Sesam! Öffne dich – Die Portale von Molthar [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Bei Die Portale von Molthar handelt es sich um ein Kartenspiel, das für zwischendurch gemacht ist. Es beinhaltet nur Karten und Spielertableaus, keine großartige Story, sondern einfach nur ein nettes Setting. Die Spielerinnen und Spieler sammeln Machtpunkte und aktivieren Portale.

  • Die Portale von Molthar ist für 2 – 5 Spieler ab zehn Jahren geeignet
  • Ihr zieht Karten und platziert sie auf euren Portalen. Um sie zu aktivieren, müsst ihr Perlenkarten bezahlen.
  • Gewonnen hat, wer am Ende zwölf Machtpunkte gesammelt hat.

Amigo ist für seine unkomplizierten, familienfreundlichen Karten- und Würfelspiele in kleiner Box bekannt und wird diesem Ruf ein weiteres Mal mit „Die Portale von Molthar“ gerecht. Wir warfen einen schnellen Blick auf das Kartenspiel und sagen euch, was ihr zu erwarten habt.

Datenblatt zum Kartenspiel Die Portale von Molthar

Verlag: Pegasus Spiele
Anzahl Spieler: 2 – 5 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Herausforderungen: Sammeln, Kombination
Vergleichbar mit: Splendor, Zug um Zug

Was aus dem Portal purzelt: Inhalt

Die Spielebox von „Die Portale von Molthar“ enthält neben der Spielanleitung 110 Karten und die fünf Spielertableaus, die im Universum dieses Gesellschaftsspiels „Portale“ genannt werden.

Story? Welche Story?

Auf dem Karton und in der Anleitung steht irgend etwas davon, sich als Held den bösen Mächten entgegen zu stellen, aber eigentlich ist es doch nur ein abstraktes Kartenspiel. Die hübschen Illustrationen auf den Karten nehmen wir dennoch gerne mit, da sie das Auge beschäftigen, wenn wir auf unseren Zug warten, und auch das Erkennen der einzelnen Karten erleichtern.

Das Ziel ist es, am Spielende die meisten Machtpunkte angesammelt zu haben. Diese erhalten wir durch das Beschwören von Fabelwesen und anderen Charakteren mit unserem Portal. Hierfür brauchen wir jedoch Perlenkarten, und zwar je nach Charakterkarte eine ganz bestimmte Kombination.

Perlenkarten kommen in den Wertigkeiten 1 bis 8 und können mit einer einfachen Aktion entweder aus der offenen Auslage oder verdeckt vom Stapel gezogen werden. Ebenso kann man mit einer Aktion eine Charakterkarte aus der Auslage oder vom verdeckten Stapel auf sein Portal legen, auf dem zwei Karten Platz haben.

Die dritte Aktionsmöglichkeit ist, eine auf dem eigenen Portal liegende Karte zu aktivieren, indem man die benötigten Perlenkarten abwirft. Manche Charaktere verlangen eine feste Kombination, zum Beispiel zwei Sechsen und zwei Achten. Andere wollen drei gerade Karten, oder eine Dreier- oder Viererstraße, oder eine bestimmte Summe der Kartenwerte.

Als letzte Möglichkeit kann man die Perlenauslage auf den Ablagestapel legen und vier neue Karten aufdecken. Nachdem man seine drei Aktionen ausgeführt hat ist der nächste Spieler an der Reihe.

Gemeinsam ist man stark

Die Charaktere bringen ihrem Besitzer eine gewisse Anzahl an Machtpunkten, in der Regel zwischen 0 und 3. Zudem haben viele auch noch eine besondere Fähigkeit, die entweder direkt bei Aktivierung zum Tragen kommt oder eine dauerhaft einsetzbare Fähigkeit ist. Einmalig wäre zum Beispiel, dass man sofort drei zusätzliche Aktionen erhält. Dauerhafte Fähigkeiten beinhalten kostenlose Perlen, die man ohne eine Karte abzulegen bei jeder neu aktivierten Karte verwenden darf. Bedenkt man, dass jede so eingesparte Perlenkarte einer Aktion entspricht, erkennt man sofort, wie wichtig solche Karten sind. Gerade am Anfang lohnt es sich, eine Auswahl an Gratisperlen anzusammeln, um sich im Laufe des Spieles viele Aktionen einzusparen und den Mitspielern eine oder sogar mehrere Runden voraus zu sein.

Manche Charaktere bringen bei der Aktivierung zudem noch eine Diamantkarte, die dazu verwendet werden kann, genau eine Perlenkarte um genau eins zu erhöhen. Das klingt nicht nach viel, aber kann richtig eingesetzt mehrere Spielzüge sparen, in denen man versucht, eben genau die eine Zahl zu finden, die man zur Aktivierung eines Charakters braucht. Da die Charaktere offen ausliegen sehen die Mitspieler ja, woran man gerade werkelt, und können wenn sie aufgepasst haben versuchen, einem genau diese Zahlen vorzuenthalten.

Auf dem Weg zur Macht

Die einzelnen Symbole, die die Sonderfähigkeiten beschreiben, sind manchmal nicht ganz eindeutig, aber hierfür kann man auch schnell einen Blick in die Anleitung werfen, um sich Klarheit zu verschaffen. Da die Karten zumeist erst einmal für alle ausliegen ist es auch sinnvoll, diese einmal für jeden zu erklären. Verdenkt gezogene Karten landen zudem sowieso direkt auf einem Portal und sollten dann ebenfalls erklärt werden. Auf die Hand genommen werden ohnehin nur Perlenkarten, die außer einer Zahl keine spieltechnisch relevanten Elemente besitzen.

In dieser Art und Weise verläuft das ganze Spiel nun, bis ein Spieler zwölf Machtpunkte erreicht hat. Danach wird noch eine ganze Runde gespielt, bevor der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Das muss nicht zwingend der Spieler sein, der das Ende eingeläutet hat. Mit den richtigen Handkarten und einem vollen Portal können in der letzten Runde noch problemlos sechs Punkte abgestaubt werden und jemand, der mit sieben Punkten weit hinten lag kann noch Sieger werden.

Fazit zu Die Portale von Molthar

Das Spiel ist simpel, schnell erklärt und schnell gelernt. Kaum ein Zug dauert länger als eine Minute und auch bei fünf Spielern muss man nicht lange warten, bis man wieder an der Reihe ist. Gerade für Kinder, die ja bekanntermaßen keine besonders lange Aufmerksamkeitsspanne besitzen, ist das ein großer Vorteil. Ebenso haben die kleinen Stoppelhopse mit Sicherheit viel Freude an den farbenfrohen und phantasiereichen Illustrationen auf den Karten.

Trotzdem lohnt es sich, eine grundlegende Strategie zu verfolgen, besonders in Hinblick auf die Gratisperlen auf den Charakteren. Wer nur wahllos kauft, was er gerade bekommen kann, geht vielleicht früh in Führung, wird dann aber von den Spielern überholt, die sich eine solide Basis aufgebaut haben. Dennoch erlaubt das Spiel nur eine gewisse Tiefe des Taktierens. Man kommt gar nicht in Versuchung, ewig zu überlegen, weil das Spiel die Möglichkeit gar nicht bietet. Zum Einen sind immer nur zwei Charakterkarten offen zu sehen, zum Anderen bieten die Karten gar nicht so viel Interaktion miteinander, sondern eher feste Vorteile, die man schnell im Kopf hat.

„Die Portale von Molthar“ ist schnell aufgebaut, schnell gespielt und schnell eingepackt, das perfekte Spiel für zwischendurch.

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