilskarten, wovon elf einzigartige Vorteilskarten sind. Last but not least tragen 23 Agendakarten zum Spiel bei. Wir sehen: Es wird komplex!

 

Der Fallout Spielaufbau

Das Fallout Brettspiel dreht sich um das Dorf Megatron. Hier haben wir uns niedergelassen.

Mit den Spielplanteilen legt ihr zu Beginn die Karte. Sie wird so aufgebaut, wie die Szenarienbögen es vorgeben. Auf der anderen Seite des Szenariobogens befindet sich eine Art Spielanzeiger. Hierauf legt ihr die beiden Machtmarker, die von oben nach unten wandern und den Spielfortschritt anzeigen können.

Aufgebaut wird das Spiel ansonsten wie folgt: Sortiert die Marker und legt sie an den Rand des Spielfeldes. Legt die Start-Begegnungskarten in zwei Stapeln dazu. Alle anderen Karten gehören in einzelnen Stapeln über oder unter das Spielfeld. Questkarten sind von 1 bis 159 durchnummeriert und werden nicht gemischt!!

Außerdem sollen alle Agendakarten, die unten links die Spielerzahl oder eine niedrigere Zahl zeigen, ins Spiel genommen werden. Die anderen sind für größere Spielrunden bestimmt.

Die Vorteilskarten sind die Handelsauslage. Sie werden offen in einer Reihe nebeneinandergelegt.

Jeder Spieler erhält neben einem Charakter auch ein Spielertableau. Hierauf steckt ihr den grünen Markierungsstift in die 0 (keine Radioaktive Strahlung) und den roten in die 16 (Volle Kraftpunkte). Jeder Spieler bekommt außerdem eine Agenda-Karte, drei Nuka Cola Kronkorken und einen zufällig gezogenen S.P.E.C.I.A.L.-Marker, der an der entsprechenden Position im Spielertableau aufgelegt wird.

Die Karte besteht entsprechend des Szenariobogens aus aufgedeckten und verdeckten Spielplanteilen. Auf allen aufgedeckten Plättchen verteilt ihr Monster, außer im Crossroads-Lager und in Megatron.

 

Wie spielt man das Fallout Brettspiel?

Das Spiel beginnt im Crossroads-Lager.

Der Spieler, der am Zug ist, kann…

  • Erkunden
  • Bewegen
  • eine Quest erfüllen
  • Begegnungen erleben
  • Kämpfen
  • sich ausruhen

Er kann zwei Aktionen ausführen, auch zwei gleiche direkt hintereinander.

Zu Beginn des Spiels kannst du nicht viel machen, als ein angrenzendes Gebiet zu erkunden. Drehe dafür das Sechseckplättchen um und schaue, was das neue Feld dir sagt. Entsprechend der Drucke auf dem neuen Feld spawnen jetzt Monster. Lege den Monstermarker sofort auf die Karte und decke sie auf.

Anschließend darfst du noch eine weitere Aktion ausführen. Entweder ruhst du, oder du bewegst dich auf die soeben erkundete Platte. In roten Bereichen musst du zwei Bewegungspunkte ausgeben, um den Bereich betreten zu können. Grüne Gebiete sind verseucht und du erleidest einen Strahlungsschaden.

Außerdem könntest du auch Quests erfüllen oder ein zweites angrenzendes Kartenteil erkunden.

Möchtest du eine Quest erledigen, ziehst du eine Questkarte. Diese Karten geben dir ein liebevoll formuliertes Storyelement und zwei Handlungsmöglichkeiten. Sie können gut oder auch gefährlich sein. Nein, mal im Ernst: Gefährlich ist gut. Wir sind hier im Ödland. Aber dein Einsatz wird belohnt und du kannst Gegenstände gewinnen, die dich gut für Kämpfe ausrüsten oder dir sonstige Vorteile verschaffen.

Entscheidest du dich, gegen ein Monster zu kämpfen, würfelst du die Körperzonen, die getroffen werden. Der Stechflügler beispielsweise braucht zwei Hits am Oberkörper. Zusätzlich zu deinem Würfelergebnis gibt es Sterne auf den Würfeln, die die Angriffspunkte erhöhen können. So ein blöder Stechflügler kann somit Schaden multipliziert mit seinem Level anrichten.

Der Schaden, den du erleidest, äußert sich nun im roten Marker auf dem Spielertableau. Setze ihn so weit zurück, wie viel körperlichen Schaden du genommen hast. Radioaktive Verseuchung stellt der linke, grüne Marker dar. Wenn sich grün und rot treffen, hast du verloren.

 

Runde beenden, aufleveln, gewinnen

Das Spielprinzip ist klar. Du kannst Begegnungen, Kämpfe, Erkundungen, Quests und deine allgemeine Fortbewegung durch Aktionen steuern. Auf dem Markt handeln darfst du nur, wenn eine Quest es erlaubt.

Ist ein Gegner besiegt, erscheint ein neues Monster, das aber nun verdeckt auf der Karte liegt. Erst am Ende der Runde werden neu gespawnte Gegner aktiviert. Und zwar nur diejenigen, deren Symbole sich auf der Agendakarte befinden, die der Startspieler am Ende der Runde zieht. An dieser Stelle hat die Agendakarte lediglich die Funktion, neue Gegner zu aktivieren. Der Text auf der Karte wird ignoriert.

Je mehr Buchstaben von „SPECIAL“ du auf deinem Spielertableau hast, desto höher ist dein Level. Ziehst du einen Buchstaben theoretisch doppelt, kannst du dir eine Skill-Karte gönnen. Ziehe dafür zwei mit deinem Buchstaben vom Stapel und entscheide dich für eine.

Mit Agendakarten kannst du Siegpunkte machen. Sie bewegen Monster auf dem Feld und sorgen für den gewissen Wumms bei der Gegnerwahl 😉

Hat einer der Spieler zehn Siegpunkte erreicht, ist das Fallout Brettspiel vorüber und der Spieler hat gewonnen. Je nach dem, welcher Bruderschaft die Agendakarten zugeordnet sind, schreiten die Schilde (Marker) auf dem Szenariobogen voran.

Somit besteht das Fallout Brettspiel aus vielen einzelnen Aktionen und Bewegungen, wobei man nach und nach Siegpunkte sammelt. Gewonnen hat der erste Spieler, der die erforderliche Anzahl von Siegpunkten erreicht. Diese ist abhängig von der Spieleranzahl.

Spielst du alleine, reichen 11 Siegpunkte zum Gewinnen. Zu zweit braucht ein Spieler zehn Punkte, bei drei Spielern sind es neun, und wenn ihr zu viert im Ödland herum spaziert, reichen acht Siegpunkte zum Gewinnen.

 

Fazit

Das Fallout Brettspiel ist weitaus komplexer, als ich es in dieser Rezension dargestellt habe. Es geht um die Story und ist definitiv ein Spiel für Liebhaber. Das Brettspiel enthält viele Elemente aus den Konsolenspielen der Fallout-Reihe. Ich hoffe, meine Kurzdarstellung hat gezeigt, wie sich das Fallout Brettspiel im Spielverlauf macht und wie die Mechanik funktioniert. Neben all den Wiedererkennungsmomenten und dem typischen Fallout-Charme macht die Spielmechanik an sich total Spaß. Es ist genau das, was mir gefällt und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.

 

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