Kalter Krieg mit Raumschiffen – Eclipse [Rezension]

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In Eclipse willst du deinen Platz im Universum finden. Wähle deine Spezies, ob du Mensch oder Alien bist und starte deine Reise in die Galaxie. Erwirtschafte Rohstoffe, treibe die Forschung voran und erringe die meisten Siegpunkte. Dabei kannst du deine Schiffe aufrüsten und viele neue Technologien erringen. Im Folgenden erkläre ich den groben Spielablauf und rezensiere Eclipse von Asmodee.

 

Datenblatt zum Brettspiel Eclipse

Verlag: Asmodee
Anzahl Spieler: 2 – 6 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herausforderungen: Ressourcenmanagement, Aufrüsten, Wirtschaftssystem in Gang bringen, Kämpfe ausfechten, Mitspieler vernichten
Vergleichbar mit: Verbotene Welten, Risiko

 

 

Das Inventar von Eclipse

Eclipse von Asmodee hat über 800 Einzelteile. Es gibt viele Schiffsteile, Spielertableaus und sechseckige Kartenteile, die die Sektoren des Weltraums sind.

Das Spiel beginnt mit  den Startwelten der Spieler. Pro Spieler wird also ein Sektor auf den Tisch gelegt. Dort beginnt jede Rasse bzw. jede Fraktion für sich, aber die Galaxie wird sich nach ein paar Runden verbinden.

Per Zufall gibt es auf der Handelsauslage zu Beginn Anfangs-Technologien. Auch die Schiffsteile werden hier sortiert ausgelegt.

In der allgemeinen Auslage liegen außerdem Siegpunktmarker, Bauwerke, Gegner-Schiffe.

 

Die Spielertableaus

Jedes Spielertableau hat eine unterschiedliche Rasse. Alle Menschen der sechs menschlichen Fraktionen spielen sich beispielsweise gleich. Sie haben die gleiche Bewegungsgeschwindigkeit (3) und immer zwei Schraubenschlüssel. Die werden später fürs Bauen wichtig.

Auf der Rückseite der menschlichen Spielertableaus gibt es Aliens. Jede Alien-Rasse hat unterschiedliche Vorteile. Jede Rasse hat dabei einen besonderen Vorteil. Du kannst also mit besonders viel Geld, besonders guter Forschung, gut ausgerüsteten Schiffen oder auch mit Handelsvorteilen starten.

Auf den Spielertableaus befinden sich oben die Schiffe, auf die die Ausstattungen und Technologien der Raumschiffe platziert werden. Darunter gibt es drei Leisten mit jeweils sieben Feldern für erforschte Technologien. Rechts davon ist ein Charakterbild, das deine gewählte Rasse bzw. Fraktion darstellt.

Ganz unten auf dem Spielertableu liegen Aktionschips. Darüber befinden sich sechs leere Felder, in die du die Aktionschips legst, wenn du eine entsprechende Aktion ausgeführt hast. Die Symbole über den Feldern geben zum Teil an, wie schnell oder effizient du eine Aktion ausführen kannst.

Jeder Spieler bekommt außerdem Ressourcen für den Beginn des Spiels. Diese sind viele kleine Würfel, die auf den Ressourcen-Leisten links neben den sechs Aktionsfeldern liegen.

 

 

Wie spielt man Eclipse?

In Eclipse gibt es vier Phasen, aus denen jede Spielrunde besteht.

  • Aktionsphase: Jeder Spieler führt Aktionen aus
  • Kampfphase: Um Sektoren zu erobern, kämpft ihr gegeneinander oder gegen die NPC-Schiffe
  • Wartungsphase: Um die Zivilisation in Stand zu halten, musst du Wartungskosten bezahlen. In dieser Phase werden auch Ressourcen produziert.
  • Aufräumphase: Einflussmarker werden verschoben und neue Technologie-Plättchen gezogen

Grundsätzlich laufen Kampf-, Aktions- und Aufräumphase so ab wie in allen vergleichbaren Spielen. Gekämpft wird mit Würfeln und Ausgangswerten. Es gibt für jede Waffenart Kampfwürfel unterschiedlicher Farbe, was die Kampfphasen spannender gestaltet als bei vielen Spielen dieser Art, die ich bisher gespielt habe. Wenn ich einen Vergleich ziehen müsste, würde ich sagen, die Kämpfe von Eclipse sind denen von Risiko am ähnlichsten.

Die Wartungsphase produziert Ressourcen und erfordert Wartungskosten entsprechend deiner Kolonien. Je mehr Planeten du kolonisiert hast, desto mehr Kosten und Erträge wirst du haben.

Das Herzstück von Eclipse ist allerdings die Aktionsphase.

 

Die Aktionsphase

Es gibt sechs Aktionen.

