Sieg durch das eigene Fürstentum! Die Burgen von Burgund [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

In Aufbau-Strategie-Spielen ist Platz immer eine wichtige und knappe Ressource. Die Burgen von Burgund bringen diese Herausforderung mit.

  • Zwei bis vier Spieler können ihre Gebäude in diesem Spiel bauen. Gebietsplättchen sind dabei limitierend und chanceneröffnend zugleich.
  • Das Spiel wird in fünf Durchgängen gespielt.
  • Würfel und Glück sind entscheidende Faktoren in diesem Brettspiel!

Lasse deine Ländereien aufblühen! In Die Burgen von Burgund kannst du Fürst über eigene Gebiete sein. Obwohl der Würfel deine Aktionsmöglichkeiten bestimmt, bist schließlich du derjenige, der die Entscheidungen trifft. Mit zwei bis vier Spielern kannst du in zahlreichen verschiedenen Spielrunden Wohlstand, Wissen und einen ertragreichen Handel erzielen. In diesem Artikel erklären wir, wie das Brettspiel funktioniert und geben unsere Meinung preis.

Datenblatt zum Brettspiel Burgen von Burgund

Verlag: Ravensburger, Stefan Feld
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Herausforderungen: Platzmanagement, Planung, Voraussicht, Glück
Vergleichbar mit: Die Siedler von Catan, Caverna

Die Spielelogik von Die Burgen von Burgund

Im Tal der Loire übernehmen Spieler die Rollen von Fürsten. Mit Handel, Viehzucht und Wissensfortschritt baut jeder Spieler sein eigenes Reich auf.

Mit einer Spielumgebung im 15. Jahrhundert erinnern die Burgen von Burgund ein wenig an Die Siedler von Catan und an Caverna. Dennoch ist es ein einzigartiges Spiel, das sehr viel Wert auf Würfel legt. Spielerinteraktion untereinander gibt es kaum eine; außer sich gegenseitig Ressourcen wegzunehmen, gibt es kaum ein Gegeneinander in Die Burgen von Burgund.

Es gibt neben dem großen Spielplan für die Mitte und den einzelnen Spielertableaus sechseckige Plättchen mit Gebäuden, Tieren, Wissensgebäuden, Burgen, Minen und Schiffen und quadratische Karten. Die quadratischen Karten sind Warenkärtchen. Darüber hinaus gibt es Silberlinge, die das Zahlungsmittel in diesem Brettspiel darstellen und Arbeiterchips, die aus unerwünscht geworfenen Augenzahlen ein erwünschtes Ergebnis machen können.

Ob man sein eigenes Gebiet erweitern darf, entscheidet der Würfel. Auch, welche Waren man aus den Depots nimmt, bestimmt der Zufall. Die Entscheidungen, welcher Würfel für welche Aktion verwendet wird, liegt allerdings bei der Macht der fürstlichen Spieler.

Die Farben der Sechseckkarten sind wie folgt aufgeteilt..

  • Gelb: Wissensgebäue
  • Hellgrün: Landwirtschaft bzw iehzucht
  • Beige: Stadt, Häuser
  • Grau: Minen, bringen Geld
  • Blau: Handelsschiffe, bringen neue Waren beim Platzieren
  • Dunkelgrün: Burgen

Der Spielablauf von Die Burgen von Burgund

Generell läuft „Die Burgen von Burgund“ wie folgt ab: Durch ein Ergebnis der eigenen Würfel kann man Gebiete und Waren aus den Depots nehmen und bei sich lagern. Diese Gebiete können entsprechend einer weiteren Augenzahl eines Würfels im eigenen Fürstentum anbringen.

Waren kannst du verkaufen, um aus dem schwarzen Depot in der Mitte des Spielplans neue Gebiete zu erschließen und in deinen Vorrat zu legen.

Die Spielvorbereitung

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler ein Tableau und drei zufällige Warenkärtchen. Ein Burgplättchen wird auf das dunkelgrüne Mittelfeld deiner Spieltafel gelegt.

Die Warenkärtchen platzieren du und deine Mitspieler auf den Warenfeldern oben links auf dem Spielplan. Je nach dem, welche Farbe du für deine Spielerfarbe auserkoren hast, erhältst du zwei Würfel in deiner Farbe. Darüber hinaus gehören zu deinem Inventar die Punkte für die Gewinnerauszählung. Dein Startkapital beträgt einen Silberling.

Gespielt werden fünf Durchgänge, die aus fünf Einzelrunden bestehen. Zu Beginn eines Durchgangs werden die sechs Depots durch sechseckige Plättchen belegt, die ihr zufällig zieht. Die Spieleranzahl entscheidet über die Anzahl der zu belegenden Felder innerhalb eines Depots.

Zum Schluss wird das schwarze Depot in der Mitte entsprechend der Spieleranzahl gefüllt. Der Rest der sechseckigen Plättchen wird außerhalb des Spielfelds für die nächsten Durchgänge bereit gehalten.

Warenkärtchen platziert ihr zu Beginn des Spiels nach dem Zufallsprinzip auf den entsprechenden Feldern. Damit ist der Spielplan vorbereitet.

Wer die höchste Zahl wirft, beginnt. Der erste Spieler erhält einen Arbeiterchip aus dem allgemeinem Vorrat. Der zweite Spieler erhält zwei, der dritte drei und so weiter.

