Phase 10 in cool – Das Syndikat [Rezension]

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Drahtzieher, Diebe und Trickbetrüger aufgepasst! Hier kommt ein Kartenspiel für euch. Das Syndikat überzeugt mit einer interessanten Spielmechanik und einem tollen Design – spielt im Widerstand und lest in dieser Rezension, wie uns das Spiel gefallen hat.

Datenblatt zum Kartenspiel Das Syndikat

Verlag: Asmodee
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herausforderungen: Phasen abpassen, Karten sinnvoll einsetzen, Schnelligkeit
Vergleichbar mit: Phase Zehn

Das Spielinventar von Das Syndikat

In „Das Syndikat“ gibt es ein Spielertableau mit drei Ablagefeldern. Das ist das Geheimversteck deiner Leute. Hier spielst du deine Aktionen in drei Nächten. Die Zeit schreitet pro Runde um eine Nacht voran. Die drei Ablagefelder heißen „Nacht eins“, „Nacht zwei“ und „Nacht drei“.

Es gibt außerdem fünfeckige Münzen, die die Währung von „Das Syndikat“ sind.  Darüber hinaus gibt es noch fünf verschiedene Auftragsstapel in den Farben rot, grün, gelb, violett und blau. Je nach dem, wie viele Spieler mitspielen, legt ihr unterschiedliche Auftragsstapel und Münzen aus. Die Münzen, die auf einem Haufen auf dem Spielbrett liegen, ist die Konzernkasse. Auf den Auftragskarten steht, für wie viele Spieler diese Karte ist. Die blauen Aufträge sind beispielsweise für alle Spielrunden mit zwei oder mehr Spielern. Insgesamt ergibt sich daraus, dass in „Das Syndikat“ zwei Spieler mit drei Auftragsstapeln spielen, drei Spieler mit vier Stapeln und so weiter. Die Münzen der Konzernkasse werden ebenfalls entsprechend ausgeweitet: Spielen zwei Spieler, besitzt der Konzern 50 Münzen. Bei drei Spielern sind es 65, und wenn vier Spieler spielen, hat der Konzern 75 Münzen.

Auf den Auftragsstapeln findet ihr unterschiedliche Aufgaben. Es gibt von jeder Farbe Aufträge unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Begonnen wird immer mit dem einfachsten, der entsprechend oben liegt. Erst nach dem ersten violetten Auftrag schaltet ihr den zweiten frei. Jede der Auftragskarten enthält außerdem Kosten. Somit kostet „Entführen eines Waffenexperten“ drei blaue Spezialisten, aber „Hacken des Währungssystems“ braucht zwei grüne und einen roten Spezialisten.

Was es damit auf sich hat, erkläre ich im folgenden Abschnitt.  Auf dem Tisch, auf dem ihr spielt, liegt außerdem noch der Nachziehstapel. In ihm befinden sich 48 Spezialisten und je nach Spieleranzahl auch noch ein paar Anführer. Generell beginnt die Runde aber damit, dass jeder Spieler drei Anführer auf die Hand bekommt. Mit diesem Aufbau kann es auch schon losgehen.

Der Spielablauf von Das Syndikat

Zu Beginn des Spiels hat jeder Spieler eine Startaufstellung von Charakteren. Das sind die Anführer. Jeder von ihnen hat eine andere Farbe. Später kommen Spezialisten hinzu, die die gleichen Farben haben und entsprechend ähnliche Fähigkeiten mit sich bringen.

Ihr beginnt das Spiel mit:

  • Trickbetrüger: Spielst du diesen roten Anführer aus, kannst du zwei Münzen aus dem Vorrat eines Gegners stehlen.
  • Drahtzieher: Wenn der blaue Drahtzieher ausgespielt wurde, ziehst du drei Spezialisten aus dem Nachziehstapel. Eine der drei Karten darfst du behalten und im weiteren Spielverlauf ausspielen.
  • Dieb: Der grüne Dieb stiehlt zwei Münzen aus der Konzernkasse.

Zu Beginn der ersten Runde legst du einen deiner drei Charaktere aus. Er liegt auf „Nacht eins“. Ob du den Drahtzieher, den Dieb oder den Trickbetrüger zuerst wählst, ist dir überlassen. Du wählst also die Spezialistenkarte und spielst sie auf dein Spielertableau von „Das Syndikat“ aus. Sofort tritt der Effekt in Kraft und du darfst neue Spezialisten ziehen oder hier und da Geld stehlen.

