Die Endzeit liegt lange zurück – Armageddon [Rezension]

0
296
Das Wichtigste in Kürze

Lust auf ein dystopisches Brettspiel? In Armageddon versetzt uns Queen Games in ein Szenario, nachdem die Welt untergegangen ist.

  • Drei oder vier Spieler können Armageddon spielen
  • In diesem Spiel geht es um Auktionen: Gebote werden abgegeben, Spieler fahren die Ellenbogen aus.
  • Armageddon wird über sechs Runden gespielt, wobei nach der dritten Runde eine Zwischenwertung  durchgeführt wird.
  • Meeples!

Die Welt ist untergegangen! Die Endzeit liegt schon weit zurück. Baue die Zivilisation in Armageddon wieder auf! Das erreichst du, indem du deine Mitspieler überbietest und wertvolle Ressourcen für dich beanspruchst und deine Stadt aufbaust sowie deine Bevölkerung stärkst. Denn nach dem Weltuntergang sind genau diese Sachen knapp: Bevölkerung und Ressourcen!

Cover des Spiels ,,Armageddon'', Front
Cover Spiel ,,Armageddon“
Rückseitencover des Brettspiels ,,Armageddon''
Rückseite Brettspiel ,,Armageddon“

Datenblatt zum Brettspiel Armageddon

Verlag: Queen Games
Anzahl Spieler: 3 – 4 Spieler
Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Herausforderungen: Kalkulieren, Glück, Aufbau, Rivalitäten
Vergleichbar mit:

Der Spielaufbau von Armageddon

Jeder Spieler hat ein Stadt-Tableau, auf dem er seine Stadt ausbauen will. Durch das Spielbrett erhaltet ihr Gebäude, die ihr auf dem Tableau auslegen könnt. Durch die ausgebaute Stadt besiegt ihr die Plünderer, die euch jede Runde bedrohen und sammelt Siegpunkte und neue Ausrüstung.

Im Prinzip ist Armageddon ein Bietspiel. Mit deiner Bevölkerung, die aus Meeples besteht, bietest du. Meeples sind deine Bevölkerung, die durch farbige Holzfiguren dargestellt wird. Du hast zu Beginn fünf Bürger und einen Anführer. Die einfachen Bürger sind in grün gehaltene Holzfiguren und der Anführer hebt sich mit seinem lila Anstrich farblich von den anderen ab. Die blauen Meeples sind die Soldaten, die gelben Figuren sind Ingenieure.

Die Auktions-Slots

Oben auf dem Spielplan gibt es zwei Reihen mit jeweils vier Slots. Dort verteilt ihr beim Spielaufbau und zu Beginn jeder neuen Runde zufällig Equipment-Karten in der oberen Zeile und Gebäudekarten in der unteren Zeile. Sie werden beim Aufbau deiner Stadt hilfreich sein. Besonders ist an Armageddon, dass du und deine Mitspieler nicht nur auf die Karten bietet, sondern auch auf Menschen bzw. Meeples.

Über jedem auf dem Spielplan aufgedruckten Slot steht eine Anzahl von Personen, die auf die Karten gelegt werden: Auf dem ersten Slot liegen zwei Meeples, auf dem zweiten liegen drei Meeples, mit den Karten aus dem dritten Slot ersteigert ihr automatisch auch vier Meeples, und auf dem vierten Slot befinden sich drei. Die Holzfiguren werden aus dem mitgelieferten blickdichten Säckchen gezogen. Somit ist die Auswahl ihrer Farben zufällig, wenn sie in die Auslage gelegt werden.

Geboten wird jeweils auf die Spalten: Der erste Slot Equipment wird mit den Menschen des ersten Slots verkauft und dazu gibt es die Gebäudekarte des ersten Slots. Eine Kombination wild durcheinander ist nicht möglich.

Karten in Armageddon

Die Karten sind einerseits für das Ende des Spiels wichtig. Auf den Equipment-Karten steht, wie viele Punkte du durch ein Sammeln der Karten erhalten kannst.
Ein Beispiel: Wer die meisten Karten hat, erhält acht Punkte. Wer den zweiten Platz belegt, bekommt vier Punkte.

Je nach dem, wie viele welcher Ressourcen du hast, bekommst du ebenfalls Punkte: Sammelst du Karten mit Survival-Utensilien, erhältst du für die ersten beiden Karten dieser Art null Punkte, für die dritte erhältst du am Ende acht Punkte. Mit den Karten zusammen werden die neuen Meeples in die Stadt geholt. Auf den Karten liegen unterschiedliche Holzfiguren, die Menschen darstellen: Grüne Bürger, blaue Soldaten, gelbe Ingenieure… und rote Plünderer!

Die Plünderer in Armageddon

So kann es sein, dass du auf zwei Ingenieure bietest und dadurch auch noch eine tolle Karte erhältst, dir dadurch aber einen Plünderer in deine Stadt einschleust.

In jeder Runde wird der Plünderer-Marker nach vorne geschoben. Dieser zeigt an, wie viele Plünderer bekämpft werden müssen. Zugleich baut sich jeder Spieler seine Abwehr auf und kann auch diese durch einen Marker auf der entsprechenden Leiste darstellen. Dabei helfen auch die Gebäude.

