Kein Platz für ‚geschenkt‘! – Das Kartenspiel Bohnanza [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze
Das Kartenspiel Bohnanza gibt es schon seit langer Zeit, ist aber in einer Neuauflage erschienen. Das Spiel für drei bis fünf Spieler ab zehn Jahren erfordert Zeitmanagement und spielt mit Ressourcen und Platz auf euren Bohnenfeldern.

  • 104 Bohnenkarten mit unterschiedlicher Häufigkeit machen manche Sorten selten
  • Manchmal sind die Spieler gezwungen, ihre Ernte zu früh einzufahren

Bohnanza ist ein Kartenspiel, das ein etwas älterer Klassiker ist und inzwischen als Neuauflage vorliegt. Die Spieler bauen unterschiedliche Sorten von Bohnen an und verkaufen ihre Ernte oder handeln mit Mitspielern. Natürlich mit möglichst viel Profit und anhaltendem Spielspaß.

Datenblatt zum Kartenspiel Bohnanza

Verlag: Amigo
Anzahl Spieler: 3 – 5 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Herausforderungen: Zeitmanagement, Timing, Ressourcenmanagement, Platzmanagement, Voraussicht
Vergleichbar mit:

Das Spielprinzip von Bohnanza

Werde zum Bohnenbauern mit Bohnanza! Es gibt eine begrenzte Fläche, auf der die Spieler ihre Bohnen anbauen können. Im Spielverlauf von Bohnanza wird schnell klar, dass die alten Bohnen den Platz für neue Anbauten wegnehmen. Erntest du Bohnen zu früh, kannst du für sie keinen Ertrag erhalten. Bei Bohnanza geht es darum, die Zeit geschickt abzupassen und seine Bohnen aufeinander einzustellen.

Wer die meisten Bohnentaler verdient, gewinnt das Spiel.

Das Inventar von Bohnanza

Bohnanza kommt in einer Pappbox, es sei denn, du kaufst die Jubiläumsausgabe von 2007. Dann liegen die Karten in einer schönen Metallbox. Es gibt zwei Startspielerkarten, fünf Ablagen für die Bohnenfelder und 104 Bohnen-Karten.

Die Bohnenkarten zeigen acht verschiedene Sorten von Bohnen. Die verschiedenen Bohnen kommen unterschiedlich häufig im Spiel vor. Darüber hinaus unterscheiden sie sich in ihrer Rentabilität und Geschwindigkeit. Manche können also schneller zu Bohnentalern gemacht werden, manche brauchen mehr Zeit.

Zu Beginn des Spiels darf jeder Spieler zwei Bohnenfelder bewirtschaften. Mit der Karte „3. Bohnenfeld“ kann ein weiteres hinzukommen. Diese Karte kannst du für drei Bohnentaler kaufen und anschließend ein weiteres Feld bearbeiten.

Ich halte es für wichtig, an dieser Stelle auch die Spielanleitung zu erwähnen. Denn diese ist besonders: Ein farbenfroher und witziger Comic erklärt, wie das Spiel funktioniert. Klasse, oder?

Aufbau einer Bohnenkarte

Eine Bohnenkarte erkennst du daran, dass sie ein großes, illustriertes Bild in der Mitte hat. In diesem Bild steht eine Zahl. Sie zeigt dir die Häufigkeit: Steht hier eine 20, gibt es 20 dieser Bohnenkarte im gesamten Spiel.

Oben auf der Bohnenkarte von Bohnanza siehst du den Namen der Bohne und die Illustration noch einmal in klein: Somit kannst du die Karten auf der Hand auffächern und sehen, welche Karte sich wo befindet, ohne sie in Gänze zu sehen.

Unten auf der Bohnenkarte steht der Wechselkurs. Diese Angabe sagt dir, wie viele Bohnen du benötigst, um einen Bohnentaler zu verdienen.

Nehmen wir uns als Beispiel die blaue Bohne vor: Sie existiert 20 Mal im Spiel und du brauchst vier von ihnen, um sie für einen Taler zu verkaufen.

Der Spielablauf von Bohnanza

Zu Beginn des Spiels zieht jeder Spieler fünf Bohnenkarten vom gemischten Stapel. Die Karten werden in der Reihenfolge auf die Hand genommen, in der sie vom Stapel gezogen werden. Es ist in Bohnanza verboten, die Handkarten zu sortieren!

Dazu erhält jeder Spieler eine Ablage für sein Bohnenfeld. Der Startspieler bekommt die Startspielerkarte. Der Startspieler beginnt mit seinem Zug. Zuerst muss er die erste seiner Handkarten auf einem seiner Bohnenfelder anbauen. Das funktioniert, indem er die Karte einfach auf der Bohnenfeld-Karte ablegt. Hat er seine Bohne angebaut, werden zwei neue Karten aufgedeckt und somit ins Spiel gebracht.

Jetzt kann der Spieler handeln. Er darf die beiden aufgedeckten Karten mit Spielern aus der Runde tauschen. Auch Karten aus seiner Hand darf er in diesem Abschnitt seines Spielzuges mit den anderen tauschen. Dafür machen die Spieler sich gegenseitig Angebote und verhandeln. Feilschen macht an dieser Stelle großen Spaß!

Alle Karten, die ein Spieler beim Handeln erhält, müssen sofort auf die Bohnenfelder gelegt werden. Auf einem Bohnenfeld befinden sich nur Bohnen der gleichen Sorte. Somit kann der Spieler die beiden neuen Bohnen nur auf sein zweites Feld bringen, wenn sie gleichartig sind. Sind sie verschieden und passt die zweite Bohne nicht auf sein erstes Feld, muss er diese Karte an jemanden verschenken, der die Karte bei sich sofort anbaut.

Am Ende seines Zuges nimmt der Spieler drei weitere neue Karten auf die Hand. Diese Karten gehören an das Ende seiner Handkarten, sodass die Karte direkt nach der ersten Karte, die er zu Beginn seines Zuges ausgespielt hat, im nächsten Zug die erste sein wird.

Immer, wenn ein Bohnenfeld so voll ist, dass der Spieler mindestens einen Taler verdienen kann, darf er sein Feld abernten.

Herausforderungen & Fazit zu Bohnanza

Grenzen machen Spaß. Das habe ich schon immer gesagt, wenn es um Brett- und Kartenspiele geht. Bei Bohnanza ist es wichtig, seine Felder richtig zu timen. Je nachdem, welche Karten du auf der Hand hast, werden deine Bohnen in entsprechender Reihenfolge ausgespielt. Du musst immer ein bisschen vorausschauen, wie viele Bohnen du auf einem Feld brauchst, um sie gewinnbringend zu verkaufen. Bedenke: Vier blaue Bohnen ergeben einen Bohnentaler! Bist du gezwungen, in deiner Runde dein Bohnenfeld mit drei blauen Bohnen abzuräumen, verdienst du rein gar nichts daran!

Es ist faszinierend, wie sinnvoll Schenken sein kann. Das hätte ich vor dem Spielen von Bohnanza nicht gedacht. Auch dass das Handeln so schwierig ist und man manchmal selbst Geschenke nicht los wird (da die Mitspieler die neu dazugekommene Bohne ja auf ihre Felder legen und unter Umständen fortgeschrittene Felder abbauen müssen), sorgt für Abwechslung und Spaß.

Angebot
Amigo Spiel + Freizeit Amigo 01661 Bohnanza, Spiel
  • Das Handelsspiel für die Hosentasche
  • Das beliebte Kultspiel mit vereinfachten Regeln
  • Mit Bohnenfeld-Ablagen
  • Vom Autor Uwe Rosenberg
  • Spielzeug

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