Zu jeder Farbe gibt es unterschiedliche weitere Charaktere. Blau sind alle Spezialisten, die dem Drahtzieher ähneln. Grün sind die Spezialisten, die dem Dieb ähneln und rot sind diejenigen, die dem Trickbetrüger ähneln.

Somit gibt es in grün beispielsweise noch den Denunzianten, in blau den Fälscher, in rot den Mittelsmann. Die Farben sind später bei den Aufträgen wichtig.

War jeder Spieler dran, schreitet die Zeit voran. Dabei verschiebt jeder Spieler seine Charaktere um eine Nacht nach vorne. Somit spielen sich drei Runden ab, bis der erste Anführer hinten aus der dritten Nacht „herausfällt“ und zum Sammelpunkt gelangt. Er ist dann nicht mehr spielbar. Den Drahtzieher kannst du also nicht noch einmal spielen.

Nun kannst du in „Nacht eins“ mit einer beliebigen weiteren Karte „Das Syndikat“ voranbringen: Die Spezialisten vom Nachziehstapel bestimmen, wie das Spiel für dich weiter verläuft.

Die Aufträge bei Das Syndikat

Die Aufträge in „Das Syndikat“ spielst du in Teams aus. Dafür musst du die Kosten für einen Auftrag in Form von Spezialistenkarten decken. Willst du beispielsweise den ersten blauen Auftrag machen und einen Waffenexperten entführen, brauchst du dafür drei blaue Spezialisten.

Spiele drei blaue Spezialisten als Team auf deinen Ablagestapel „Nacht eins“. Alle drei auf einem Stapel erfüllen dann für dich den Auftrag. Auftrag kommt zu dir, die Belohnung gehört dir.

Die ersten Aufträge haben folgende Belohnungen: ·

  • Rot: Entführen eines Popstars: Stiehl 3 Münzen aus der Konzernkasse
  • Grün: Verwüsten einer Galerie: Stiehl 3 Münzen aus der Konzernkasse
  • Violett: Ausrauben von Touristen: Stiehl eine Münze aus dem Vorrat jedes Gegners
  • Blau: Entführen eines Waffenexperten: Ziehe zwei Spezialisten
  • Gelb: Hacken des Währungssystems: Stiehl zwei Münzen aus dem Vorrat eines Gegners.

Die Aufträge werden von Mal zu Mal kostenintensiver. Der Auftrag „Schmieren des Steuerbeamten“ kostet beispielsweise zwei blaue, zwei rote und zwei grüne Spezialisten.

Das war’s auch schon: So läuft das Spiel ab!

Spielende: Gewinnen bei Das Syndikat

Das Spiel läuft so lange, bis alle Aufträge abgearbeitet sind oder bis die Konzernkasse komplett leer ist. Aber auch, wenn der Nachziehstapel leer ist, ist das Spiel vorbei.

Am Ende des Spiels werten die Spieler aus, wer gewonnen hat. Dafür zählt ihr zunächst eure Münzen.

Für jeden erledigten Auftrag gibt es Sonderpunkte, wenn du mehrere Aufträge einer Farbe erledigt hast. Hast du zwei von einer Farbe, erhältst du zwei Münzen zusätzlich. Drei von einer Farbe bringen dir vier zusätzliche Münzen. Hast du alle Aufträge einer Farbe allein erledigt, winken dir acht Münzen als Bonus.

Wer die meisten Münzen hat, gewinnt.

Fazit

Das Syndikat ist eine spannende Abwechslung zu Phase Zehn und anderen Kartenspielen, bei denen Karten als Einsatz für Siegpunkte eingesetzt werden. In einem düsteren Science-Fiction-Setting macht Das Syndikat besonders viel Spaß. Die Karten sind liebevoll gestaltet und für eine Runde zwischendurch ist das Spiel immer zu haben.

Auf Dauer kann dieses Kartenspiel leider kein Dauerbrenner sein, da es dann doch zu einseitig ist und mein Herz für komplexe Brettspiele schlägt. Eine absolute Kaufempfehlung für jeden, der gerne mal aufatmet und dennoch ein spannendes Setting und mehr Abwechslung als bei Konkurrenten wie Phase zehn haben möchte.

Asmodee IBCD0013 Das Syndikat-spielt in der Welt von Der Widerstand
  • Autor: Jake Tlapek, David Fulton
  • Spieldauer: 30 bis 40 Minuten
  • Spieleranzahl: 2 - 4
  • Spielzeug
  • Indie Boards & Cards

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