Kaufst du dir also einen Plünderer mit ein, erhöht sich der Plünderer-Marker. Ist ein Plünderer besiegt, wandert die Holzfigur wieder zurück in das Säckchen. Da du Bürger, Ingenieure und Soldaten bei dir behältst, wird der Anteil der Plünderer im Figuren-Säckchen höher: Somit steigert Armageddon seine Schwierigkeit im Spielverlauf und wird mit jedem Zug spannender!

Auf der Siegpunktleiste schiebt jeder Spieler seinen Marker entsprechend der verdienten Siegpunkte weiter. Jeder besiegte Plünderer bringt dir einen Siegpunkt.

Du kannst neue Gebäude bauen, oder bereits bestehende Gebäude überbauen oder upgraden.

Auf den Gebäuden liegen Chips: Diese stehen für einmalige Vorteile. Diese Vorteile äußern sich in Aktionen, wie beispielsweise Bürger ausbilden, mehr Karten ziehen oder ähnliche einmalige Aktionen. Man sieht also an dieser Stelle: Armageddon ist ein extrem vielfältiges Spiel. I like it!

Auf dem Spielplan liegt dein Marker, wie gesagt, auf der Verteidigungsanzeige. Wenn die Anzahl der Plünderer höher ist als dein Verteidigungswert, verlierst du einen deiner Meeples. Für jeden verlorenen Meeple verlierst du zwei Siegpunkte.

Der Biet-Mechanismus von Armageddon

Nun weißt du, was es dir bringt, Karten und Meeps zu ersteigern und wie mit Plünderern umgegangen wird. Aber wie bietet man in Armageddon?

Beim Bieten fängt der an, der vorne auf der Siegpunkt-Leiste ist. Er setzt auf eine der drei Positionen seinen Einsatz: Der besteht aus Meeples. Dazu legst du zunächst nach links deinen Spielermarker: Dadurch markierst du, dass das Gebot von dir stammt und sorgst dafür, dass die Gebote nicht vertauscht werden und klar bleibt, wer was einsetzen möchte. Wer die meisten Siegpunkte hat, darf das erste Gebot abgeben. Der Zweitplatzierte auf der Siegpunkt-Skala darf sein Gebot danach abgeben. Ist eine Karte in der Auslage so interessant und erfolgsversprechend, sodass der Spieler Angst hat, dass der Erstplatzierte sie ihm wegschnappt, kann er das Gebot einfach übertrumpfen. Dafür legt er die einzusetzende Bevölkerung, die ihr für die neuen Menschen und die damit zusammenhängende Karte bezahlen wollt, neben euren Spielermarker auf der Biet-Tafel.

Das Ranking der Bietenden

Wer das höchste Gebot hat, darf sich eine der vier Karten sowie die damit zusammenhängenden Meeples auswählen. Der zweitplatzierte wählt seinen Gewinn erst, nachdem der erste seine Errungenschaft abgeräumt hat.

Bieten zwei Spieler gleich viel, hat derjenige Vorrang, der sein Gebot zuerst abgegeben hat.

Mit jeder Auktion hängt ein Bonus zusammen. Der Höchstbietende kann durch seinen Bonus beispielsweise seinen Verteidigungswert erhöhen. Aber es gibt auch einen Malus: Der Effekt des roten Symbols muss von demjenigen ertragen werden, der das niedrigste Gebot hatte.

Weitere Informationen zum Spielablauf

Spielbrett des Brettspiels ,,Armagedoon''
Spielbrett ,,Armagedoon“

Die dritte Gebotstafel ist dafür da, Meeples in deine Stadt zu bringen. du setzt deine Spieler ein. Dadurch kannst du keine der Karten ersteigern. Die Menschen, die du durch diesen Bietmechanismus in deine Stadt schickst, kannst du auf deinen Karten einsetzen. Der Wachturm benötigt beispielweise einen grünen Bürger, um eine Abwehr um eins zu steigern. Setzt du einen Soldaten auf den Wachturm, hast du gleich zwei Abwehrpunkte mehr.

Armageddon wird sechs Runden lang gespielt. Nach drei Runden wird ein Zwischenranking ausgewertet. Nach der sechsten Runde ist das Spiel vorbei.

Unser Fazit zu Armageddon

Wahnsinn. Armageddon ist frisch, es ist neu, es ist interessant und wird nicht langweilig. Armageddon macht extrem viel Spaß, da es viel Platz für kleine Psycho-Spielchen bietet. Ärgere deine Mitspieler, indem du von einem Slot schwärmst und bring ihn dazu, ein hohes Gebot abzugeben, obwohl du nach etwas ganz anderem fahndest. Genau solche Spiele lieben wir. Der individuelle Aufbau in der Spielerstadt ist ebenfalls interessant und macht ähnlich viel Spaß wie in anderen Spielen der Aufbaustrategie. Im Gegensatz zu allen anderen kooperativen Spielen gibt es pro Runde einen aggressiven, wenn auch automatischen Einfluss durch die Plünderer – somit ist Armageddon wirklich schwierig und schüttelt durch die Standard-Spielmechanik unfassbare Herausforderungen und ständige Unsicherheiten. Wir haben uns restlos in dieses Spiel verliebt.

Angebot
Queen Games 20121 - "Armageddon"
  • Strategiespiel mit leichtem Einstieg
  • 3-4 Spieler ab 14 Jahren
  • Postapokalyptisches Aufbauspiel
  • Verteidige dich gegen Plünderer!
  • Hersteller Queen Games

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here