Du kommst hier nicht rein! – Beasty Bar [Rezension]

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Das Wichtigste in Kürze

Das witzige und schnelle Kartenspiel Beasty Bar enthält zwölf verschiedene Tiere, die in einer Warteschlange vor einem Club stehen.

  • 2 – 4 Spieler können und werden Spaß in der Warteschlange haben
  • jedes Tier hat unterschiedliche Eigenschaften und ist – mehr oder weniger – dreist, um weiter nach vorne zu kommen

Jeder Spieler will möglichst viele seiner eigenen Tiere an die Beasty Bar bringen. Diese müssen aber am Türsteher vorbei und sich gegen die Tiere der Mitspieler durchsetzen. Mithilfe individueller Fähigkeiten können die einzelnen Tiere ihren Platz in der Schlange erhöhen und schneller vorankommen. Ein Kartenspiel mit Wusel-Faktor wartet auf uns.

Datenblatt zum Kartenspiel Beasty Bar

Verlag: Zoch, Stefan Kloß und Alexander Jung
Anzahl Spieler: 2 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren
Herausforderungen: Kombinieren, Zählen, Ketteneffekte und Zusammenhänge voraussehen
Vergleichbar mit:

Wie spielt man Beasty Bar?

Ein neuer Club hat eröffnet. Alle Tiere wollen in diese Bar kommen. Der Spieler, dessen meiste Tiere in die Bar gekommen sind, hat das Spiel gewonnen. Jedes Tier, das Einlass in die Bar bekommt, bringt am Ende einen Punkt. So kann man Beasty Bar gewinnen.

Jedes Tier hat unterschiedliche Punkte. Der Papagei hat beispielsweise zwei Punkte, die Schlange neun, das Zebra sieben und das Krokodil zehn. Wichtig sind die Punkte, wenn die individuellen Fähigkeiten der Karten eingesetzt werden.

Auffällig ist hier, dass die Karten sehr groß sind. Es ist also ideal, um es mit der ganzen Familie, also mit der kurzsichtigen Oma und kleinen Kindern an einem Tisch zu spielen.

Der Spielablauf ist einfach: Auf der linken Seite gibt es den Eingang zur Bar, auf der rechten Seite den Ausgang. Wer hinten steht, wird rausgeworfen, wer vorne steht, wird eingelassen. Ein grimmiger Orang-Utan ist der Türsteher der Beasty Bar und lässt nicht jeden rein.

Abwechselnd legen die Spieler ihre Tiere, die von 1 bis 12 durchnummeriert sind, in die Warteschlange vor der Bar. Dabei kann der Spieler frei wählen, welche Karte er ausspielt. Sobald fünf Karten in der Warteschlange liegen, entscheidet der Orang-Utan: Die beiden ersten Karten kommen in die Bar, die drei hinteren Tiere werden rausgeworfen.

Wird ein Tier aus der Schlange geworfen, wird die Karte verdeckt abgelegt. Alle Tiere, die in der Warteschlange nach dem Tier stehen, das rausgeworfen wurde, rutschen nach.

Der chaotisch-liebenswürdige Spielablauf

Beasty Bar ist durch unterschiedliche individuelle Fähigkeiten unglaublich abwechslungsreich und bringt den gewissen Wusel-Faktor. Ich möchte dir hier die unterschiedlichen Fähigkeiten der zwölf Tiere der Beasty Bar auflisten:

  • Das Stinktier (1) hat die Fähigkeit, unheimlich zu stinken. Es vertreibt die beiden höchsten Tiersorten, die höhere Kartenwerte haben. Stehen in der Schlange also zwei Affen (4) und eine Robbe (6), so sind alle drei Karten auf einmal verscheucht.
  • Der Papagei (2) betreibt mit seinem Megaphon üble Nachrede und schmeißt ein beliebiges Tier aus der Wartschlange.
  • Das Känguru (3) springt einfach über das Tier, das vor ihm steht. Es kann ein oder zwei Felder nach vorne springen.
  • Der Affe (4) kann, wenn er mit einem anderen Affen gespielt wird, eine Affenbade bilden und sich nach vorne mogeln. Somit können zwei Affen, wenn der zweite gelegt wird, beide auf Platz 1 und 2 gebracht werden. sie werfen zusätzlich alle Nilpferde und Krokodile aus der Schlange heraus.
  • Das Chamäleon (5) imitiert die Fähigkeit eines Tieres, das vor ihm in der Schlange steht. Dabei hat es aber immer den Wert von fünf. Auch, wenn das Chamäleon die Fähigkeit von einem Krokodil (Level 10), das in der Schlange vor der Beasty Bar vor ihm steht, nachahmt, bleibt der Wert des Chamäleons bei 5.
  • Die Robbe (6) hat eine niedliche Pfeife im Mund und sieht sehr entspannt aus. Sie sorgt auf ihre entspannte Weise dafür, dass der Letzte der Erste ist. Der Eingang wird nach hinten gelegt, der Ausgange ist vorne. Somit ist die Robbe die erste, wenn sie ausgespielt wird und sich „hinten anstellt“.
  • Das Zebra (7) verhindert, das Krokodile und Nilpferde an ihm vorbeikommen. Mit seinem finsteren Blick und dem schwarzen Anzug ist es bedrohlich (und meine allerliebste Illustration in Beasty Bar!)
  • Der Löwe ist mit seiner Nummer 12 der König der Tiere. Es kann nur einen Löwen geben. Sobald ein anderer Spieler einen Löwen ausspielt (weil er es muss, weil er nur noch eine Karte auf der Hand hat), muss der zweite neue Löwe sofort raus. Der Löwe gerät sofort auf Platz 1, wenn er ausgespielt wird. Neben dieser Eigenschaft hat der Löwe die Fähigkeit, sofort alle Affen aus der Warteschlange zu schmeißen.

