Eine Stadt in einem Jahr – Everdell [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Everdell kommt mit einer einfachen Spielmechanik und jeder Menge Workerplacement-Inhalten. Ein bis vier Spieler sammeln Ressourcen, bauen Gebäude in ihrer Stadt, nehmen an Events teil und versuchen, möglichst viele Punkte zu sammeln.

  • Es gibt feste Plätze für die Arbeiter auf dem Spielplan und zufällige Plätze im Wald
  • In jeder neuen Jahreszeit bekommst du einen, im Herbst zwei neue Arbeiter dazu
  • Das Spiel läuft fließend: Während bei dir schon Herbst ist, sind andere vielleicht noch im Sommer

Everdell war ein Kickstarter und hat einen regelrechten Hype erfahren. Everdell beginnt im Winter und wird bis zum Ende des Herbstes gespielt. Ihr baut euch eine eigene Stadt auf, platziert Arbeiter und baut mit den Ressourcen Ästen, Harz, Kiesel und Beeren. In diesem Artikel erkläre ich dir die Regeln und rezensiere dieses Spiel.

Datenblatt zum Brettspiel Everdell

Verlag: Starling Games
Anzahl Spieler: 1 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Herausforderungen: Workerplacement, Strategie, vor den anderen einen Platz besetzen, Stadt bauen, Glück (Karten ziehen), Ressourcenmanagement
Vergleichbar mit: 7 Wonders

Das Inventar von Everdell

Everdell von Starling Games hat ein besonderes Bret.

Für das Set-Up sucht sich jeder Spieler eine Spielfarbe aus, nimmt sich zwei Arbeiter, stellt einen Arbeiter in den Frühling, einen in den Sommer und zwei in den Herbst. Danach legt ihr die Ressourcen bereit und zeiht acht arten vom Nachziehstapel, die offen auf den Marktplatz gehören.

Vier zufällig gezogene Forest-Karten werden auf dem Spielplanplatziert. Außerdem gibt es Eventkarten, von denen ebenfalls vier Drück auf den Baum unter die Jahreszeiten kommen. Es gibt noch normale Events, die auf ihren Platz gehören, und schon kann Everdell losgehen.

Wie spielt man Everdell?

Das Brettspiel Everdell

Bestimmt einen Startspieler. Er bekommt fünf Karten verdeckt auf die Hand. Alle anderen Spieler bekommen jeweils eine Karte mehr. Der zweite Spieler bekommt sechs, der dritte sieben und der vierte Spiele acht Karten.

Eine Runde Everdell wird so lange gespielt, bis ein Spieler entweder alle seine Arbeiter gesetzt hat, oder bis ihr keine Ressourcen mehr habt, um Karten zu spielen. Wenn das erreicht ist, bereitet sich der Spieler, der eine Saison abgeschlossen hat, auf die nächste vor.

Nehmt eure Arbeiter zurück und einen weiteren Arbeiter für die nächste Runde. Diesen habt ihr vorher auf dem Frühling platziert. In jeder Runde könnt ihr also etwas mehr bewegen. Schaut jetzt auf die Karten: Alle Effekte der Karten werden zwischen den Saisons ausgeführt, damit ihr ein neues Startkapital an Ressourcen bekommt.

In der nächsten Saison kannst du wieder Arbeiter platzieren, Gebäude bauen und so weiter. Generell verändern sich die Jahreszeiten in Everdell nicht generell, sondern für einen bestimmten Spieler. Bist du soweit, vom Winter in den Frühling überzugehen, tust du das, während die anderen Spielenden vielleicht noch den Winter für zwei, drei Züge zu Ende spielen.

Es gibt in Everdell drei Aktionen:

  • Eine Karte aus dem Markt kaufen und in der eigenen Stadt platzieren.
  • Eine der Handkarten ausspielen, wenn du die entsprechenden Ressourcen hast.
  • Arbeiter auf ein Feld legen.

Städte bauen

Jede Stadt besteht aus maximal 15 Karten. Du musst die auf der Karte angegebenen Ressourcen bezahlen, um die Karte von deiner Hand in deine Stadt abzulegen. Nachdem du eine Karte ausgespielt hast, darfst du den Effekt der Karte ausspielen.

Willst du neue Karten kaufen, musst du die Ressourcen bezahlen und die Karte aus dem Markt nehmen und sofort in deiner Stadt verbauen. Hast du ein Gebäude in deiner Stadt gebaut, kannst du, anstatt einen Arbeiter auf den Spielplan zu setzen, ihn auch auf diese Karte setzen, um den entsprechenden Effekt auszuführen. Achte aber darauf: Die anderen Spieler dürfen in deine Stadt gehen und die Effekte für sich nutzen! Dafür müssen sie dir allerdings eine Münze zahlen.

Die Städte sind später außerdem Voraussetzung, um an Events teilzunehmen.

Die Arbeiter bestimmen alles

Die Arbeitsfelder, die unten offen sind, können beliebig viele Arbeiter aufnehmen. Es gibt aber auch Felder, die begrenzte Plätze für Arbeiter haben. Ist hier ein Arbeiter, kann kein weiterer Arbeiter auf dieses Feld.

Arbeiter kannst du aber auch auf die Waldkarten platzieren. In den Wäldern können jeweils zwei Arbeiter sein.

Durch deine Arbeiter erhältst du Ressourcen wie beispielsweise Äste, Harz, Kiesel oder Beeren. Je nach Ort gibt es außerdem Karten vom Nachziehstapel, die du auf die Hand aufnimmst. Platzierst du deinen Arbeiter unten rechts, kannst du beliebige Handkarten ablegen und dafür Harz erhalten.

In der Journey links unten auf dem Spielplan kannst du Karten ablegen, um Punkte zu erhalten. Auch die Basic Events und Special Events durch Arbeiter für euch zu beanspruchen. Die Basic Events erfordern, dass du bestimmte Karten besitzt und in deiner Stadt verbaut hast. Hast du das getan, kannst du an einem Event teilnehmen. Dein Arbeiter bleibt dort, und am Ende des Spiels erhältst du Siegpunkte dafür.

Bei Special Events musst du bestimmte Bedingungen erfüllt haben und Ressourcen ausgeben.

Der Herbst ist da! Gewinnen in Everdell

Im Herbst beginnt die Runde mit zwei zusätzlichen Arbeitern.

Haben alle Spieler den Herbst gespielt und können keine Aktionen mehr ausführen, kommt es zur Punktezählung. Alle Punkte deiner Stadt, die gesammelten Münzen und besondere Siegpunkte, die auf den Gebäuden ausgelobt sind, zählt ihr nun für eure Endwertung zusammen.

Auch die Basic Events, die Journey und die Special Events werden an dieser Stelle ausgezählt und deren Belohnungen zu den Siegpunkten gezählt. Everdell hat gewonnen, wer die meisten Siegpunkte hat.

Fazit zu Everdell

Das Brettspiel Everdell von Starling Games macht Spaß. Der Hauptspielplan ist genial gemacht. Ein fast runder Spielplan mit einem dreidimensional aufgebauten, zweistöckigen Baum – eine super schöne Struktur zum Anschauen. Everdell wurde zurecht gehyped, vor allem durch die Optik. Das sehr simple Spielprinzip und die niedlichen Ressourcen (ich meine, Äste statt Holz und Kiesel statt Stein! Wie cool ist das denn!) überzeugen mich auf ganzer Länge.

Ich halte Everdell für eine super Möglichkeit, jüngere Spieler an die Workerplacement-Mechanik heranzuführen und sehe das Spiel als wenig komplexes, aber nicht anspruchsloses Brettspiel für die ganze Familie.

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