Flanke. Kopfball. Tor! – Crazy Kick [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Crazy Kick von dlp games ist sozusagen eine Fußballsimulation in Kartenform. Tore schießen steht im Fokus und gewinnen kann nur, wer als erster fünf davon erzielt.

  • Das Spiel besticht durch seine Geschwindigkeit
  • Eine Spielrunde dauert in der Regel nur eine Viertelstunde, kann also mal schnell in einer Halbzeit eingeschoben werden
  • Der Spaß steigt mit der Anzahl der Mitspieler

Sportmuffel und Fußballfans kommen bei Crazy Kick von dlp games voll auf ihre Kosten. Das Kartenspiel bietet eine schnelle Runde des beliebten Kicks für bis zu acht Spieler. Frei nach dem Motto »Je mehr, desto besser« steigt der Spielspaß vor allem mit der Menge der Spieler und wie sehr die sich an den spaßigen Runden beteiligen. Schauen wir uns mal genauer an, wie so ein Fußballspiel in Kartenform aussieht.

Datenblatt zum Kartenspiel Crazy Kick

Verlag: dlp games
Anzahl Spieler: 2 – 8 Spieler
Empfohlenes Alter: Ab 8 Jahren
Herausforderungen: Schnell bestimmte Karten finden, sich in Hektik konzentrieren, reaktionsschnell sein
Vergleichbar mit:

Aufwärmen: Inhalt

Es braucht nicht viel, um den beliebtesten Ballsport der Welt auf ein Kartenspiel zu übertragen. In der kleinen Spieleschachtel von Crazy Kick befinden sich ausschließlich jeweils 60 rote und weiße Spielkarten, die für die jeweilige Mannschaft stehen. Nachdem ihr die Teams gegründet habt, verteilt ihr die Karten gleichmäßig unter den Mitspielern. Bei unterschiedlicher Teamgröße bekommen die Spieler logischerweise unterschiedlich viele Karten. Die Karten haltet ihr in einem Stapel verdeckt in der Hand und deckt im Verlauf des Spiels nacheinander von oben die Karten auf. Noch schnell ein isotonisches Getränk bereitgestellt und schon könnt ihr aufs Spielfeld.

Torwart

Beim Kartenspiel Crazy Kick von dlp games verfolgt ihr das Ziel, das jeder Fußballer verfolgt: Tore schießen. Das funktioniert nicht ganz, aber zumindest ein wenig so, wie auf dem echten Fußballfeld. Zuerst legen alle Spieler nacheinander jeweils drei Karten offen auf den Tisch und wiederholt das, bis ein Spieler einen Torwart findet. Das Team, das als erstes ihren Torwart aufdeckt, bekommt den Anstoß.

Die Torwartkarte legt ihr nun offen in die Mitte des Tisches. Sie bildet den Beginn des Spielstapels, auf den ihr nach und nach weitere Spielerkarten ablegt. Der Torhüter hat nun den Ball und kann ihn entweder zu einem Mitspieler passen oder an einen Gegenspieler verlieren. Jede Karte hat in den Ecken die Namen von zwei Teamkollegen und zwei Gegnern. Wenn ein Spieler einen dieser Namen aufdeckt, bekommt er den Ball und legt seine Karte in die Mitte auf den Torwart.

Abwehr und Mittelfeld

Bei Crazy Kick geht es äußerst hektisch zur Sache. Ihr spielt nicht wie bei anderen Spielen nacheinander gemütlich die Runden durch. Fußball ist ein turbulenter Sport und so ist auch Crazy Kick von dlp games. Alle Spieler legen gleichzeitig ihre Karten ab und suchen nach den passenden Spielern, um den Ball zu erobern. Dabei könnt ihr euch gegenseitig unterstützen, indem ihr die gesuchten Spieler laut ausruft. Gleichzeitig verwirrt ihr dadurch das gegnerische Team und es ergibt sich eine Art Stadionatmosphäre am Wohnzimmertisch.

Sturm

Um Crazy Kick zu gewinnen, muss euer Team vor den Gegnern fünf Tore erzielen. Dafür befinden sich in jedem Team acht Fußballspielerkarten, die ein Tor erzielen, wenn ihr sie auf dem Stapel ablegen könnt. Diese Torkarte wird anschließend zur Seite gelegt und ihr beginnt wieder von vorne mit der Suche nach dem Torwart.

Um das ganze zu veranschaulichen, erkläre ich kurz den Aufbau einer Spielerkarte und den Ablauf: Luca hat den Ball, liegt also oben auf dem Stapel. In den oberen Ecken der Karte stehen die Mitspieler, an die er den Ball abgeben kann. Diese sind Leon und Kevin. Die offensiven Spieler suchen jetzt also in ihren Stapeln nach diesen beiden Namen, indem sie ihren Kartenstapel von oben aufdecken. In den unteren Ecken der Karte stehen die Namen der Gegenspieler, die Luca den Ball abnehmen können. Das sind Patrick und Stefan. Nach diesen suchen jetzt also die Spieler in der Defensive, um den Ball zurückzuerobern. Findet Team Rot die Kevin-Karte, welche eine Torkarte ist, passt Luca zu Kevin, der das Tor erzielt und die Karte ist aus dem Spiel. Es beginnt von vorn und hat ein Team fünf Torkarten gelegt, gewinnt es den Crazy Kick.

Sollten die spielbaren Karten ausgehen, können sich alle Spieler darauf einigen, dass neu ausgeteilt wird. Dann lasst ihr nur die oberste Karte vom Stapel auf dem Tisch liegen und verteilt die Karten neu unter den Mitspielern.

Fazit zu Crazy Kick

Bevor Reiner Stockhausen dlp games gründete, entwickelte er bereits Spiele für andere Verlage. Unter anderem Crazy Kick, das ursprünglich unter dem Namen Fußball-Ligretto vertrieben wurde. Als die Vertriebsrechte wieder an Reiner Stockhausen zurückgingen, legte er den Fußballspaß unter dem jetzigen Namen neu auf.

Crazy Kick bietet vor allem Fußballfans kurzweiligen Spaß für Zwischendurch und mehr will das Spiel auch nicht. Hier stehen schnelle Reaktionen und Hektik im Vordergrund. In einer illustren Runde von Mitspielern, die dazu bereit sind, sich mit vollem Elan ins Spiel zu stürzen, sich gegenseitig die Spielernamen zuzurufen und in der chaotischen Runde den Überblick zu bewahren, kann man mit Crazy Kick durchaus eine gute Zeit haben. Diese Zeit fällt allerdings nicht sehr lang aus. Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten. Eine Runde Crazy Kick ist bereits nach einer knappen Viertelstunde vorbei. Der Wiederspielwert ist gering. Einen Lerneffekt gibt es nicht wirklich und die Runden ähneln sich vom Verlauf her sehr stark, sodass ihr hier nicht viel Abwechslung geboten bekommt.

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