Klein-Caverna – Caverna Höhle gegen Höhle [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Caverna kannst du allein spielen, aber auch mit bis zu sieben Spielern am Tisch die eigenen Höhlen ausbauen. Mit Caverna Höhle gegen Höhle erhältst du ein Spiel, das für zwei Personen spielbar ist. Einfacher, platzsparender, kompetetiver!

  • Höhle gegen Höhle kannst du durch die Rückseite des Spielplans auch als Solospieler spielen.
  • Das Spiel hat eine tolle Reisegröße und ist perfekt für unterwegs.
  • Direkte Rivalität: Mehr Reibung, mehr Konkurrenz, mehr Ellenbogen! I like it.

Wer Caverna kennt, vermisst es vielleicht, aktiver gegen die anderen Spieler zu spielen. Dazu ist das Hauptspiel sehr umfangreich und benötigt viel Zeit beim Spielaufbau. Mit Caverna Höhle gegen Höhle ist es möglich, das beliebte Spiel, das man als Solospieler, aber auch mit bis zu sieben Mitspielern spielen kann, als ein 1-vs-1-Spiel in vereinfachter Version zu spielen. Macht euch gefasst auf neue Herausforderungen in den Höhlen! Wir erklären euch die Regeln und rezensieren das Brettspiel für zwei Personen.

Achtung! Wir empfehlen dir, den Artikel über Caverna gelesen zu haben.

Datenblatt zum Brettspiel Caverna Höhle gegen Höhle

Verlag: Lookout Games
Anzahl Spieler: 1 – 2 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Herausforderungen: Ressourcenmanagement, Rivalität ohne Angriffe, Wirtschaftsaufbau
Vergleichbar mit: Caverna

Das Spielinventar von Caverna Höhle gegen Höhle

Wie bei Caverna haben du und dein Gegenspieler Höhlenfelder vor euch liegen. Der Waldteil der Heimatpläne fällt weg. Raumplättchen werden verdeckt auf das Feld gelegt, die Rückseite zeigt steiniges Geröll nach oben. Die Eingangshöhle ist bereits aufgedeckt, hier könnt ihr mit dem ersten Raum starten.

Die unterschiedlichen Räume haben oben rechts Siegpunkte stehen, die später bei der Gewinnerermittlung wichtig werden. Es gibt allerdings Lege-Regeln: Je nach angezeigten Wänden auf einem kleinen Symbolbild der jeweiligen Raumkarte dürfen sie nicht an alle anderen Höhlenzimmer angelegt werden. Freie Wände bedeuten: Hier darf eine Wand liegen, es darf aber auch offen sein. Beim Legen darf man die Quadrate drehen wie man will. Nur, wenn die Pflicht-Wände anliegen, darf ein Raum gebaut werden.

Das Spielfeld in der Mitte ist länglich und an die quadratischen Aktionsfelder angepasst. Somit hat Caverna Höhle gegen Höhle eine gute Reisegröße. Die ersten vier Aktionsfelder liegen offen. Die folgenden drei sind verdeckt und mit einer 2 auf der Rückseite markiert, die darauffolgenden vier haben eine 3 und das letzte, einzelne Feld ist mit der 4 markiert. Insgesamt gibt es 12 Aktionsfelder. Beim Basis-Spielplan, also dem Spielfeld in der Mitte, handelt es sich eher um eine Leiste. Eine Seite ist für Solo-Spieler bedruckt, die andere ist für den Zwei-Spieler-Modus ausgelegt.

Zu Beginn des Spiels verteilt ihr die Aktionsplättchen auf den Feldern. Wie bei den Aktionskarten im großen Caverna Spiel liegen hier zum Spielbeginn nur die ersten vier Karten offen. In jeder Runde decken du und dein Mitspieler eine Karte auf. Die Nummern 2, 3 und 4 beziehen sich auf die Anzahl der Zwerge, die ihr besitzt. Statt sie durch Wohnräume selbst anzulocken, erhöht sich die Zahl für beide Spieler in jeder Runde gleichermaßen.

Deine verfügbaren Ressourcen sammelst du nicht in Form von Holz- und Acrylsteinen wie bei Caverna, sondern sie werden durch Positionierung der entsprechenden Symbolfigren auf einer Treppe auf deinem Heimatplan von 1 bis 9 angegeben. Das spart Figürchen und sorgt dafür, dass Caverna Höhle gegen Höhle auch an kleineren Tischen spielbar ist.

Wer als erstes eine Höhle voll bebaut hat, erhält ein Extra-Plättchen, um einen zusätzlichen Raum anzulegen. Somit erweitert der Schnellere seine Produktionskette und erlangt zugleich mehr Siegpunkte.

Der Spielablauf von Caverna Höhle gegen Höhle

Der Spielablauf ist weitestgehend identisch mit dem von Caverna.

