Lieblings-Karrrrrtenspiel – Dead Man’s Draw [Review]

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Dead Man’s Draw ist ein kurzweiliges Spiel. Es besteht aus Kartendecks. Zusätzlich erhältlich sind Bretter, die dem Spiel noch mehr Piratenflair verleihen. Ich rezensiere hier aber nur das Kartenspiel und den Spielspaß mit dem Grundset von Dead Man’s Draw. Viel Spaß mit dieser Rezension.

 

Datenblatt zum Kartenspiel Dead Man’s Draw

Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Herausforderungen: Zählen, Wahrscheinlichkeiten berechnen, Glück und Zufall, gesunder Egoismus
Vergleichbar mit: BlackJack

 

Spielprinzip und Inventar von Dead Man’s Draw

Im Kartenspiel Dead Man’s Draw versuchen zwei bis vier Spieler, die größte Beute zu machen. Es gibt auf den Karten zehn verschiedene Symbole. Nacheinander werden Karten gezogen. Im Prinzip geht es darum, keine gleichen Karten zu ziehen. Wer unterschiedliche Symbole hat, bereichert seine Schätze, wer zwei gleiche hat, verliert alles.

Im Kartenset von Dead Man’s Draw sind 62 Beutekarten und die Spielregeln enthalten. Dazu gibt es 17 Charakterkarten, die dem Kartenspiel mehr Pfiff verleihen. Dazu gibt es sechs Spielvariantenkarten. Sie können zufällig oder per Mehrheitsentschluss gewählt werden: Somit kann man Dead Man’s Draw auf sechs verschiedene Weisen spielen und hat gewisse „Missionen“ abzuschließen. Last but not least enthält das Kartenset Übersichtskarten für Symbole und Fähigkeiten, die die Spieler über die gesamte Spieldauer neben sich legen oder immer wieder zu Rate ziehen können.

Die Beutekarten in Dead Man’s Draw sind diejenigen mit zehn unterschiedlichen Symbolen. Zusätzlich zu den Symbolen haben die Karten unterschiedliche Werte.

Jede Symbolkarte kann den Wert von 2 – 7 haben. Nur die Meerjungfrauen haben noch die Karten mit den Nummern 8 und 9, aber von ihnen werden pro Spiel auch nur sechs Werte (2 – 7 oder 4 – 9) verwendet. Schade! An dieser Stelle habe ich mich schon auf Asymmetrie gefreut.

 

Die Symbolkarten in Dead Man’s Draw

Es gibt wie gesagt zehn unterschiedliche Symbole. Jedes Symbol hat unterschiedliche Effekte. Mit ihnen vertraut zu sein, ist erst einmal sehr schwierig, daher empfehle ich immer, die Übersichtskarten im laufenden Spiel zu verwenden. Hier eine kurze Beschreibung:

  • Anker: Wird die Beute versenkt, kannst du die Karten vor dem Anker trotzdem als Beute einholen.
  • Haken: Du musst eine deiner obersten Karten aus der Auslage spielen, auch wenn dadurch die Beute versenkt wird.
  • Kanone: Du darfst einen deiner Gegner bestehlen. Nimm die wertigste Karte eines Symbols seiner Auslage und lege sie in den Spielbereich.
  • Schlüssel: Diese Karte wartet auf die Truhe. Wenn die Truhe zuerst gespielt wird: Die Truhe wartet auf den Schlüssel.
  • Truhe: Wurde zuerst der Schlüssel gespielt oder erst die Truhe und jetzt der Schlüssel, musst du so viele Karten vom Ablagestapel ziehen, wie es Karten im Spielbereich gibt. Diese legst du sofort in deine Auslage: Sie sind Beute und können deine aktuelle Beute nicht zum Versinken bringen!
  • Schatzkarte: Mische den Ablagestapel. Danach ziehst du die obersten drei Karten. Eine davon musst du in den Spielbereich legen. Hoffen wir mal, dass du dadurch die Beute nicht versenkst!
  • Orakel: Du darfst die oberste Karte des Beutestapels anschauen, bevor du dich entscheidest, ob du weiter ziehst oder die Beute einholst.
  • Säbel: Andrer Leute Hab und Gut tut Piraten immer gut! Bestiehl einen Mitspieler. Gönn‘ dir die oberste Karte eines Symbols in seiner Auslage, das du noch nicht selbst in der Auslage hast. Hat er nur die gleichen Symbole wie du, hat der Säbel nichts zu melden. Arr!
  • Kraken: Der Kraken schnürt dich fest. Du musst zwei weitere Karten im regulären Spielzug in den Bereich legen, bevor du überhaupt daran denken kannst, die Beute einzuholen.
  • Meerjungfrau: Sie hat nur in der entsprechenden Spielvariante einen Effekt. Dann zwingt sie dich, den Effekt einer der Karten im offenen Spielbereich noch einmal zu nutzen.