  • Erkunden
  • Einfluss
  • Forschung
  • Upgrade
  • Bauen
  • Bewegen

Mit Kolonisten-Schiffen kannst du Planeten kolonisieren. Das geht immer unabhängig von den Aktionen, die du gerade ausführst.

Erkunden

Bist du am Zug, darfst du das Weltall erforschen. Es gibt dabei verschiedene Sechseckplättchen, die die Sektoren darstellen. Es gibt die inneren Sektoren (I), die mittleren Sektoren in weiß und in grau (II) und die äußeren Sektoren (III). Sie haben ein paar Regeln zur Verzweigung. Wenn du erkunden gehst, müssen die neu entdeckten Sektoren mit den bereits entdeckten Sektoren mit einem Wurmloch miteinander verbunden sein.

Einfluss

Du darfst entweder zwei Aktionssscheiben vom Spielfeld nehmen oder zwei auf einen Sektor drauflegen. Somit eroberst du Sektoren.

Forschung

Schau auf dein Spielertableau und sieh dir die Technologien an. Du kannst von der Handelsauslage welche kaufen und somit deine eigenen Technologien erweitern. Die Technologie hat eine von drei Kategorien und nicht nur Kosten, sondern auch Mindestkosten. Auf dem Spielertableau steht, ob du Rabatte bekommen kannst. Steht auf deinem Feld eine „-2“, so kriegst du die neue Technologie verbilligt. Der Mindestwert muss aber immer bezahlt werden.

Upgrade

Wenn du eine Technologie erforscht hast, kannst du bis zu zwei verschiedene Schiffsteile aus der Handelsauslage nehmen und deine Schiffe ausbauen. Ab dann verfügt jedes Schiff deiner Flotte, auch die, die schon in den Sektoren unterwegs sind, über die neuen Eigenschaften und profitieren ab der nächsten Runde von den Vorteilen.

Bauen

Je nach dem, wie viele Schraubenschlüssel du laut Spielertableau zur Verfügung hast, darfst du neue Sachen bauen. Du kannst Schiffe oder beispielsweise Orbitale bauen. Hast du zwei Schraubenschlüssel, darfst du zwei Schiffe oder beispielsweise ein Schiff und ein Orbital bauen. Das kostet natürlich zusätzlich zum Schraubenschlüssel Ressourcen.

Bewegen

Auf deinem Spielertableau gibt es das Symbol für die Bewegungs-Aktion. Daneben befinden sich Pfeile, die angeben, wie schnell bzw. wie viel du dich pro Runde bewegen darfst. Hast du dort drei Pfeile, darfst du drei Schiffe bewegen. Ein Schiff um drei Sektoren oder drei Schiffe um je einen Sektor, das ist dir überlassen.

 

Eclipse gewinnen

Siegpunkte gibt es in Eclipse nicht dafür, Quests zu erfüllen oder möglichst viele Gegner wegzuballern. Es gibt Siegpunkte für fast alles, was man macht: Wenn du an Kämpfen teilnimmst, gewinnst du neben dem Platz im Sektor Ansehensplaketten. Diese bringen dir zwischen einem und vier Siegpunkte.

Aber auch für Entdeckungen bekommst du bis zu zwei Siegpunkten pro Entdeckungsplättchen.

Je nach dem, wie viele Technologien du gekauft und erforscht hast, gibt es außerdem einen Siegpunkt-Bonus. Hast du vier Technologien auf einer Leiste, bekommst du einen Siegpunkt, bei fünf gibt es zwei Siegpunkte, bei sechs Technologien erhältst du drei Siegpunkte. Hast du alle sieben Plättchen einer Kategorie auf deinem Spielertableau, bekommst du fünf Siegpunkte.

Da diese Rezension nur einen groben Überblick über den Spielablauf gibt, wurden hier weder die Ältesten noch die Diplomatie erwähnt. Daraus ergehen Botschafter- oder Verräterplättchen hervor, die dir weitere Siegpunkte geben oder dich welche als Strafe kosten.

Wer nach neun Runden die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

 

Fazit

Das Brettspiel Eclipse hat tolle Technologien. Ich mag sie sehr gerne, und wie die Schiffe aufgerüstet werden, hat mich auch in den Bann der Galaxie gezogen. Insgesamt mag ich alles, was mit Science-Fiction zu tun hat, und Eclipse ist in diesem Genre ein sehr komplexes und ausgewogenes Spiel. Obwohl die verschiedenen Spezies unterschiedliche Vor- und Nachteile haben, ist das Balancing wirklich hervorragend. Wie ich schon gefühlt hundert Mal gesagt habe: Ich liebe Sechseckplättchen! Die Welt wird immer wieder neu entdeckt, individuell erbaut und macht langfristig Spaß.

 

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