Zu Beginn gibt es Starträume mit heller Rückseitengestaltung. Sechs Starträume haben unterschiedliche Legeregeln und Kosten, aber die gleichen Siegpunkte. Hat man den ersten Platz mit der Spitzhacke (Aktionsfeld!) frei geräumt, kann einer der Starträume gebaut werden. Um die Kosten für den Bau zu decken, erhält man Ressourcen je nach seiner gewählten Aktionskarte.  Der Spieler muss natürlich keinen Raum in seinem Spielzug legen. Er kann auch andere Aktionskarten verwenden, wie beispielsweise „Ackerbau“ und für ein paar Runden lediglich seine Ressourcen erhöhen.

Irgendwann kommt die Karte „Mauerbau“ ins Spiel. So können Mauern in der eigenen Höhle gelegt werden, damit die Legeregeln der Räume erfüllt werden können. Mit der Aktionskarte „Durchbruch“ reißt du Mauern wieder ein. Die Karte, die die Pflicht-Wand erfordert hat, darf liegen bleiben, die Mauer wird aber entfernt und kann woanders eingesetzt werden.  Die Lagerkapazität bei Caverna Höhle gegen Höhle beträgt maximal neun Rohstoffe. Bis auf Gold – die Gold-Marke darfst du umdrehen und somit einen Zehner draufsetzen, sodass man bis zu 19 Gold lagern kann.

Ist das Spiel zu Ende, werden die Punkte gezählt. Jedes Gebäude besitzt eine Punkteanzeite. Gold ist mit Siegpunkten gleichzusetzen. Gewonnen hat, wer die meisten Siegpunkte (incl. Gold) hat.

Der Spaßfaktor von Caverna Höhle gegen Höhle

Wir lieben Caverna Höhle gegen Höhle! Ressourcenmanagement macht Spaß. Aufbau, Wirtschaft, Anhäufung von Reichtum – super. Eine sinnvolle Verwertung der Ressourcen ist sehr wichtig, denn die Produktionskette funktioniert nicht einfach so. Nach der ersten Runde haben wir durch unsere „try and error“-Methoden die ersten Kniffe raus und eine Ahnung davon bekommen, wie welche Rohstoffe zusammenhängen, welche man wofür braucht und wo Schwierigkeiten auftreten. Trotzdem will man Gold scheffeln. Das eine bedingt das andere, und es ist wichtig, Balance zu halten und nicht zu habgierig in eine Richtung zu agieren.

Besonders spaßig empfand ich das Hamster-Verhalten der Spieler. Das legten meine Testspieler an den Tag, weil sie sich auf die freizulegenden Räume und die Reihenfolge der Aktionskarten nicht einstellen konnten. Der Zufallsfaktor des Spiels sorgte dafür, dass mein Gegner mit Ressourcen geknausert und für später gespart hat. Der andere gab seine Ressourcen so schnell wie möglich auf und vermisste es, als er es am dringendsten brauchte. Das Ergebnis: Manchmal steht man sich einfach selbst im Weg. Genau das macht das Spiel variabel und lustig!

Unser Eindruck & das Fazit zum Spiel

Im Vergleich zu Caverna ist Caverna Höhle gegen Höhle kleiner und kürzer. Für zwei Spieler auch unterwegs geeignet, da es deutlich übersichtlicher im Aufbau und den enthaltenen Spielteilen ist. Es ist etwas schade, dass die Holzfiguren der Ressourcen nicht alle nebeneinander auf die Stufen auf dem Heimatplan passen, aber nach den ersten zwei Runden des Spiels streckt sich das, da nicht jede Ressource in gleichem Ausmaß vorhanden ist.

Gefallen hat uns auch die direkte Rivalität zum Gegner. Wann nehme ich meinem Gegner gezielt eine Aktion weg? Zwar heißt es Höhle gegen Höhle, aber es ist mehr Rivalität als Krieg. Den Gegenspieler ausspielen und behindern macht Spaß, und man kann sich selbst sehr gut ärgern, wenn der andere es bei dir macht. Super für eine Partie zwischendurch.

Für Fans von reinen Zweierspielen und simplen Solospielen ist Caverna Höhle gegen Höhle hervorragend geeignet. Durch den schnellen Aufbau und die leichte Verständlichkeit für Neulinge ist das Brettspiel auch für Kinder geeignet. Im Vergleich zum „großen Caverna“ empfehlen wir dieses Spiel für Kinder ab zehn und nicht erst ab zwölf Jahren, da es weniger komplex-strategisches Management erfordert.

Lookout Games 22160090 - Caverna - Höhle gegen Höhle, 2-Spieler-Spiel von Uwe Rosenberg
  • Autor: Uwe Rosenberg
  • Grafik: Atelier198
  • Inhalt: 1 Aktionsplan, 2 Höhlenpläne, 12 Aktionsplättchen, 24 Einrichtungsplättchen, 12 Warenanzeiger (8 davon aus Holz), 1 Zusatzraum, 7 Wände, 4 Aktionsmarker, 1 Startspielermarker und 1 Spielanleitung
  • Alter: ab 10 Jahre
  • Spieldauer: ca. 45 min

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