Hatt’a nich‘ gesagt! – Codenames Undercover [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Kennst du Codenames? In diesem Spiel geht es darum, Begriffe zu erraten, und zwar auf eine ganz besondere Weise. Vier bis acht Spieler können gemeinsam beim Spieleabend oder bei einer Party raten und kichern.

  • Codenames Undercover dreht sich um Begriffe „ab 16“ – es ist sexuell, aber nicht jugendgefährdend
  • Der Geheimdienst-Chef hat die Lösungskarte. Alle anderen müssen raten, dürfen aber nicht falsch liegen.
  • Wer eine Karte des Gegenteams aufdeckt, spielt den Falschen in die Karten.



Codenames Undercover ist ein Wortrate-Spiel, das sich für Parties und entspannte Spieleabende eignet. Gespielt wird Codenames Undercover in zwei Teams, wobei es immer einen Geheimdienst-Chef gibt, der sehr knappe Hinweise auf die aufzudeckenden Wortkarten gibt. Ziel des Spiels ist es, die richtigen Worte aufzudecken, dem gegnerischen Team keine Punkte zu schenken und auf gar keinen Fall auf den Attentäter zu stoßen. In diesem Artikel rezensiere ich Codenames Undercover für euch.

Datenblatt zum Kartenspiel Codenames Undercover

Verlag: Asmodee
Anzahl Spieler: 4 – 8 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Herausforderungen: Raten, In Codes sprechen, Kommunikation, Einigen, Rätseln
Vergleichbar mit: Codenames, Codenames Duett

Das Inventar von Codenames Undercover

Codenames Undercover wird mit vier bis acht Spielern gespielt, ist aber auch für größere Gruppen geeignet, wenn man nicht zufällig durcheinander brüllt, wenn man sich beraten möchte.

In der Spielebox gibt es 16 Agentenkarten in den Farben rot und blau, einen Attentäter und sieben unbeteiligte Zuschauer. Diese Karten werden im Spielverlauf gebraucht, im die Tipps der Ermittler aufzudecken und das vorgebebene Muster nach und nach aufzudecken. Dazu gibt es 195 Karten mit 390 Codes mit einfachen Worten darauf. Diese Karten sind die Codenames von Agenten, auf die die Chefs im Spiel Hinweise geben werden.

Außerdem gibt es 40 Codekarten. Eine davon wird so in den Standfuß gesetzt und aufgestellt, dass nur die beiden Geheimdienst-Chefs den Code sehen können.

So spielt man Codenames

Codenames Undercover von Asmodee ist ein Wortspiel, das die Spieler in Teams spielen. Dabei teilen sich die Spieler in zwei Gruppen. Team Blau spielt gegen Team Rot. In jeder Gruppe gibt es einen Geheimdienst-Chef. Der Rest der Mitglieder besteht aus Ermittlern.

Auf den Karten von Codenames stehen Substantive wie beispielsweise Schild, Dietrich, König, Ente, Meer oder Kiwi.

Nur die Geheimdienst-Chefs haben eine Lösungskarte. Darauf ist ein Raster von fünf mal fünf Feldern beschrieben, das in verschiedene Farben gegliedert ist. Es gibt blaue Felder für die Agenten von Team Blau, rote Felder für die Agenten von Team Rot sowie weiße und schwarze Felder. Weiß sind unbeteiligte Zivilisten und schwarz sind Attentäter. In Codenames geht es darum, die richtigen Begriffe aus der Auslage der Karten rauszufinden. Im Prinzip gibt der Chef Hinweise, durch die die Ermittler sich auf einzelne Karten in der Spielauslage einigen. In der Auslage sind fünf mal fünf Karten angeordnet, sodass dem Chef klar ist, welche Karte welcher Lösung entspricht.

Die Geheimdienst-Chefs sollen ihre Ermittler mit geschickten Worten auf die richtigen Begriffe hinweisen. Dabei darf er immer nur ein Wort als Tipp geben und keine ganzen Sätze sprechen. Nach dem Wort nennt er eine Zahl, mit der er all die Karten meint, die im Spiel sind. Sagt er beispielsweise „Tier, Drei“, kommen die Ermittler schnell auf alle Tiere, die in der Spielauslage sind.