 

Spielaufbau von Dead Man’s Draw

Das Spiel bereitet ihr vor, indem ihr euch Charaktere zuweist und eine Spielvariante wählt oder zufällig auswählt. Die Charakterkarten liegen während des Spiels offen auf dem Tisch vor jedem Spieler. Die Fähigkeiten und unterschiedlichen Charaktere werde ich aus Einfachheitsgründen in dieser Rezension nicht erläutern.

Alle anderen Charaktere und Spielvarianten wandern zurück in die Kiste. Außerdem müssen entweder die Meerjungfrauen mit den Werten 8 und 9 (meiste Spielvarianten) oder die mit den Werten 2 und 3 (Spielvariante: „Meerjungfrauen mit Effekt“) ebenfalls aus dem Spiel genommen werden.

Sucht die Beutekarten mit den niedrigsten Werten heraus und mischt alle zehn Karten. Sie bilden den Stapel, von dem ihr beim Einsatz besonderer Effekte zieht.

So, nun ist Dead Man’s Draw auch schon vorbereitet. Der Pirat mit dem überzeugendsten „Arrrrr“ beginnt das Spiel.

 

Wie spielt man Dead Man’s Draw?

Der beginnende Spieler deckt zunächst eine Karte vom Beutestapel auf. Der Effekt, der auf der Karte steht, muss sofort eingesetzt werden. Ob die Piraten das wollen oder nicht!

Der Effekt sorgt oft dafür, dass weitere Karten an der Reihe sind. Zieh eventuell neue Karten und mach, was die Regeln von dir verlangen. Nun beginnt der Black-Jack-Charakter von Dead Man’s Draw: Wenn du dich traust, ziehst du nun die nächste Karte. Sie muss ein anderes Symbol haben als die, die du soeben aufgedeckt hast. Lege die Karte neben die bereits offenliegende Karte und führe den Effekt der Karte aus. Du hast nach jedem ausgeführten Effekt die Wahl: Nimmst du die Beute mit? Oder willst du noch eine Karte ziehen?

Ist die Karte, die du nachziehst, mit dem gleichen Symbol versehen wie eine der Karten davor, versenkt sich der Schatz von allein. Alle Karten geraten auf den Ablagestapel.

Entscheidest du dich, die Beute einzuholen, legst du alle Karten vor dir ab und der nächste Spieler ist am Zug. Die Karten befinden sich nun in deiner Auslage und sollte sichtbar sortiert sein, sodass jeder weiß, welche Karten bereits erbeutet wurden.

 

Spielende und Gewinnen in Dead Man’s Draw

Das Spiel ist zu Ende, wenn die letzte Karte vom Beutestapel gezogen wurde. Die Beute wird somit entweder versenkt oder automatisch eingeholt: Ohne dass ein Effekt eintritt.

Dead Man’s Draw hat gewonnen, wer in seiner Beute-Auslage die höchste Zahl eines jeden Symbols hat. Jeder Pirat zieht die Werte seiner obersten Karten zusammen und ermittelt so eine Summe, die den Punktestand angibt.

 

Fazit

Das Kartenspiel Dead Man’s Draw hat mich überrascht. Es wirkte erst eintöniger und einfacher, als es sich dann tatsächlich herausgestellt hat. Ein klasse Spiel. Wenn man bedenkt, dass es noch zahlreiche Fähigkeiten und Charaktere gibt, die das Spiel in völlig andere Dimensionen von Zufall, Taktik und Ärrrrrrrger abdriften lassen, ist Dead Man’s Draw definitiv einer meiner Kartenspiel-Favoriten!

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