All diese Fähigkeiten werden nur aktiv, wenn du das einzelne Tier spielst. Das gilt für die Tiere von Stinktier bis Robbe plus Löwe. Anders ist das bei den folgenden Tieren (Zebra bis Nilpferd):

  • Die Giraffe (8) geht nach jedem ausgespielten Tier einen Schritt nach vorne. Mit ihren langen Beinen kann sie das als dauerhaften Effekt machen. In jeder Runde überspringt sie denjenigen, der vor ihr steht.
  • Die Brillenschlange ist der Nerd unter den Tieren. Sie sortiert alle Tiere, die in der Schlange vor ihr stehen nach ihren Nummern. Das Höchste kommt dabei nach vorne. Da die Brillenschlange die Nummer 9 hat, steht sie mit hoher Wahrscheinlichkeit am Anfang der Schlange. Hat das Chamäleon beispielsweise die Fähigkeit der Giraffe übernommen und durch ihre dauerhaften Extra-Schritte einen Platz weit vorne eingenommen, kommt es zurück an Stelle 5, wenn die Brillenschlange ausgespielt wird.
  • Das Tier mit der Nummer zehn ist das Krokodil. Es frisst alle Tiere, die kleiner sind, einfach auf. Außer es trifft auf das Zebra. Daran kommt selbst das Krokodil nicht vorbei. Habe ich schon erwähnt, dass ich das Zebra liebe?
  • Das Nilpferd (11) ist sehr attraktiv und feminin. Es überholt in der Schlange alle Tiere, deren Kartenwert niedriger liegt als ihr eigener. Die „Nilpferdin“ kommt allerdings nicht am Zebra vorbei!

Gewinnen in Beasty Bar

Wenn alle Spieler ihre Karten komplett ausgespielt haben, wird ausgezählt, welcher Spieler die meisten Tiere in die Beasty Bar bringen konnte. Jedes Tier zählt dabei einen Punkt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Die zweite Spielvariante von Beasty Bar: Es gibt im Kartenset von Beasty Bar eine Spielvariante, in der nicht jedes Tier einen Punkt gibt. Sondern es gibt hier mehr Punkte, je unwahrscheinlicher ist, dass das Tier in die Beasty Bar gelangt:

Zwei Punkte bringen hierbei…

  • Löwe
  • Nilpferd
  • Schlange
  • Robbe

Drei Punkte bringen

  • Krokodil
  • Giraffe
  • Chamäleon
  • Affe

Vier Punkte bringen

  • Zebra
  • Känguru
  • Papagei
  • Stinktier

Fazit zu Beasty Bar

Habe ich einen Lustige-Tiere-Nerv? Ich glaube ja, denn Beasty Bar hat diesen Nerv absolut getroffen. Ein Papagei mit Lautsprecher, der üble Nachrede betreibt, ein Zebra im Men-in-Black-Outfit und die Nilpferdin mit ihrem glamourösen Outfit sind einfach extrem lustig. Die zwölf Tierkarten sind nicht nur lustig, sondern auch schön gestaltet und auf gewisse Weise tatsächlich realistisch. Natürlich steigt die Giraffe einfach über die anderen Tiere rüber, natürlich ist der König der Tiere (der Löwe) der absolute King und stellt sich einfach vorne an. Ich kann Beasty Bar uneingeschränkt weiterempfehlen. In diesem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, will ich nichts anderes mehr spielen. Es ist grandios. Zu zweit, zu dritt, zu viert – Wusel-Faktor, intelligente Kombinationen und eine Menge Ärger über die Karten der anderen sorgen dafür, dass Beasty Bar einfach nur perfekt ist. Ich liebe es!

Angebot
Zoch 601105059 - Beasty Bar, Kartenspiel
  • Ein bissiges Kartenspiel
  • Mit 57 XXL-Spielkarten
  • Material: Karton/Papier
  • Spielzeug
  • Thenextart Verlag

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