Jetzt löst der Geheimdienst-Chef auf, was sich hinter den von den Ermittlern gewählten Codenames befindet. Wenn die Ermittler in ihrem Zug nur Agenten ihres eigenen Teams aufgedeckt haben, bekommt das Team einen Punkt.

Haben sich die Ermittler für ein Wort entschieden, hinter dem sich der Attentäter verbirgt, ist die Partie sofort verloren. Das gegnerische Team hat sofort Codenames Undercover gewonnen.

Hat das Team einen unbeteiligten Zuschauer erwischt, ist der Zug vorbei und keines der Teams bekommt einen Punkt. Deckt dein Team einen Agenten des gegnerischen Teams auf, ist der Zug ebenfalls zu Ende, aber das gegnerische Team bekommt einen Punkt.

Nicht jugendfrei: Codenames Undercover

Das Kartenspiel Codenames Undercover ist eine besondere Form vom Grundspiel Codenames. Auf der Website des Publishers wird Codenames Undercover als eine „nicht jugendfreie Version des preisgekrönten Partyspiels Codenames“ angepriesen. Das Grundspiel kann man ab 14, vielleicht auch schon in jüngeren Jahren, spielen, aber Codenames Undercover wird erst ab 16 Jahren empfohlen.

Es geht im „nicht jugendfreien“ Codenames Undercover um sexuelle Zweideutigkeiten, Anspielungen und Drogen. Es geht also um Sex, Schuss, Bier, Schwanz, Zigarette, Nudel und Hacke statt um Ente, Meer und Dinosaurier. Das ist der Unterschied zum normalen Grundspiel, das auch für junge Spieler geeignet ist.

Die Hinweise des Geheimdienst-Chefs

Um Hinweise auf die richtigen Karten zu geben, sind bestimmte Hinweise erlaubt. Es gibt strengere und lockerere Regeln. Die Spielanleitung von Codenames Undercover bezeichnet beispielsweise Anfangsbuchstaben und Hinweise auf die Schreibung der Worte als verboten im Rahmen der strengeren Regeln. So darf man nicht „A, drei“ sagen, um den Ermittlern zu sagen, dass drei Karten, die mit A beginnen, richtige Codenames enthalten.

Gleich klingende Worte gelten dann auch nicht als dieselben Wörter wie die, die in der Auslage liegen. Das finde ich persönlich etwas witzlos, denn wenn man nach den „normalen“ beziehungsweise einfachen Regeln Sechs sagen und Sex meinen darf, ist das zu offensichtlich. Das Gleiche gilt meiner Meinung nach für Reime.

Fremdwörter, Abkürzungen und zusammengesetzte Wörter sollen ebenfalls nur unter Umständen erlaubt sein. An dieser Stelle empfehle ich, dass ihr vor dem ersten Spiel die Regeln absprecht und entsprechend eigene entwickelt.

Fazit

Das Kartenspiel Codenames Undercover macht übelst Laune. Gerade auf Parties bin ich total dafür, irgendwo einen Tisch für Brett- und Kartenspiele zu reservieren, oder man macht gleich das Gesellschaftsspiel zum Hauptbestandteil der Party. Codenames Undercover gibt den gewissen anzüglichen Reiz, bringt Leute in Verlegenheit und sorgt immer wieder für einen Lacher – vor allem, wenn das eigene Ermittlerteam ganz anders tickt als der Geheimdienst-Chef. Ich bin sehr gerne der Chef, habe aber auch schon als Ermittler gespielt und bin ein riesiger Fan von Codenames. Das Spiel gibt es in weiteren Ausführungen, beispielsweise Codenames Pictures, wovon ich ein noch größerer Fan bin, da man Bilder auf verschiedene Arten interpretieren kann. Das sorgt für noch mehr Zweideutigkeiten, Verwirrung und Spaß. Außerdem gibt es Codenames Duett, eine Version für zwei Spieler. Ein klasse Spiel, das in der einen oder anderen Variante in keinem Spieleschrank fehlen sollte.

Czech Games Edition CGED0030 Codenames-Undercover, bunt
  • Autor: Vlaada Chvatil
  • Spieldauer: ca. 15 Minuten
  • Spieleranzahl 4 bis 8
  • Spielzeug
  • Czech Games Edition

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