Jetzt kann es losgehen!

So läuft ein Spielzug ab

Der Startspieler wirft seine Würfel und den weißen, neutralen Würfel. Dieser weiße Würfel gibt an, auf welches Depot das erste Warenkärtchen gelegt wird. Würfelst du eine 1, lagerst du es in Depot 1 ein. Bei einer 5 Depot legst du das Kärtchen vom Rand des Spielfeldes in das fünfte Depot.

Mit den Farbwürfeln kannst du zwei Aktionen ausführen. Für jeden Würfel eine Aktion. Mit einem Arbeiterchip kannst du allerdings zunächst die Würfelaugen um einen Wert pro Arbeiterchip verändern. Würfelst du eine Drei, benötigst aber eine Vier, hilft dir der Arbeiterchip dabei.

In welcher Reihenfolge du deine Aktionen durchführst, ist dir selbst überlassen. Die erste Möglichkeit ist es, ein Sechseckplättchen vom Spielplan zu nehmen. Aus welchem Depot du das Plättchen nimmst, entscheidet der von dir gewählte Würfel. Dieses Plättchen nimmst du und legst es auf eines deiner drei Ablagefelder. Sind alle drei Ablagefelder belegst, musst du dich von einem dieser Plättchen trennen, um ein neues hinzufügen zu können.

Das geht unter anderem durch die zweite Aktionsmöglichkeit! Bringe ein Aktionsplättchen von der Ablage in dein Fürstentum. Die Augenzahl eines Würfels bestimmt hier, auf welches Feld du das Plättchen legen darfst. Dieses muss aber an dein bereits gebautes Fürstentum angrenzen.

Am zentralen schwarzen Depot kannst du dich bedienen, indem du zwei Silberlinge bezahlst und eines der ausliegenden Sechseckplättchen kaufst.

Die Bedeutung der Gebietsplättchen

Manche Plättchen bringen am Ende des Spiels Siegpunkte, andere bringen dir Silberlinge.

Mit jedem Handelsschiff darfst du ein Depot deiner Wahl leeren und erhältst die eingelagerten Waren. Gleichartige Waren kannst du stapeln. Aber du kannst nicht mehr als drei unterschiedliche Warensorten lagern.

Bei einem Tierplättchen bekommst du für jedes Tier, das auf dem Sechseck aufgezeichnet ist, einen Siegpunkt. Sind in einem Weidegebiet mehrere Tiere der gleichen Art, werden die bereits gezählten Tiere noch einmal gezählt, wenn du eine neue Tierkarte anlegst.

Eine Burg befähigt dich, einen weiteren Spielzug auszuführen.

Für jede Mine erhältst du am Ende eines Spieldurchgangs einen Silberling.

Stadtgebäude haben Vorteile, die sofort genutzt werden können. Drei beige Gebäudefelder bilden eine Stadt. Jedes Gebäude darf in einer solchen Stadt nur ein Mal vorkommen. Durch die Gebäude gibt es nicht nur Siegpunkte und Silberlinge, sondern neue Arbeiterplättchen.

Die Siegpunkte in Die Burgen von Burgund

Wenn ein abgegrenztes Gebiet komplett gefüllt ist, erhältst du Zusatzpunkte. Diese richten sich nach der Größe des Gebietes. Wie viele Punkte du bekommen kannst, steht auf dem Tableau.

Für jeden Durchgang gibt es Bonuspunkte, die von Runde zu Runde abnehmen.

Belegst du alle Felder einer Farbe, erhältst du als erster das große Siegplättchen dieser Farbe. So kannst du bei einem Spiel zu dritt sechs Siegpunkte erhalten. Der Zweitplatzierte, der diese Aufgabe erfüllt hat, erhält das kleine Siegplättchen und weniger Punkte.

Für jede Ware, die du gemäß einer gewürfelten Augenzahl verkaufen kannst, erhältst du neben einem Silberling außerdem so viele Siegpunkte, wie Spieler an der Partie Die Burgen von Burgund teilnehmen.

Wurden alle Warenkärtchen vom großen Spielplan verteilt, endet der erste Durchgang. Am Ende eines jeden Durchgangs werden Minen und Wissensgebäude ausgewertet. Die Sechseckplättchen in der Nähe der Depots nehmt ihr vom Plan und ersetzt sie durch Neue für den nächsten Durchgang.

Für nicht verkaufte Waren, für jeden Silberling und für jeden Arbeiterchip im Vorrat erhältst du je einen Siegpunkt. Die gelben Wissensplättchen geben entsprechend ihrer Aufschrift zusätzliche Siegpunkte.

Unser Fazit zu Die Burgen von Burgund

Die Burgen von Burgund hat uns sogar noch mehr Spaß gemacht als Caverna. Es ist ein simples Spielprinzip, das viel auf Würfeln aufbaut und damit Ähnlichkeiten zu Die Siedler von Catan aufweist. Wir empfehlen jedem Fan der beiden erwähnten vergleichbaren Spiele, sich den Herausforderungen von Die Burgen von Burgund zu stellen!

Angebot
Ravensburger 26914 - ALEA: Die Burgen von Burgund
  • Ein spannendes abendfüllendes Strategiespiel für alle!
  • 12-99 Jahre
  • 2 - 4 Spieler
  • Spielzeug
  • Ravensburger Spielverlag

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